Präsentation von Daten aus der täglichen klinischen Praxis zu Perampanel auf dem Europäischen Epilepsiekongress (ECE) 2014

30 Jun, 2014, 00:01 BST von Eisai Europe Limited

HATFIELD, England, June 30, 2014 /PRNewswire/ --

Ebenfalls erstmaligeVorstellung von weiterführenden Datenanalysen auf Grundlage der Phase-III-Zulassungsstudien zu Perampanel auf dem ECE 

Daten der täglichen klinischen Praxis zu Perampanel wurden in Form von 10 Abstracts in der Zeitschrift Epilepsia veröffentlicht und werden diese Woche erstmalig beim XXI. Europäischen Epilepsiekongress (ECE) in Stockholm, Schweden, vorgestellt. Darüber hinaus werden auf dem Kongress Subgruppenanalysen aus den Phase-III-Zulassungsstudien zu Perampanel präsentiert. Perampanel ist angezeigt als Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 12 Jahren.[1]

In den 10 von Eisai unterstützten Beobachtungsstudien werden Erfahrungen der medizinischen Praxis mit Perampanel als Zusatztherapie bei über 350 therapierefraktären Patienten an verschiedenen Studienzentren in Großbritannien und Österreich beschrieben.[2]-[11] Die Daten zeigen, dass Perampanel bei verschiedenen Patientengruppen wirksam und gut verträglich ist. Dies gilt auch für therapierefraktäre Patienten bzw. bei Patienten mit einer hohen Anzahl von Begleiterkrankungen.

In zwei weiteren Abstracts wurden stoffwechselphysiologische Parameter aus den gepoolten globalen Phase-III-Zulassungsstudien zu Perampanel (n = 1480)[12 und einer offenen Verlängerungsstudie (n = 1186) ausgewertet.[13] Die Ergebnisse verweisen darauf, dass die Blutfett- (Cholesterin- und Triglyceridwerte) und Blutzuckerwerte bei verschiedenen Perampanel-Dosen (bis zu 12 mg täglich) stabil blieben. Gewichtszunahme war das häufigste im Verlauf der Behandlung aufgetretene unerwünschte Ereignis in Hinblick auf Stoffwechselstörungen, das in beiden Studien beobachte wurde.[12],[13]

Eine Studie zum Einfluss von Perampanel auf das Verhalten von Jugendlichen mit therapierefraktären fokalen Anfällen (12-17 Jahre, n = 133) ist das Thema eines weiteren Abstracts beim ECE.[14]

"Daten wie diese tragen zusätzlich zur Evidenz bei, die die Anwendung von Perampanel bei Erwachsenen und Jugendlichen mit therapierefraktärer Epilepsie unterstützt. Antiepileptika wie Perampanel - mit nachgewiesener Wirkung und einem im Vergleich zu anderen Antiepileptika völlig anderen Wirkmechanismus - stellen wichtige zusätzliche Therapieoptionen dar", stellte Christoph Baumgartner vom Neurologischen Rehabilitationszentrum Rosenhügel (Krankenhaus Hietzing) in Wien fest.

Perampanel ist das einzige zugelassene Antiepileptikum, das selektiv an AMPA-Rezeptoren angreift - ein Protein im Gehirn, das bei der Ausbreitung von epileptischer Aktivität eine entscheidende Rolle spielt.[15] Der Wirkmechanismus von Perampanel unterscheidet sich von allen anderen derzeit erhältlichen Antiepileptika. Perampanel bietet zudem den Vorteil, dass es nur einmal täglich abends vor dem Schlafengehen eingenommen werden muss[1] und, was besonders wichtig ist, es ist gegenwärtig die einzige innovative medikamentöse Zusatzbehandlung für fokale Anfälle, die schon seit der Markteinführung auch für Jugendliche zugelassen ist.

Die beim ECE vorgestellten Daten unterstreichen Eisais human health care Philosophie (hhc), das Engagement des Unternehmens für innovative Lösungen in den Bereichen Vorbeugung, Versorgung und Heilung. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen in aller Welt. Eisai ist stolz darauf, aktuell in der Region EMEA mehr Epilepsieprodukte als jedes andere Unternehmen anzubieten.

