GSMA: Jedes neue Auto soll bis 2025 vernetzt werden - zugleich wird das Wachstum des vernetzten Automobilmarkts durch eingebettete mobile Technologien vorangetrieben

13 Jun, 2013, 11:30 BST von GSMA

-- Europäisches eCall-Gesetz soll das Wachstum der vernetzten Automobildienste durch Anordnung eingebetteter Mobilfunktechnologie beschleunigen

LONDON, 13. Juni 2013 /PRNewswire/ -- Die GSMA hat heute die Ergebnisse einer Recherche bekanntgegeben, die die einschneidenden Auswirkungen beschreibt, die sich aus eingebetteten Mobilfunktechnologien für die Automobilindustrie ergeben, indem sie das Fahrerlebnis revolutionieren und dazu beitragen, einen Automobilmarkt mit Internetkonnektivität zu erschaffen, der ausgehend von 13 Milliarden € im Jahr 2012 bis zum Jahr 2018 weltweit fast 40 Milliarden € wert sein wird[1]. Angaben des Forschungsinstituts SBD zufolge werden 32,6 Milliarden € der Einnahmen – 83 Prozent der Gesamteinnahmen – aus einer zunehmenden Einbettung von SIM-Technologie in neue Fahrzeuge, um diese mit Mobilfunk-Konnektivität auszustatten, resultieren. Hierauf wird eine ganze Reihe an mobilfunkbasierten Diensten zu Sicherheit, Infotainment, Verkehrsinformationen, Navigation und Fahrzeugdiagnostik aufbauen. SBD sagt voraus, dass die meisten, wenn nicht gar alle, neuen Kraftfahrzeuge bis zum Jahre 2025 mit irgendeiner Form von Konnektivität ausgestattet sein werden; dies sei in erster Linie auf den rasanten Zuwachs eingebetteter Mobilfunktechnologie zurückzuführen.

Das Wachstum des vernetzten Automobilmarkts wird auch durch die Entscheidung der Europäischen Kommission, für ihr Mandat eCall, ein automatisches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge, „eingebetteten Mobilfunk" anstelle von alternativen Konnektivitätsoptionen wie Smartphone-Integration oder Tethering-Lösungen einzusetzen. Im Rahmen dieser Initiative sollen alle neuen Automobilmodelle in den EU-Mitgliedsstaaten ab dem Jahr 2015 mit dem europäischen eCall-System ausgestattet werden, welches nach einem Verkehrsunfall automatisch einen Notrufdienst wählt und wichtige Informationen zum Ort des Unfalls und der Art des Aufpralls übermittelt. Die Auswirkungen des Mandats werden in Europa mit einem Absatz von eCall im Jahr 2016 von 7 Millionen Fahrzeugen beinahe sofort spürbar sein.

„Durch das Einbetten mobiler Technologie in Kraftfahrzeugen lassen sich nicht nur Leben retten, sondern es werden zudem eine Vielzahl neuer Dienste hinzukommen, wodurch erhebliche Umsatzchancen für die Mobil- und Automobilindustrie entstehen", so Michael O'Hara, Chief Marketing Officer bei der GSMA. „Das rasante Wachstum dieses Marktes wird zum Teil durch begünstigende Rechtsvorschriften vorangetrieben, insbesondere in Europa und auf Schwellenmärkten wie Russland und Brasilien. Wir befinden uns inmitten einer Revolution vernetzter Kraftfahrzeuge, und eine enge Zusammenarbeit zwischen der Mobilfunk- und der Automobilindustrie ist unabdingbar, um ein skalierbares und durchdringendes Konnektivitätserlebnis bieten und dafür sorgen zu können, dass dieser Markt sein Potenzial auch erreicht."

Erwartungsgemäß soll der Verkauf neuer Automobile bis zum Jahre 2018 weltweit auf über 100 Millionen[2] Stück steigen, von denen mehr als 35 Millionen[3] mit eingebetteter Mobilfunktechnologie ausgestattet sein werden. Dies würde eine Marktdurchdringung von 31 Prozent bedeuten und das Wachstum alternativer Konnektivitätsmethoden bei Weitem übersteigen. Dagegen werden 21 Millionen Kraftfahrzeuge über Smartphone-Integration verfügen (18 Prozent) und gerade mal 10 Millionen mit einer Tethering-Lösung ausgestattet sein (neun Prozent). Das schnelle Wachstum des vernetzten Kraftfahrzeugmarkts wird zu verbundenen Umsätzen führen, die die Umsätze des Jahres 2012 im Jahre 2018 um das Dreifache übersteigen werden:

