22-jähriger Spanier knackte bisher ungelösten Nachrichtencode aus dem 2. Weltkrieg

27 Aug, 2015, 07:30 BST von Newsline

BARCELONA, Spanien, August 27, 2015 /PRNewswire/ --

  • Es ist davon auszugehen, dass die Nachricht aus der Zeit der Landung der Alliierten in der Normandie stammt.    
  • Dídac Sánchez bietet jedem 25.000 €, der herausfindet, wie der Code funktioniert.   

Der junge spanische Unternehmer Dídac Sánchez gab heute bekannt, dass er es geschafft hat, das Verschlüsselungsschema der letzten bis heute nicht dechiffrierten Nachricht aus dem 2. Weltkrieg zu knacken. Er bietet jedem, der die Codestruktur herausfindet, eine Belohnung von 25.000 €. GCHQ, eine Organisation des britischen Geheimdienstes, bestätigte, dass der bei einer Brieftaube gefundene Code noch nicht entschlüsselt ist.  

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Nach dreijähriger Forschungsarbeit und mit Investitionen in Höhe von 1,5 Mio. € entwickelte Dídac Sánchez eine neue Sicherheitssoftware mit dem Namen 4YEO (ForYourEyesOnly), die auf der Struktur des bis dato nicht entzifferten Codes basiert. Diese Software kommt Ende 2016 auf den Markt. Sie ermöglicht die Verschlüsselung sämtlicher Texte, Dokumente und Telegramme sowie aller Kommunikationen über WhatsApp, Messenger, SMS oder Skype.

Um die Unangreifbarkeit des 4YEO-Systems zu demonstrieren, das auf dem von den Briten und der französischen Résistance verwendeten Code basiert, veröffentlichte Dídac Sánchez auf seiner Website (http://www.4yeosoftware.com) eine Nachricht mit identischer Struktur, für deren Entschlüsselung er jedem eine Belohnung von 25.000 € verspricht. Die Wettbewerbsregeln wurden im Notariat Aloy Martorell in Barcelona hinterlegt. Die Frist für die Entschlüsselung läuft vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015.

"Bis heute sind die Geheimdienste nicht in der Lage, diesen Nachrichtencode zu knacken, weil sie nicht über das Codewort und Codebuch verfügen und ihnen die Verschlüsselungsmethode unbekannt ist. Nach der Entschlüsselung der angewandten Methode habe ich eine Software entwickelt, die ich für eine der sichersten der Welt halte, denn ich habe den britischen Code mithilfe neuer Technologien an die heute geforderte Datensicherheit angepasst", erklärte Dídac Sánchez.

Ursprung   

1982 fand David Martin, ein Einwohner von Surrey (UK), bei der Renovierung seines Hauses in seinem Kamin das Skelett der Brieftaube mit der Nummer 40TW194. An ihr Bein gebunden befand sich eine Kapsel, die eine auf dünnes Zigarettenpapier geschriebene verschlüsselte Botschaft enthielt. Sie umfasst 27 Codes, jeder bestehend aus fünf Buchstaben oder Ziffern, und die Unterschrift eines mutmaßlichen Sergeants W. Stot. Adressiert war die Botschaft an X02 (vermutlich Bomber Command) und sie datiert wahrscheinlich auf die Zeit der Landung der Alliierten in der Normandie (6. Juni 1944).

An jenem Tag verordnete Winston Churchill absolute Funkstille und viele der Nachrichten an das Zentrum des britischen Geheimnisses in Bletchley Park (der Vorgänger des heutigen GCHQ), in dem der Mathematiker Alan Turing arbeitete, wurden mit Brieftauben versandt. Turing war maßgeblich an der Entzifferung der mit der ‚Enigma' verschlüsselten Funksprüche der Nazis beteiligt. Diese Basis befand sich nur fünf Meilen (acht Kilometer) von Martins Haus entfernt.

Über Dídac Sánchez   

Dídac Sánchez stammt aus äußerst bescheidenen Verhältnissen. Er wurde im Stadtteil Raval in Barcelona in eine dysfunktionale Familie geboren. Zusammen mit seinen beiden Schwestern verbrachte er vier Jahre unter behördlicher Fürsorge, nachdem die Landesregierung die Kinder aus der Obhut ihrer Eltern genommen hatte.

In diesem komplexen sozialen Rahmenwerk verließ Dídac Sánchez seine Pflegestätte mit 18 Jahren ohne anerkanntes Studium. Er verließ sich allein auf seine unternehmerische Hartnäckigkeit und startete seine Karriere als Botenjunge und Kopiergehilfe bei einem Versicherungsmakler, wo er Computer reparierte und Webseiten erstellte.

In nur vier Jahren schuf Dídac Sánchez (http://www.didacsanchez.com) die Legisdalia Group (http://www.legisdalia.com), die in fünf Ländern tätig ist. 2014 betrug ihr Umsatz 32 Mio. €, die Prognose für 2015 beträgt 50 Mio. €. Sánchez unternehmerische Aktivitäten umfassen fünf Geschäftsbereiche: Gesundheit, Internet, Recht, Kommunikation und Musik. 4YEO ist ein neues kryptanalytisches Geschäft zur Überwachung, zum Auffangen und zum Entschlüsseln von Daten in Geschäftsumgebungen und zwischen Einzelpersonen.

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