Hinweise an die Redaktion  

Über Perampanel 

Perampanel ist angezeigt als Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 12 Jahren.[1]

Perampanel ist ein hochselektiver, nichtkompetitiver Glutamat-Rezeptor-Antagonist des Typs AMPA (α -Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolpropionsäure), der seine Wirksamkeit bei der Anfallsreduktion in Studien der Phasen II und III unter Beweis gestellt hat. AMPA-Rezeptoren vermitteln über den Neurotransmitter Glutamat exzitatorische Signale. Es wird davon ausgegangen, dass sie eine Rolle bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems spielen, die sich durch übermäßige exzitatorische Signalübertragung auszeichnen, darunter Epilepsie.[1]

Über die gepoolten Perampanel-Daten[16] 

Das wichtigste Ziel der gepoolten Analyse der Ergebnisse der drei Phase-III-Studien (304[17], 305[18] und 306[19]) war der Vergleich der Wirksamkeit und Verträglichkeit einer einmal täglichen Perampanel-Dosis als Bestandteil einer Kombinationstherapie bei Patienten im Alter ab 12 Jahren mit fokalen Anfällen, die mit einem bis drei Antiepileptika keine Anfallskontrolle erreichen konnten, gegenüber Placebo. Der primäre Endpunkt der drei Studien war die Responderrate (definiert als Anteil der Patienten, bei dem über die Zeitspanne von 28 Behandlungstagen die Anfallshäufigkeit um mindestens 50 % gesenkt werden konnte).

Die Daten aller Wirksamkeitsendpunkte der Studien 304, 305 und 306 wurden nach randomisierter Behandlung gepoolt, d. h. Placebo bzw. 2, 4, 8 oder 12 mg Perampanel. Die vollständige ITT (Intention-to-Treat)-Gruppe zur Analyse umfasste 1478 Patienten aus den Studien 304 (n = 387), 305 (n = 386) und 306 (n = 705).

Die Ergebnisse der gepoolten Analyse zeigten, dass die mediane Reduzierung Häufigkeit fokaler Anfälle mit Perampanel (4 mg: -23,3 %, 8 mg: -28,8 % und 12 mg: -27,2%) stärker ausfiel als mit Placebo (-12,8 %; p < 0.01, jede Dosis vs. Placebo). Auch die 50%-Responderraten waren mit Perampanel (4 mg: 28,5 %, 8 mg: 35,3 % und 12 mg: 35,0 %) höher als mit Placebo (19,3 %; p < 0.05, jede Dosis vs. Placebo). Die mediane Reduzierung komplex-fokaler Anfälle fiel mit Perampanel (4 mg: -31,2 %, 8 mg: -35,6 % und 12 mg: -28,6 %) stärker aus als mit Placebo (-13,9 %). Perampanel wurde allgemein gut vertragen und die meisten unerwünschten Ereignisse waren leicht bis mittelschwer.

Über die Studie 307[20] 

Die offene Phase-III-Verlängerungsstudie (n = 1.218) mit Patienten aus den Zulassungsstudien 304[17], 305[18], 306[19] wurde durchgeführt, um die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von Perampanel bei der langfristigen Behandlung als Zusatztherapie bei Patienten mit therapierefraktären fokalen Anfällen zu beurteilen.

Patienten ab 12 Jahren, die bei Studienbeginn trotz Behandlung mit einem bis drei Antiepileptika weiterhin unter fokalen Anfällen litten, schlossen die Phase-III-Studie mit Perampanel ab und wurden in die Verlängerungsstudie 307 aufgenommen (NCT00735397). Die Patienten wurden während der Umstellungsphase verblindet auf ihre individuelle maximal tolerierte Dosis (bis zu 12 mg/Tag) titriert, im Anschluss daran folgte eine offene Erhaltungsphase. Die Ergebnisse bezüglich Behandlungsdauer, Sicherheit (unerwünschte Ereignisse, Vitalzeichen, Gewicht, Elektrokardiographie [EKG], Laborwerte) und des Auftretens von epileptischen Anfällen wurden analysiert. Die wichtigsten Daten wurden auch unter Berücksichtigung der jeweiligen geografischen Regionen beurteilt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Responderrate und die mediane prozentuale Änderung im Vergleich zu den Baselinewerten nach der Titrationsphase und Umstellung auf Perampanel stabil blieben: Diese Parameter lagen nach neun Monaten beide bei 46 % (980 Patienten mit einer Exposition ≥ 9 Monate) und nach 2 Jahren bei 58 % bzw. 60 % (337 Patienten mit einer Exposition von 2 Jahren).Bei Patienten, die bei Baseline an sekundär generalisierten Anfällen litten, wurde nach einer mindestens zweijährigen Behandlung mit Perampanel eine Reduzierung der sekundär generalisierten Anfälle um bis zu 90 % beobachtet (n = 141). Unter den 694 Patienten, für die Erhaltungstherapiedaten von mindestens einem Jahr vorlagen, waren 5,3 % während des gesamten Jahrs anfallsfrei.

