GSMA-Bericht zeigt, dass die Mobilfunkbranche in großem Umfang zu rasantem Wirtschaftswachstum der Asien-Pazifik-Region beiträgt

26 Jun, 2013, 02:00 BST von The GSMA

- Schnellere Frequenzfreigabe und flexiblere Verordnungen sind erforderlich, um weitere Investitionen in der Region anzuregen

SCHANGHAI, 26. Juni 2013 /PRNewswire/ -- Die GSMA veröffentlichte heute eine umfassende Bewertung[1] zum Einfluss der Mobilfunk-Branche im asiatisch-pazifischen Raum[2]. Der neue Bericht „Mobile Economy: Asia Pacific 2013" bestätigt die Position der Region an der Spitze der Mobilfunk-Innovation. Die Anzahl der Mobilfunkteilnehmer hat den Rest der Welt in den vergangenen zehn Jahren überholt und wird bis Ende 2012 1,5 Milliarden erreichen. Es wird erwartet, dass die Zahl der Mobilfunkteilnehmer im Asien-Pazifik-Raum bis 2017 auf 1,9 Milliarden ansteigt, was die Hälfte der geschätzten Mobilfunkteilnehmer von 3,9 Milliarden ausmachen würde.

„Die Mobilfunktechnologie hat bereits jetzt tiefgreifende Auswirkungen auf alle asiatisch-pazifischen Länder, wo bei der Durchdringung der Dienste ein spektakuläres Wachstum festgestellt werden kann. Die Motivation, in Infrastruktur und weitere Innovation bei den Geräten und Dienstleistungen zu investieren, ist hier sehr groß", erklärte Anne Bouverot, Geschäftsführerin der GSMA. „Wir stehen an der Schwelle zu weitaus größeren Wachstumschancen und fordern regionale Regierungen und Regulierungsbehörden dazu auf, die Mobilfunkbetreiber bei der vollständigen Nutzung dieses Potenzials zu unterstützen. Die richtigen Entscheidungen hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen und die Verfügbarkeit von Frequenzen werden die Mobilfunkbranche weiter dazu motivieren, in den Ausbau und die Modernisierung der Dienstleistungen in der gesamten Region zu investieren."

Mobilfunkbranche fördert Wirtschaftswachstum     
Die rasche Entwicklung von Mobilfunkdiensten und die frühe Bereitstellung mobiler Breitbandnetze führen zu einem tiefgreifenden wirtschaftlichen Wandel in der Asien-Pazifik-Region. Ende 2012[3] hatte die Mobilfunkbranche 80 Milliarden US-$ in die mobile Infrastruktur investiert, 1 Billion US-$[4] für das BIP des Asien-Pazifik-Raums generiert und 100 Milliarden US-$ zu den öffentlichen Finanzen beigetragen[5]. Mit einem Zugang zu einem grundlegenden Frequenzspektrum und regulatorischen Rahmenbedingungen, die für weitere Investitionen förderlich sind, könnte die Mobilfunkbranche für den Zeitraum bis 2020 zusätzliche 2,3 Billionen US-$ zum BIP und weitere 200 Milliarden US-$ zu den öffentlichen Finanzen beitragen.

Aufbruch in ein neues Mobilfunkzeitalter     
Die Mobilfunkbranche der Asien-Pazifik-Region macht einen rasanten Wandel durch. Traditionelle Telekommunikationsanbieter bauen ihre Geschäftsmodelle aus und es treten stets neue Akteure auf, die mit innovativen neuen Diensten um die Kunden werben. In dem Bericht werden die wichtigsten Trends der Branche präsentiert:

  • Das starke Wachstum von Voice-Datenverkehr verlangsamt sich in der Asien-Pazifik-Region, während die Datennutzung zwischen 2010 und 2012 mit einer jährlichen Wachstumsrate von fast 142 Prozent gestiegen ist. 3G- und 4G-Verbindungen werden in den kommenden fünf Jahren um 17 Prozent pro Jahr zunehmen 
  • Mobilfunkdienste werden erschwinglicher. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten für Mobilfunkdienste in der Region sinken jährlich um fünf Prozent. Sie sind von 28,80 US-$ im Jahr 2005 auf 19,70 US-$ im Jahr 2012 gesunken
  • Nicht traditionelle Akteure erscheinen auf dem Markt, darunter zahlreiche Startup-Unternehmen in Bereichen wie der Mobilfunkwerbung und Video-Seiten im Internet
  • Zunehmende sozioökonomische Auswirkungen durch Kooperationsplattformen und Dienstleistungen wie Zahlungen und Bildungs- und Informationsdienste, die über das Mobilgerät ausgeführt werden können

Dieser Wandel bringt unzählige Geschäftsmöglichkeiten in den entwickelten und sich entwickelnden Volkswirtschaften mit sich und beschleunigt die Verfügbarkeit mobilfähiger Diensten.

Schnellere Entwicklung für mehr Gewinne    
In den entwickelten Volkswirtschaften, die bereits über eine hohe Marktdurchdringung verfügen, ist ein verbindlicher regulatorischer Rahmen notwendig, damit das Wachstum von Connected Services wie Smart Cities und mHealth gefördert werden kann. In den Entwicklungsländern besteht weiterhin Bedarf an regulatorischen Vorgaben, damit langfristige Investitionen in den Netzausbau und in Verbesserungen des Zugangs zu grundlegenden Dienstleistungen gewährleistet werden können.

