2014

Laut neuem GSMA-Bericht können LTE- und Fernsehdienste in Brasilien koexistieren

-- Studie bietet Überblick über Optionen zur Minderung von Interferenzen zwischen LTE- und ISDB-T-Systemen

LONDON, 17. Januar 2014 /PRNewswire/ -- Die weltweite Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter GSMA veröffentlichte heute die Ergebnisse einer neuen Studie von ATDI[1], welche Möglichkeiten zur Minderung der Interferenzen zwischen neuen LTE-Mobilfunksignalen und bestehenden sowie geplanten Fernsehdiensten untersucht. Im Oktober traf die brasilianische Regulierungsbehörde für Telekommunikation ANATEL die Entscheidung, die Digitale Dividende für den Mobilfunk zu nutzen und den asiatisch-pazifischen APT-Bandplan 700 MHz zu verwenden, wodurch das Frequenzband für neue LTE-Mobilfunkdienste frei wird.

Laut der Prognosen wird die Verwendung des 700-MHz-Bandes für die Mobilfunk-Breitbandübertragung wesentliche sozio-ökonomische Vorteile für Brasilien zur Folge haben, darunter ein Wachstum des BIP um 1,4 Mrd. US-Dollar, mehr als 4.300 neue Arbeitsplätze und zusätzliche Steuereinnahmen i. H. v. 1,3 Mrd. US-Dollar bis zum Jahr 2020[2].

„Mobilfunkbetreiber wollen eng mit der ANATEL und der Fernsehübertragungsbranche zusammenarbeiten, um herauszufinden, wie ihre jeweiligen Dienste bestmöglich koexistieren können, und sicherzustellen, dass die brasilianische Bevölkerung die optimale Leistung aus LTE-Mobilfunkdiensten und der Fernsehübertragung erhält", erklärte Tom Phillips, Chief Regulatory Officer, GSMA. „Durch rigorose Modellierung wird in der Studie gezeigt, dass eine sorgfältige Planung der Frequenznutzung potentielle Interferenzen von Mobilfunk- und Fernsehübertragungsdiensten, die nah beieinander senden, gemindert werden kann."

In der Studie liegt der Schwerpunkt auf den Städten Brasília, Campinas und São Paulo, da diese vermutlich zu den Regionen gehören, in welchen potentielle Interferenzen beim Fernseh- und Mobilfunkempfang die größten Probleme verursachen könnten. Potentielle Interferenzprobleme werden in anderen Regionen voraussichtlich weniger schwerwiegend ausfallen und daher leichter zu mildern sein. Die Kompatibilität mit analogen Fernsehsignalen wurde angesichts der erwarteten langfristigen Pläne zur Umstellung auf digitale Fernsehübertragung ebenfalls berücksichtigt. Da das digitale Fernsehen in Brasilien die ISDB-T-Technologie verwendet, ist diese Studie auch für andere Märkte wie Chile, Costa Rica und Ecuador, wo die Digitale Dividende ebenfalls für die Mobilfunkübertragung bestimmt wurde, relevant.

Obwohl diese Studie nicht eine bestimmte Lösung vorgeben soll, bietet sie eine objektive Perspektive, die Mobilfunkbetreiber und Sender dabei unterstützen soll, zukünftige Entscheidungen im Hinblick auf die Minderung der Interferenz zwischen Mobilfunk- und Fernsehübertragungssystemen zu treffen. Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Die Anzahl der Betroffenen ist im Allgemeinen klein und kann durch den Einsatz von angemessenen Interferenzminderungsverfahren für potentielle Interferenzregionen reduziert werden. So sind beispielsweise in Brasília und Campinas potentiell weniger als 10.000 Menschen betroffen und das Problem kann durch interferenzmindernde Verfahren praktisch eliminiert werden.
  • Der Einsatz von Filtern für ISDB-T-Sendeanlagen und LTE-Mobilfunkbasisstationen kann zu einer wesentlichen Verringerung der Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von bandexternen und blockierenden Interferenzen beitragen.
  • Das Risiko von Interferenzen zwischen LTE-Verbrauchergeräten wie Smartphones und Tablets mit dem ISDB-T-Fernsehübertragungssystem aus blockierenden und bandexternen Emissionen ist gering.
  • Die Einführung von Plänen, die starke Emissionen in den oberen Fernsehkanälen (insbesondere die Kanäle 48–51) vermeiden, unterstützt die Koexistenz der beiden Technologien, da das potentielle Interferenzproblem stärker ausgeprägt ist, wenn der Frequenzabstand vom niedrigsten LTE-Band klein ist.

„Wir verstehen die Bedenken rund um potentielle Interferenzen zwischen Mobilfunk- und Fernsehübertragungsdiensten, mit denen wir uns durch diese neue Studie auseinandersetzen", ergänzte Phillips. „Diese Bedenken sollten die unbestreitbaren sozio-ökonomischen Vorteile, die aus der Verwendung der Digitalen Dividende für Mobilfunkdienste gewonnen werden können, jedoch nicht überschatten. Wir arbeiten durch die Minderung von Interferenzproblemen daran, für die brasilianische Bevölkerung eine erfolgreiche Koexistenz von LTE-Mobilfunk- und Fernsehübertragungsdiensten sicherzustellen."

Anmerkungen für die Redaktion

[1] ATDI ist auf Softwaretools, maßgeschneiderte Softwarelösungen, Softwarekomponenten und Beratung spezialisiert. Das Unternehmen ist ein Experte in den Bereichen Funknetzplanung, Modellierung sowie Mess- und Frequenzmanagement für alle Funktechnologien.

[2] Quelle: „Economic Benefits of the Digital Dividend for Latin America", GSMA/Telecom Advisory Services, 2011

Informationen zur GSMA
Die internationale Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter GSMA vertritt die Interessen von Mobilfunkanbietern weltweit. Die GSMA vereinigt Mitglieder aus über 220 Ländern, darunter nahezu 800 Mobilfunkanbieter sowie 250 Unternehmen aus dem erweiterten Umfeld der Mobilfunkbranche, unter denen sich Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Softwareunternehmen, Zubehöranbieter und Internetunternehmen sowie Organisationen aus Industriesektoren wie dem Finanzdienstleistungs-, Gesundheits-, Medien-, Transport- und Versorgungssektor befinden. Die GSMA organisiert zudem verschiedene branchenführende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

SOURCE GSMA



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