GSMA bringt „Embedded SIM"-Spezifikation für Machine-to-Machine (M2M)-Dienste auf den Markt

19 Dez, 2013, 08:00 GMT von GSMA

- Initiative für integrierte SIM-Karten soll M2M-Marktentwicklung für Schlüsselsektoren wie Transport und Versorgung beschleunigen

LONDON, 19. Dezember 2013 /PRNewswire/ -- Die GSMA gab heute die Markteinführung einer Spezifikation bekannt, die der „Over the air"-Einrichtung (OTA) per Fernsteuerung und dem Management von integrierten SIM-Karten (Embedded SIMs) in M2M-Geräten (Machine-to Machine) dient. Die Spezifikation, die von weltweit führenden Mobilfunkbetreibern und SIM-Anbietern unterstützt wird, wird dazu beitragen, interoperable, technische Lösungen zu gewährleisten und den sich rasant entwickelnden M2M-Markt weiter voranzubringen. Ab dem Jahr 2014 sollen diese in den GSMA-konformen Lösungen für integrierte SIM-Karten eingesetzt werden.

„Die Anzahl der über Mobilfunk verbundenen Geräte wird bis 2020 voraussichtlich 11 Milliarden erreichen. Dieses Wachstum wird überwiegend von den Fortschritten des M2M-Marktes gefördert", erklärte Alex Sinclair, Chief Technology Officer der GSMA. „Das Wachstumsniveau hängt stark von der Verwendung einer gemeinsamen, weltweiten und interoperablen Architektur zur SIM-Einrichtung und zum SIM-Management ab, die dem M2M-Markt großartige Möglichkeiten bietet. Die heute veröffentlichte Spezifikation wird erhebliche Auswirkungen auf den M2M-Markt haben, da sie dazu beitragen wird, die Betriebskosten zu senken und Größeneinsparungen zu erzielen."

Die Verwendung traditioneller SIM-Karten in M2M-Geräten für Transport, Messungen oder andere Anwendungen, welche in das Gerät eingesetzt und ausgetauscht werden müssen, bringt Probleme mit sich, da sich die M2M-Geräte oftmals an einem weit entfernten Standort befinden und hermetisch verschweißt sind. Eine spezielle, fest eingebaute SIM-Karte wird daher bereits bei der Herstellung in das M2M-Gerät integriert und kann später per Fernbedienung mit dem Bezugsprofil des Betreibers verbunden werden, welches dann später auch per Luftschnittstelle (Over the air) geändert oder modifiziert werden kann. Damit entfällt die Notwendigkeit, die SIM-Karte während der Lebensdauer eines M2M-Produkts auszutauschen, wodurch wiederum die laufenden Betriebs- und Logistikkosten gesenkt werden.

Die Embedded-SIM-Spezifikation ermöglicht es den Mobilfunknetzbetreibern, skalierbare, zuverlässige und sichere Konnektivität für mit dem Internet verbundene M2M-Geräte anzubieten. Außerdem ist es dank der auf Industriestandards beruhenden Embedded-SIM-Lösung nicht mehr notwendig, dass jeder Betreiber eine eigene technische Lösung für die Einrichtung seiner SIM-Karten per Fernsteuerung entwickeln muss. Des Weiteren ist eine Änderung des Betreibers, sofern eine solche bei Ablaufen eines Vertrags erforderlich werden sollte, leichter durchführbar.

Das Embedded SIM-Projekt wird von Betreibern und Partnern aus den Bereichen SIM-Produkte und -Lösungen auf der ganzen Welt unterstützt: AT&T, China Mobile, China Unicom, Deutsche Telekom, Gemalto, Giesecke & Devrient, Morpho (Safran), NTT DOCOMO, Oberthur Technologies, Orange, Telecom Italia, Telefonica, Telenor und Vodafone.

Weitere Informationen zu dem Embedded SIM-Projekt der GSMA finden Sie auf http://www.gsma.com/connectedliving/embedded-sim/

ZITATE VON PARTNERUNTERNEHMEN

AT&T
„Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer neuen Ära der M2M-Technologie, und als Weltmarktführer für die Bereitstellung von M2M-Lösungen wir freuen uns, eng mit der GSMA und Partnern aus der Industrie zusammengearbeitet zu haben, um eine Spezifikation zu entwickeln, die dem Interesse der Branche dient", erklärte Cameron Coursey, Vice President für Produktentwicklung und Betrieb in der Abteilung Emerging Devices bei AT&T.

