Luxushotel führt symbolischen Protest gegen Putin

11 Feb, 2014, 06:25 GMT von LLH

OSLO, Norwegen, February 11, 2014 /PRNewswire/ --

- From Oslo to Sochi with Love

Wenn Gäste des mondänsten Hotels Norwegens anreisen, dem Hotel The Thief in Oslo, werden sie von mehreren sich küssenden Paaren begrüßt - heterosexuellen, homosexuellen und aus verschiedenen ethnischen Gruppen bestehend - eine leidenschaftliche Unterstützung der weltweiten Principle-6-Kampagne. Hinter der Initiative stehen die Veranstalter von Europride 2014 und der norwegische Hotel-Tycoon Petter Stordalen.

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Nicht nur in Sochi übertrumpfen die Norweger Marit Bjørgen, Ole Einar Bjørndalen, Ståle Sandbech und Heidi Weng die Russen. In der norwegischen Hauptstadt Oslo wird Vladimir Putin derzeit ein Einblick in den wahren olympischen Geist gewährt. Die norwegische Sängerin Annie und der norwegische Künstler Bjarne Melgaard sind die Drahtzieher von "Russian Kiss", einem spritzigen Protestsong gegen Putin samt Video, in dem sich Paare sämtlicher sexueller Orientierungen nacheinander küssen. Durch den Song inspiriert, haben der norwegische Forbes-Milliardär Petter Stordalen und die norwegische Organisation für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transsexuelle entschieden, das Video für ihren zweiwöchigen Protest gegen Putin einzusetzen.

Anti-Putin-Pop

"Während die norwegischen Athleten in Sochi auf dem Podium stehen, stehen bei uns im The Thief Menschenrechte auf dem Plan", so Petter Stordalen

Stordalen hat sein Vorzeige-Hotel für eine olympische Feier der ganz anderen Art zur Verfügung gestellt. Von Zimmer 410 bis zur Straße hin wird während der olympischen Spiele in allen hoteleigenen Fernsehern sowie auf der Webseite des Hotels das Protest-Musikvideo abgespielt. Außerdem tragen die Angestellten Principle-6-Kleidung, die speziell hierfür von der renommierten Designerin Jenny Skavlan entworfen wurde.

"Putin und die furchtbaren, menschenunwürdigen Machenschaften Russlands waren die Inspiration für ,Russian Kiss'. Für mich symbolisiert dieses Video - um es mit den Worten eines Journalisten zu sagen - einen großen, fetten, visuellen Mittelfinger an die homophoben Gesetze in Russland", so Bjarne Melgaard.

Die norwegische Kulturministerin Thorhild Widvey erklärte: "Ich unterstütze die Principle-6-Kampagne. Sie hebt auf positive Art die Grundsätze der Olympischen Spiele hervor, laut derer jegliche Art der Diskriminierung gegen den olympischen Geist verstößt."

Schwerwiegende Verstöße

Im Hinblick auf die neuen homophoben Gesetze Russlands erklärt Stordalen: "Als Geschäftsmann ist es mir unverständlich, warum jemand 50 Milliarden US-Dollar darin investiert, die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu ziehen, nur um dann zu demonstrieren, dass man nicht einmal die wesentlichsten Menschenrechte einhält. Das Wunderbare an unserer Welt ist doch, dass sie so facettenreich ist. Ich habe schon immer versucht, mein Zuhause, mein Büro und meine Hotels mit den facettenreichsten Menschen zu füllen."

Bård Nylund, President der norwegischen Organisation für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transsexuelle, stimmt ihm zu: "Die überwältigende Resonanz auf die Principle-6-Kampagne ist so wichtig, weil die Verstöße gegen die Menschenrechte in Russland so weitreichend und schwerwiegend sind. Viele Menschen möchten der olympischen Bewegung eine ganz klare Botschaft zukommen lassen - dass sie ihre eigenen Grundsätze einhalten muss."

Diesen Juni findet in Oslo die Europride statt, und auch Bürgermeister Fabian Stang ist der Meinung, dass man von Putin etwas lernen kann: "Der Tag, an dem die grundlegenden Menschenrechte wieder eingehalten werden, wird ein stolzer Tag für die Russen sein."

Weitere Informationen erhalten Sie vonBård Nylund, President der norwegischen Organisation für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transsexuelle: +47-950-56-383 / bard@llh.no

Kostenlose Fotos und Videos sind nur mit dem Quellennachweis Frederic Esnault/Friendly Films zu verwenden.

Video "Russian Kiss": http://www.youtube.com/watch?v=tBO7F0PJP48


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