Premiere der Dokumentation "Endless Corridor" über das Massaker von Chodschali in London

LONDON, July 1, 2014 /PRNewswire/ --

Fernsehmanager, Hollywoodproduzenten und prominente Schauspieler nahmen am Montag an der Filmpremiere der Dokumentation "Endless Corridor" in der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) teil. Der von dem bekannten britischen Schauspieler Jeremy Irons kommentierte Film untersucht die Ereignisse rund um das Massaker von Chodschali am 25. und 26. Februar 1992, bei dem 613 Männer, Frauen und Kinder getötet wurden.

Ebenfalls bei der Vorführung zugegen waren der litauische Produzent/Regisseur Aleksandras A. Brokas und der amerikanische Koproduzent Rafshoon sowie internationale Fernsehmanager und prominente Schauspieler, darunter Iain Glen, einer der Stars der beliebten Fernsehserie "Game of Thrones" und Hayley Atwell, die für ihre Bühnen- und Filmproduktionen wie "Captain America" bekannt ist.

Brokas, der fast fünf Jahre lang an dem Film gearbeitet hat, gab an, dass er bei dem Projekt mit Filmprofis aus 15 Ländern zusammengearbeitet hat, um die Situation in der Region aus einer unabhängigen Perspektive darzustellen. Der litauische Staatsbürger sagte: "Der Weg hin zu Freiheit und Unabhängigkeit ist in allen ehemaligen Sowjetländern ähnlich - er fordert einen hohen Preis. Die Tragödie von Chodschali erzählt, wie zynisch und unmenschlich Menschen über das Schicksal von anderen entschieden haben."

Derweil wies Gerald Rafshoon, der unter der Regierung von Jimmy Carter Kommunikationsdirektor im Weißen Haus war und das erfolgreiche aktuelle Bühnenstück "Camp David" in Washington produziert hat, darauf hin, dass bis heute trotz internationaler Bemühungen keine Lösung für den Konflikt in Bergkarabach gefunden wurde. "Daher hoffe ich, dass der Film erneut die Aufmerksamkeit auf diese besetzte Region lenkt, die seit mehr als zwei Jahrzehnten unter der Verwüstung zu leiden hat."

Der Film begleitet den litauischen Journalisten Richard Lapaitis, 20 Jahre nachdem er als Kriegsberichterstatter über den Konflikt in Bergkarabach und das Massaker von Chodschali berichtet hatte, auf eine Reise zurück nach Aserbaidschan. Diese Geschichte, so sagt er, hat ihn seither verfolgt.

Die Dokumentation zeigt seine erneute Begegnung mit Überlebenden der Tragödie, die sich an die herzzerreißenden Geschichten erinnern, die sie auf der Flucht vor den armenischen Bomben erlebt haben. Sie haben auf dem Weg durch einen "endlosen Korridor" auf der Suche nach Sicherheit viele geliebte Menschen verloren.

Sie befragt aber auch die Täter, die das Massaker verübt haben: armenische Befehlshabende, die über ihre Kriegsstrategien und die Gedankengänge dahinter sprechen. Trotz mehrerer Resolutionen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen, in denen ein bedingungsloser Rückzug gefordert wird, hält Armenien die Region Bergkarabach und die umliegenden aserbaidschanischen Provinzen bis heute besetzt.

Leyla Aliyeva, die Vizepräsidentin der Heydar Aliyev Foundation und Initiatorin und treibende Kraft hinter der Kampagne "Justice for Khojaly" (Gerechtigkeit für Chodschali) sprach darüber, wie wichtig es sei, die Tragödie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. "Ich freue mich, dass dieser Film gedreht wurde. ‚Endless Corridor' ist eine bewegende Dokumentation, die an die unvorstellbaren Schrecken des Massakers von Chodschali erinnert und dieses furchtbare Kapitel armenischer Aggression ans Licht bringt", sagt sie. "Solche Verbrechen dürfen sich niemals wiederholen."

Der fertige Film wird jetzt von internationalen Sendeanstalten ausgestrahlt und verbreitet.

SOURCE Azerbaijan Monitor



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