AUDI 
„Ohne eine weltweit anerkannte, standardisierte und harmonisierte Verbindungslösung wird die Automobilindustrie unnötig komplex und zersplittert. Für uns als Automobilhersteller ist eine integrierte SIM-Karte, die per Fernsteuerung eingerichtet werden kann, der Schlüsselfaktor für mehr Effizienz und eine einfache Bedienung und wird daher begrüßt. Wir danken der GSMA und ihren Partnern für diese Spezifikation", sagte Marcus Keith, zuständig für Projektmanagement bei Audi. 

GEMALTO
„Die Embedded-SIM-Spezifikation ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit von Mobilfunknetzbetreibern und großen innovativen Unternehmen der M2M-Branche. Indem ein interoperabler, technischer Rahmen für die Abonnentenverwaltung per Fernsteuerung definiert wurde, hat die Industrie eine weitere Voraussetzung für die erfolgreiche Einführung großangelegter Machine-to-Machine-Anwendungen geschaffen", erklärte Norbert Muhrer, Senior Vice President für M2M bei Gemalto.

GIESECKE & DEVRIENT
„Die OTA-Einrichtung und -Verwaltung von integrierten SIM-Karten ist die größte Revolution für die SIM-Karte seit ihrer Erfindung für Mobiltelefone. Gemeinsam haben wir eine sichere und flexible Technologie entwickelt, dank der Milliarden von M2M-Geräten verbunden werden können und mit der das Internet der Dinge möglich wird", erklärte Carsten Ahrens, Group Senior Vice President von der Server Software and Services Division 3S bei Giesecke & Devrient.

MORPHO (SAFRAN)
„Das Wachstum des M2M-Marktes stellt eine wichtige Entwicklung in der Telekommunikationsbranche dar. Sie erfordert eine flexible Lösung zur Verwaltung von sicheren Netzwerk-Zugängen. Morpho freut sich sehr, zu den Initiativen, die die Entwicklung neuer Telekommunikationsunternehmen unterstützen, beizutragen", erklärte Yves Portalier, Senior Vice President für Telecoms in der Abteilung e-Documents bei Morpho.

NTT DOCOMO 
„Eine einheitliche Lösung für integrierte SIM-Karten ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, den Bedürfnissen für globale M2M-Anwendungen gerecht zu werden. Diese Spezifikation, die in branchenübergreifender Zusammenarbeit entwickelt wurde, wird die Verwendung von integrierten SIM-Karten in allen Regionen, auch in Asien, fördern", so Koichi Takahara, Managing Director des M2M-Abteilung bei NTT DOCOMO.

OBERTHUR TECHNOLOGIES 
„Die Schaffung einer einzigen, weltweiten Embedded SIM-Spezifikation wird von Betreibern und von Anbietern für Sicherheitsprodukten und Lösungen sowie von Geschäftspartnern gleichermaßen begrüßt, da damit die Aktivierung weltweit verteilter Geräte jederzeit und überall möglich gemacht wird. Wir können damit für eine leistungsstärkere, globale M2M-Umgebung sorgen", erläuterte Christian Lefebvre, Managing Director der Telecom-Produktreihe bei Oberthur Technologies.

VODAFONE 
„Vodafone ist auch weiterhin davon überzeugt, dass interoperable Standards die Voraussetzung für Embedded-SIM-Anwendungen sind. Wir begrüßen daher die Einführung solcher Standards für den M2M-Bereich. Sie tragen dazu bei, dass innovative Lösungen gemeinsam mit unseren Partnern schneller entwickelt werden können", erklärte Stephen Packer, Leiter für Plattformen und Enabler bei Vodafone Group Terminals.

Informationen zur GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen der Mobilfunkanbieter weltweit. Aus mehr als 220 Ländern vereint die GSMA nahezu 800 der weltweit führenden Mobilfunkbetreiber mit über 250 Unternehmen aus vor- und nachgelagerten Branchen im mobilen Ökosystem, darunter Mobiltelefon und Gerätehersteller, Softwareunternehmen, Ausrüstungsanbieter und Internetunternehmen sowie Organisationen in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Transport und Versorgungsunternehmen. Die GSMA organisiert außerdem branchenführende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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