Die GSMA ruft zu Veränderungen auf, die es den Bewohnern der Region möglich machen, die angebotenen Dienste besser für sich nutzen zu können. Einheitliche und faire langfristige rechtliche Rahmenbedingungen sowie eine Steuerpolitik sind notwendig, die Investitionen in die Mobilfunkbranche fördern und nicht bremsen und so zum regionalen Wirtschaftswachstum und zur Förderung des Wohlstands in der Region beitragen. So sollten beispielweise die Vorgaben für Universaldienstleistungen (Universal Service Obligation Framework, USOF) überarbeitet werden, um sicherzustellen, dass die Ziele und Abgaben so aneinander ausgerichtet sind, dass die Verfügbarkeit von mobilen Diensten in noch nicht vollständig angebundenen Regionen gefördert wird.

Die zeitnahe Verfügbarkeit von Frequenzen wird auch entscheidend dafür sein, dass die Mobilfunkbranche neue Dienste ausbauen, verbessern und anbieten kann. Regionale Regierungen sollten sich hinsichtlich der Bandbreiten und Frequenzen, die den Mobilfunkanbietern zur Verfügung gestellt werden, um ihre 3G-oder 4G-Dienste auszubauen, an den Normen der Internationalen Fernmeldeunion orientieren. Der Weg in Richtung einer Harmonisierung in Einklang mit dem Frequenzplan der Asia Pacific Telecommunity (APT) ist ein grundlegender Bestandteil dieses Prozesses, da bis zu 30 Prozent der Einkünfte aus dem Übergang von analogen zu digitalen Fernsehausstrahlungen von der Harmonisierung der 700MHz-Frequenz in der Region abhängen.

Bouverot fügte hinzu: „Der Mobilfunk ist bereits jetzt ein einflussreicher Faktor für das Wachstum und den Wohlstand in der gesamten Asien-Pazifik-Region. Jetzt besteht die große Chance, dass die Mobilfunktechnologie unser Leben verändert, neue Geschäftsmöglichkeiten schafft und das Wirtschaftswachstum weiter fördert. Würden sich die Regulierungsbehörden darauf konzentrieren, ein Umfeld zu schaffen, das weitere Investitionen fördert, sowohl für die traditionellen als auch für die neuen Anbieter auf dem Mobilfunkmarkt, dann könnten von dieser Chance alle Länder der Region profitieren, ungeachtet ihres wirtschaftlichen Entwicklungsstands."

Den Bericht finden Sie auf: www.gsma.com/mobileeconomyasia

Hinweise an die Redaktion

[1] Der Bericht The Mobile Economy Asia Pacific 2013 ist der jüngste aus einer Reihe von Berichten zur Region. Der von BCG für die GSMA durchgeführte Bericht bietet eine aktuelle und umfassende Analyse der Branche für mobile Kommunikation in der Asien-Pazifik-Region mit den neuesten Statistiken und Marktentwicklungen. Er dient den Akteuren der Mobilfunkbranche, politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessengruppen als wichtiger Bezugspunkt. Der Bericht bietet einen Überblick über den Stand der Branche. Dazu gehören die Entwicklung des Wettbewerbs, Innovationen in neue Produkte, Dienstleistungen und Technologien der Branche sowie der Beitrag der Branche zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Region.

[2] Zur Region Asien-Pazifik zählen in diesem Bericht die folgenden Länder: Australien, Bangladesch, Bhutan, Brunei Darussalam, Kambodscha, China, Fidschi, Indien, Indonesien, Japan, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Neuseeland, Pakistan, Papua-Neuguinea, die Philippinen, Samoa, Singapur, die Salomonen, Südkorea, Sri Lanka, Thailand, Tonga, Vanuatu und Vietnam.

[3] Beträge für Infrastruktur-Investitionen der Mobilbranche, BIP und Beiträge zu den öffentlichen Finanzen für das Jahr 2012

[4] 2012 erwirtschafteten die Mobilfunkbetreiber 1,4 Prozent des BIP in der gesamten Asien-Pazifik-Region, also 298 Milliarden US-$. Die gesamte Mobilfunkbranche trug 351 Milliarden US-$ zum BIP der Asien-Pazifik-Region bei. Die Mobilfunktechnologie trug 2012 durch verbesserte Arbeitsproduktivität dank mobiler Arbeitsvorgänge weitere 650 Milliarden US-$ bzw. 3 Prozent des BIP zur Wirtschaftsleistung bei. Insgesamt ist das über 1 Billion US-$.

[5] Dies beinhaltet die Mehrwertsteuer (MwSt.) auf Mobilfunkdienste, Einfuhrzölle und andere spezielle Steuern auf Handys, Körperschaftsteuern für den Umsatz in der Mobilfunkbranche sowie die Steuern, die von den Angestellten der Mobilfunkbranche bezahlt werden. Unter Einberechnung der Einnahmen für Frequenzlizenzen betrug der geschätzte Beitrag der Branche 2012 über 225 Milliarden US-$ in der gesamten Region. 

Informationen zur GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen der Mobilfunkanbieter weltweit. Aus mehr als 220 Ländern vereint die GSMA nahezu 800 der weltweit führenden Mobilfunkbetreiber mit über 230 Unternehmen aus vor- und nachgelagerten Branchen im mobilen Ökosystem, darunter Mobiltelefonhersteller, Softwareunternehmen, Ausrüstungsanbieter und Internetunternehmen sowie Organisationen in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Transport und Versorgungsunternehmen. Die GSMA organisiert außerdem branchenführende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Weitere Informationen finden Sie auf der GSMA-Unternehmenswebseite auf www.gsma.com oder auf Mobile World Live, dem Online-Portal für die Mobilfunkbranche, unter www.mobileworldlive.com

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