Die Studie ergab bei einer medianen Dosis von 10,6 mg/Tag über 3,3 Jahre eine gute Verträglichkeit von Perampanel bei den 1216 Patienten. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse, die bei ≥ 10 % der Patienten gemeldet wurden, waren Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit und Gewichtszunahme. Nur Schwindel und Reizbarkeit waren Gründe für einen Studienabbruch bei > 1 % der Patienten (3,9 % bzw. 1,3 %).

Die Sicherheitsdaten und die Wirkung auf Anfälle waren über die vielen geographischen Regionen und ethnischen Gruppen ähnlich (249 Zentren in 39 Ländern). Die Retention zum Ende der Studie war hoch (durchschnittlich 58,5 %).

Über Epilepsie 

Epilepsie ist eine der weltweit häufigsten neurologischen Erkrankungen und betrifft ca. 8 von 1000 Menschen in Europa; weltweit wird die Zahl auf rund 50 Millionen Menschen geschätzt.[21],[22] Epilepsie ist eine chronische Erkrankung, von der Menschen aller Altersgruppen betroffen sind. Sie ist durch abnorme neuronale Entladungen im Gehirn gekennzeichnet, die krampfartige Anfälle auslösen. Anfälle können in der Stärke (von kurzen Aussetzern der Aufmerksamkeit oder Muskelzucken bis hin zu langanhaltenden schweren Konvulsionen) variieren. Je nach Anfallsform können diese auf bestimmte Teile des Gehirns beschränkt sein oder als generalisierte Anfälle den ganzen Körper betreffen. Die Häufigkeit der Anfälle variiert ebenso von weniger als einmal pro Jahr bis hin zu mehrmals pro Tag. Epilepsie kann viele mögliche Ursachen haben; jedoch ist die Ursache häufig unbekannt.

Über Eisai EMEA und Epilepsie  

Eisai engagiert sich für die Entwicklung und Verbreitung von hochwirksamen, neuen Behandlungsoptionen, die die Lebensqualität von Epilepsiepatienten verbessern sollen. Die Entwicklung von Antiepileptika ist ein strategisch wichtiges Geschäftsfeld von Eisai in Europa, Nahost, Afrika, Russland und Ozeanien (EMEA).

Eisai vermarktet im EMEA-Raum zurzeit die folgenden vier Antiepileptika:

  • Perampanel als Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 12 Jahren.
  • Zonisamid als Monotherapie zur Behandlung fokaler Anfälle (mit oder ohne sekundäre Generalisierung) bei erwachsenen Patienten mit neu diagnostizierter Epilepsie und als Zusatztherapie zur Behandlung fokaler Anfälle (mit oder ohne sekundäre Generalisierung) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahre (Zonisamid ist unter Lizenz von Dainippon Sumitomo Pharma).
  • Eslicarbazepinacetat als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung (Eslicarbazepinacetat ist unter Lizenz von BIAL).
  • Rufinamid zur Zusatzbehandlung von mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom in Verbindung stehenden Anfällen; für Patienten ab 4 Jahren. (Rufinamid wurde ursprünglich von Novartis entwickelt).

Über Eisai 

Eisai ist eines der weltweit führenden forschungs- und entwicklungsorientierten (F & E) Pharmaunternehmen und hat sein Unternehmensleitbild wie folgt definiert: Im Mittelpunkt stehen die Patienten und ihre Angehörigen sowie die Verbesserung der Gesundheitsfürsorge - wir nennen dies human health care (hhc).

