Klimafreundliche Kältetechnik hält Einzug in Supermärkte!

27 Jul, 2012, 11:38 BST von Environmental Investigation Agency (EIA)

LONDON, July 27, 2012 /PRNewswire/ --

Supermarktriese Metro setzt ganz auf FKW-freie Kühlanlagen

Eine klimafreundliche Kühltechnik hält Einzug in europäischen Supermärkten; das zeigt der neueste "Chilling Facts"-Bericht.

Dieser Bericht wird seit seiner Einführung im Jahr 2008 von der in London ansässigen Environmental Investigation Agency (EIA) erstellt und versucht, den Einzelhandel dazu zu bewegen, auf Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) als Kühlmittel zu verzichten, da diese Stoffe ganz erheblich zur Erderwärmung beitragen. Sie sind als Klimakiller Hunderte bis Tausende Male wirksamer als Kohlendioxid (CO2).

Die FKW-Emissionen aus Kühlanlagen des Einzelhandels in Europa beliefen sich auf etwa 20 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr - etwa ein Drittel der jährlichen Treibhausgas-Emissionen Schwedens.

Die führende deutsche Supermarkt-Kette Metro verdient Lob für ihre Maßnahmen zur Verringerung von Leckraten durch die Installation von Türen an den Kühlanlagen, und für ihre Vorreiterrolle bei der Einführung FKW-freier Kühlanlagen im Vorgriff auf die Verpflichtung, bis 2015 komplett ohne FKW auszukommen.

In der Schweiz kommen seit 2010 in allen neuen und sanierten Filialen der Handelskette Coop nur noch FKW-freie Kühlanlagen zum Einsatz; momentan verfügt das Unternehmen über 135 FKW-freie Filialen. 149 Filialen der Migros-Kette arbeiten bereits mit klimafreundlichen Kältemitteln und man hat sich dort verpflichtet, in allen neuen Filialen ohne FKW auszukommen.

In diesem Jahr hat sich der "Chilling Facts"-Report erstmalig auch mit dem europäischen Einzelhandel beschäftigt. Das Timing ist bedeutsam, da die Europäische Union derzeit ihre Politik zu fluorierten Treibhausgasen (F-Gase) überprüft und erwägt schrittweise aus der FKW-Nutzung auszusteigen. Eine solche Entscheidung hätte weitreichende Folgen für die Kältetechnik im Einzelhandel weltweit.

Chilling Facts IV kommt zu dem Ergebnis, dass der europäische Einzelhandel auf den Wandel gut vorbereitet ist, da sich viele Unternehmen bereits heute zu einem schrittweisen Verzicht auf die FKW-Nutzung verpflichtet haben.

Allerdings zeigte die Umfrage in den einzelnen europäischen Ländern auch große regionale Unterschiede bei den Prioritäten in Bezug auf eine klimafreundliche Kältetechnik, wobei sich Nordeuropa als sehr fortschrittlich erwies, während süd- und osteuropäische Handelsketten bisher recht wenig für einen FKW-Ausstieg getan haben.

Was jetzt gebraucht wird, ist eine Gesetzgebung, die allen Marktteilnehmern gleiche Chancen einräumt, und bisher zögerliche Handelsketten dazu zwingt, ihrer Verantwortung für das Klima gerecht zu werden.

"Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie stark sich europäische Handelsketten für eine klimafreundliche Kältetechnik engagieren", sagte die EIA-Umweltaktivistin Fionnuala Walravens. "Der schweizerische Einzelhandel hat bewiesen, dass FKW-freie Kältetechnik nicht nur gut für das Klima ist, sondern auch kostengünstig und energieeffizient sein kann."

Auf dem europäischen Festland verfügten die 10 führenden von EIA befragten Einzelhandelsketten über 559 Filialen mit FKW-freier Kältetechnik.

Der Bericht Chilling Facts IV kann auf http://www.eia-international.org/chilling-facts-iv eingesehen bzw. von dort heruntergeladen werden.

Interviews auf Anfrage: Bitte wenden Sie sich an Fionnuala Walravens unter fionnualawalravens@eia-international.org oder Telefon +44(0)20-7354-7960.

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