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Parlamentarische Konferenz einig hinsichtlich Aserbaidschans Vorbildfunktion bei interreligiöser Toleranz

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LONDON, November 9, 2012 /PRNewswire/ --

Im Rahmen einer Konferenz im britischen Parlament wurde übereinstimmend festgestellt, dass Aserbaidschan bereit ist, seine historische Position als tolerante und multireligiöse Nation zu nutzen, um in ganz Zentralasien und darüber hinaus für religiöse Toleranz zu werben.

Die Konferenz fand im Portcullis House in Westminster statt und wurde von Lord Fraser ausgerichtet, der über die lange Geschichte der religiösen Toleranz innerhalb der Landesgrenzen Aserbaidschans referierte, die bislang noch wenig Anerkennung gefunden hat.

Obwohl die Bevölkerung Aserbaidschans zu 95 % muslimisch ist, ist das Land zugleich die Heimat einer der am stärksten wachsenden jüdischen Gemeinden in der muslimischen Welt. Des Weiteren leben dort zahlreiche Katholiken, Protestanten und orthodoxe Gläubige. Das Zusammenleben der verschiedenen Glaubensrichtungen gestaltet sich friedlich und ist vom Geist der Zusammenarbeit geprägt.

In Baku gibt es drei Synagogen sowie eine aktive jüdische Gemeinde mit Schulen und Kulturzentren; an der Universität in Baku wird sogar Hebräisch gelehrt.

"Der Wiederaufbau der Synagoge in Baku nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde von einem muslimischen Imam mitfinanziert", erklärte Lord Fraser den Konferenzteilnehmern. "Ich kann mir keine andere Stadt auf der Welt vorstellen, wo so etwas hätte passieren können."

Die multireligiöse Zusammensetzung Aserbaidschans ist tief in der Geschichte des Landes verwurzelt, und die sieben Jahrzehnte andauernde Unterdrückung der Religionsausübung während der Sowjetherrschaft hat eher zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Religionen geführt und damit das Gegenteil dessen bewirkt, was eigentlich beabsichtigt war.

In den zwei Jahrzehnten seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion haben die unterschiedlichsten Religionen eine neue Blütezeit erlebt und aktuell gibt es 500 verschiedene religiöse Gemeinschaften in einem Land mit lediglich 9 Millionen Einwohnern.

Die Veranstaltung trug den Titel "Prospects of European Multiculturalism: The Azerbaijani Model of Inter-Faith Dialogue and Tolerance" ("Perspektiven des europäischen Multikulturalismus: Das aserbaidschanische Modell des interreligiösen Dialogs und der interreligiösen Toleranz"). Eine der Rednerinnen war Leyla Aliyeva, die Generalkoordinatorin des Jugendforums für interkulturellen Dialog der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC).

Sie erklärte, es sei an der Zeit, dass die westlichen Länder die Rolle Aserbaidschans auf diesem Gebiet anerkennen und dessen führende Rolle in der Region unterstützen.

"Für uns ist Toleranz keine Leistung, sondern etwas ganz Natürliches; sie ist uns quasi angeboren", betonte sie.

"Ich bin der Meinung, dass es in der heutigen Welt von besonderer Bedeutung ist, darauf hinzuweisen, dass Juden, Christen und Muslime friedlich und harmonisch zusammenleben können; eine Tatsache, auf die wir sehr stolz sind."

In Aserbaidschan existiert ein staatliches Komitee mit dem Namen "Komitee für die Zusammenarbeit mit religiösen Organisationen", das mit den verschiedenen Glaubensrichtungen kooperiert. Der Vorsitzende Elshad Iskandarov sprach über die Rolle, die Regierungen bei der Förderung von Toleranz spielen können.

"Aserbaidschan kann hier einen Beitrag leisten, und zwar durch den zweiten (Rohstoff), über den es neben der Energie verfügt, nämlich sein Modell für interreligiöse Toleranz", erklärte er und fügte hinzu: "Wir können unser Modell der Toleranz mit Europa und anderen Ländern teilen und dieses Modell kann auch an anderen Orten umgesetzt werden, wo eindeutig ein Bedarf an mehr Zusammenarbeit besteht."

Weiter sagte er, dass der beste Beweis für die erfolgreiche Arbeit Aserbaidschans darin bestehe, dass die jüdische Gemeinde noch immer weiter wachse.

"Viele Juden", so Iskandarov, "haben nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion das Land verlassen und kehren jetzt zurück, weil sie sich sicher und zu Hause fühlen.

Moshe Becker, ein führendes Mitglied der jüdischen Gemeinde aus Aserbaidschan, erklärte im Rahmen der parlamentarischen Konferenz, dass es in Aserbaidschan keinen Antisemitismus gebe "und wir äußerst friedlich mit unseren muslimischen und christlichen Brüdern zusammenleben und sogar zusammenarbeiten."

Pastor Rasim Khalilov, der Leiter der freien evangelischen Gemeinde "Wort des Lebens", der jüngsten Kirche in Aserbaidschan, sagte, dass sich der wahre Beleg für den Erfolg seiner Kirche im Leben der Gläubigen zeige.

"Sie haben ein gutes Leben", betonte er.

"Die Menschen können sich in Bezug auf ihre seelischen Belange und was ihr Herz und was ihren Verstand angeht, frei äußern."

Herr Iskandarov betonte, die nächste Herausforderung bestehe darin, die Welt darüber aufzuklären, welchen Beitrag sein Land leisten könne, denn, wie er erklärte: "Unsere menschlichen Beziehungen und unsere Toleranz sind genauso wichtig wie der andere, weitaus bekanntere Rohstoff, die Energie."

SOURCE Azerbaijan Monitor



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