  • 24,5 Milliarden € aus fahrzeugintegrierten Diensten wie Verkehrsinformationen, Call-Center-Support und webbasierter Unterhaltung (ausgehend von 9,3 Milliarden € im Jahre 2012)
  • 6,9 Milliarden € aus dem Verkauf von Hardware, wie Telematik-Steuereinheiten (ausgehend von 1,2 Milliarden € im Jahre 2012)
  • 4,5 Milliarden € aus der Bereitstellung von Telematik-Diensten, wie beispielsweise dem Management von Kundenbeziehungen (ausgehend von 1,8 Milliarden € im Jahre 2012)
  • 4,1 Milliarden € aus der Bereitstellung der Konnektivität, wozu auch Umsätze aus mobilen Daten zählen (ausgehend von 814 Millionen € im Jahre 2012)

Dank behördlicher Mandate wie eCall werden Dienste wie Sicherheit zu den von vernetzten Kraftfahrzeugen am häufigsten unterstützten Diensten gehören, und ausgehend von 7 Millionen Fahrzeugen im Jahre 2012 werden bis 2018 weltweit voraussichtlich 41,7 Millionen Fahrzeuge verkauft werden. Fahrzeugintegrierte Infotainment-Dienste wie Nachrichten, das Wetter, soziale Netzwerke und das Streamen von Musik sollen erwartungsgemäß von 32,1 Millionen Kraftfahrzeugen unterstützt werden (ausgehend von 4,3 Millionen im Jahre 2012), und Navigationsdienste sollen 2018 in 28,5 Millionen Autos verkauft werden, verglichen mit 5,12 Millionen im Jahre 2012. Anwendungen zur Fahrzeugverwaltung, wie Ferndiagnose und -wartung, sollen von 14,8 Millionen Fahrzeugen unterstützt werden. Im Jahre 2012 waren es dagegen 5,5 Millionen.

Angesichts der größeren Nachfrage nach neuen Fahrzeugen in Schwellenländern werden die Maßnahmen des Gesetzgebers in den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China) ferner maßgeblich am vernetzten Automobilmarkt beteiligt sein. Der Gesetzgeber in Russland sieht vor, ein Gesetz zu erlassen, nach dem neue PKW und LKW mit eingebetteten Mobilfunksystemen ausgestattet werden müssen, die im Fall eines Unfalls einen Notruf tätigen. Der Verkauf von Kraftfahrzeugen mit eingebetteter Konnektivität sollte auch von der Gesetzgebung in Brasilien verstärkt werden, nach der alle neuen Fahrzeuge mit Systemen zur Nachverfolgung im Fall eines Diebstahls ausgestattet werden müssen.

„Das Wachstum des vernetzten Automobilmarkts wird auch durch wichtige Initiativen wie beispielsweise dem Forum „Connected Car" der GSMA vorangetrieben, in dem Mobilfunkbetreiber und Automobilhersteller zusammenfinden, um Wachstumsbarrieren zu überwinden und die Geschwindigkeit und den Anklang von Telematik- und Infotainment-Diensten zu verbessern", erklärt O'Hara. „Infolgedessen werden Mobilfunkbetreiber nicht nur bei der Vernetzung aller neuen Autos bis zum Jahre 2025 eine wichtige Rolle spielen, sondern sich zudem in einer hervorragenden Position in der Wertschöpfungskette wiederfinden und ihren Kunden innovative Dienste mit Mehrwert bieten können."

Weitere Informationen zu den Prognosen des SBD finden Sie auf  www.gsma.com/connectedliving/connected-car-forecast-next-five-years.

Weitere Informationen zum mAutomotive-Programm der GSMA finden Sie auf http://www.gsma.com/connectedliving/mautomotive.

Hinweise für Journalisten

[1] Diese Zahlen basieren auf einer umfassenden Analyse einzelner Dienste und stellen eine überarbeitete Version der Top-Down-Prognosen des Whitepaper vom März 2012, 2025 Every Car Connected: Forecasting the Growth and Opportunity, dar, welches von der GSMA und dem SBD gemeinsam herausgegeben wurde.

[2] LMC-Prognosen

[3] Auflistung der verkauften Autos mit eingebetteter Mobilfunktechnologie 2012-2018 nach Region


2012

2018

Weltweiter Verkauf neuer Autos

mit eingebetteter Mobilfunktechnologie

     5,44m

     35,94m

Auflistung nach Region in %



Asien

9 %

14 %

Europa

18 %

49 %

Nordamerika

73 %

19 %

Südamerika

0 %

18 %

Über die GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen von Mobilfunkbetreibern aus aller Welt. In über 220 Ländern vereint die GSMA beinahe 800 weltweite Mobilfunkbetreiber mit mehr als 230 Unternehmen aus dem erweiterten Umfeld des Mobilfunks, darunter Handset-Hersteller, Softwareunternehmen, Anbieter von Ausrüstung und Internetunternehmen sowie Unternehmen in Industriesektoren wie Finanzdienstleistungen, dem Gesundheitswesen, Medien- Logistik- und Energieversorgungsunternehmen. Die GSMA organisiert außerdem branchenweit führende Veranstaltungen wie beispielsweise den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo. 

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