Multiven legt formelle Kartellbeschwerde gegen Cisco Systems bei Europäischer Kommission ein

10 Sep, 2013, 18:58 BST von Multiven

ZÜRICH, Schweiz, September 10, 2013 /PRNewswire/ --

Die Multiven GmbH ("Multiven") gab heute bekannt, das Unternehmen habe am 20. August 2013 eine formelle kartellrechtliche Klage gegen Cisco Systems ("Cisco") bei der Europäischen Kommission eingereicht. Ziel ist es, den Markt für Netzwerk-Wartungsdienste für Cisco-Ausstattung zu öffnen, einen freien und fairen Wettbewerb zu gewährleisten und dem Kunden gleichzeitig Auswahl und Qualität zu bieten. In seiner Beschwerde legt das Unternehmen Multiven dar, Cisco missbrauche seine marktführende Stellung und schade den Verbrauchern, indem Software für Fehlerbereinigung, Patches und Updates ("Software Updates") für das Betriebssystem und die Anwendungssoftware für die Wartungsdienste ("SMARTnet") miteinander verknüpft und gebündelt würden, ebenso wie durch eine Reihe weiterer illegaler ausschließender und wettbewerbswidriger Handlungen, die dafür konzipiert sind, die Vorrangstellung der Cisco-Ausstattung, die 75 % der weltweiten Internet-Infrastruktur ausmacht, auf dem Markt für Internet-Wartungsdienste beizubehalten.

In der Klage wird dargelegt, dass Cisco diese wichtigen und grundlegenden Software-Updates anders als Apple, Hewlett-Packard, Microsoft u.a. nicht allen Verbrauchern, die das Betriebssystem und Lizenzen für die Anwendungssoftware erworben haben, kostenlos bereitstelle, sondern diese Software-Updates lediglich denjenigen Kunden zur Verfügung stelle, die zusätzlich den kostenpflichtigen SMARTnet-Service abonniert haben.

In der Klage wird ferner vorgebracht, Cisco sei an einer Reihe illegaler ausschließender und wettbewerbsschädigender Handlungen beteiligt. So sollen unter anderem die 52.000 Handelspartner, zu denen Telekommunikations- und Internetdienst-Betreiber im EWR zählen, genötigt worden sein, Verträge mit Multiven abzulehnen und keine hochwertigeren oder preisgünstigeren Dienstleistungen von Multiven und anderen Cisco Independent Service Organization ("ISO"), d.h. von Cisco unabhängigen Anbietern, die im Wettbewerb mit Cisco SMARTnet stehen, zu kaufen oder zu verkaufen.

Diese Handlungen sollten ISOs wie Multiven daran hindern, Cisco-Networking-Ausstattungen anzubieten. Sie hatten innerhalb der Europäischen Union sowie auf dem EWR-Markt für Internet-Netzwerkdienstleister folgende wettbewerbswidrige und schädliche Auswirkungen:

  • Der Wettbewerb auf dem Multi-Milliarden-Euro-Markt für die Wartung und Instandhaltung von Cisco-Netzwerktechnik wurde unterdrückt und praktisch ausgeschaltet. Darüber hinaus wurden die ISOs wirksam vom Wettbewerb und von Gewinnen im Bereich der Wartung von Cisco-Netzwerktechnik ausgeschlossen.
  • Den Kunden wurde die Auswahl aus unterschiedlichen Angeboten vorenthalten und sie waren gezwungen, statt besserer Qualität und günstigerer Wartungsdienstleistungen von ISOs wie Multiven die SMARTnet-Wartungsdienste von Cisco zu kaufen; und
  • die Verbraucher wurden geschädigt, da die überhöhten Preise beibehalten und noch weiter erhöht wurden, während die Quantität, Qualität und die Auswahl der Dienstleistungsangebote auf dem Markt eingeschränkt wurden.

"Bei jedem Cyber-Angriff wird ein Defekt in der Software genutzt", erklärte Peter Alfred-Adekeye, Gründer und CEO von Multiven. "Die Weigerung Ciscos, denjenigen Kunden, die die Software des Unternehmens erworben haben, alle Software-Updates kostenlos verfügbar zu machen, verhindert nicht nur einen freien und fairen Wettbewerb, sondern setzt das Internet auch täglich dem Risiko vermeidbarer Cyber-Angriffe aus."

Multiven-Präsident Deka Yussuf erläuterte: "Ein weiteres Paradebeispiel der Vormachtstellung Ciscos ist der ständige Widerstand gegen die weltweite Einführung kostensparender Innovationen wie Software Defined Networking."

Multiven wurde 2005 gegründet, um Unternehmen, die Internet-Netzwerktechnik aller Marken nutzen, preiswerte, moderne Wartung anzubieten, damit sie ihre Netzwerke reibungslos betreiben können. Die Eigentümer von Cisco-Hardware zögern jedoch, mit Angeboten von Multiven oder anderen unabhängigen Anbietern von Wartungstechnik für ihre Cisco-Ausstattung zu arbeiten, da sie ohne SMARTnet keinen Zugang zu wichtigen Fehlerbehebungen von Cisco haben.

Multiven macht in seiner Klage eine Verletzung des europäischen Wettbewerbsrechts durch Cisco geltend. Das Unternehmen missbrauche seine Vormachtstellung auf verschiedene Weise, unter anderem durch:

  • die Bindung von Fehlerbehebungs-Software an die Dienstleistungen und die Wartung der firmeneigenen Internet-Netzwerktechnik;
  • die Weigerung, Software zur Fehlerbehebung separat anzubieten;
  • die Verknüpfung des Vertriebs von Internet-Netzwerktechnik mit den eigenen Produkten zur Nachrüstung; sowie
  • ein überhöhtes Preisniveau.

Die von Multiven geforderten Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass der Kunde die vollständig freie Wahl hat, was zu reduzierten Kosten für Voice-, Video- und Datenzugang für den Verbraucher im Internet führen und gleichzeitig sicherstellen soll, dass sich der Bereich der Wartungsdienste für internetfähige Geräte zu einem offenen, fairen und wettbewerbsfähigen Markt entwickelt, auf dem Cisco fortan einzig aufgrund der Qualität und des Werts seiner Dienstleistungen bestehen kann.

Informationen zu Multiven
Multiven ist der führende Anbieter cloud-basierter Verwaltungs- und Wartungsdienstleistungen für alle internetfähigen Geräte. Indem Multiven Service-as-a-Utility dank des cloud-basierten, weltweiten Mitarbeiternetzwerks an hochrangigen Netzwerk-Experten anbietet und für führenden Konsumentenschutz sorgt, der dem Kunden Auswahl und Qualität gewährleistet, kann sich das Unternehmen seiner Mission widmen, das Internet weltweit verlässlich und erschwinglich allen verfügbar zu machen. Weitere Informationen zu Multiven finden Sie auf http://www.multiven.com.

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