Eisai konzentriert seine F&E-Aktivitäten auf drei Kernbereiche:

  • Neurowissenschaften, einschließlich Alzheimerkrankheit, Epilepsie, Schmerz und Gewichtsmanagement
  • Onkologie, einschließlich Krebstherapien, Tumorregression, Tumorsuppression und Antikörper
  • Vaskuläre/immunologische Erkrankungen, Thrombozytopenie, rheumatoide Arthritis, Psoriasis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Mit Niederlassungen in den USA, Asien, Europa und seinem Binnenmarkt Japan beschäftigt Eisai mehr als 10.000 Menschen weltweit. Von seinem EMEA "Knowledge Centre" in Hatfield aus expandiert Eisai seine Geschäftstätigkeit in den erweiterten europäischen Raum, den Nahen Osten, Afrika, Russland und Ozeanien. Eisai EMEA unterhält Vertriebs- und Marketingaktivitäten in über 20 Märkten, darunter in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, der Schweiz, Schweden, Irland, Österreich, Dänemark, Finnland, Norwegen, Portugal, der Tschechischen Republik, der Slowakei, den Niederlanden, Belgien, Russland und dem Nahen Osten.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website http://www.eisai.co.uk  

Referenzen 

1. Perampanel Fachinformation, Stand November 2013 (http://www.medicines.org.uk/emc/medicine/26951/ )

2. Philip S et al. Efficacy and tolerance of perampanel in pharmacoresistant epilepsy in children and young people. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P126

3. Sieradzan K et al. Efficacy and tolerability of perampanel in patients with refractory partial epilepsy in a tertiary epilepsy centre. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P137  

4. Parrett M et al. A service evaluation of perampanel in Cornwall. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P334  

5. Flynn C et al. Seizure response to perampanel in a severe refractory group of epilepsy patients. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P343  

6. Manidakis I et al. Perampanel in the treatment of epilepsy; a multicentre evaluation. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P562  

7. Geldard J et al. A service evaluation of perampanel at Leeds General Infirmary. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P335  

8. Coyle H et al. Clinical experience with perampanel in a regional epilepsy clinic. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P563  

9. Lawthom C et al. Perampanel in South Wales: A multi-centre clinical evaluation. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P138  

10. Kelly K et al. Adjunctive perampanel in highly drug-resistant localization-related epilepsy - a prospective audit. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P119  

11. Baumgartner C et al. First clinical experiences with perampanel in Vienna. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P573  

12. Brodie MJ et al. Evaluation of metabolic parameters over time in the perampanel pooled Phase III epilepsy studies. Abstract präsentiert beim ECE 2014. 009 13. Patsalos PN et al. Effects of perampanel on metabolic parameters in patients with refractory partial-onset seizures in extension study 307. Abstract präsentiert beim ECE 2014. 010  

13. Patsalos PN et al. Effects of perampanel on metabolic parameters in patients with refractory partial-onset seizures in extension study 307. Abstract präsentiert beim ECE 2014. 010

14. Lagae L et al. Impact of adjunctive perampanel on behaviour in adolescents with refractory partial-onset seizures. Abstract präsentiert beim ECE 2014. P558

15. Rogawski MA. Revisiting AMPA receptors as an antiepileptic drug target. Epilepsy Currents 2011:11:56-63

16. Steinhoff B et al. Efficacy and safety of adjunctive perampanel for the treatment of refractory partial seizures: a pooled analysis of three Phase III studies. Epilepsia 2013:54(8): 1481-9

17. French JA et al. Adjunctive perampanel for refractory partial-onset seizures. Randomized phase III study 304. Neurology 2012; 79(6): 589-596

18. French JA et al. Evaluation of adjunctive perampanel in patients with refractory partial-onset seizures: Results of randomized global phase III study 305. Epilepsia 2013:54(1): 117-125

19. Krauss GM et al. Randomized phase III study 306: Adjunctive Perampanel for refractory partial-onset seizures. Neurology 2012; 78(18): 1408-1415

20. Krauss GL et al. Long-term safety of perampanel and seizure outcomes in refractory partial-onset seizures and secondarily generalised seizures: Results from Phase III extension study 307. Epilepsia 2014; DOI: 10.1111/epi.12643 (verfügbar unter http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/epi.12643/pdf)

21. Epilepsy in the WHO European Region: Fostering Epilepsy Care in Europe. http://www.ibe-epilepsy.org/downloads/EURO%20Report%20160510.pdf (Zugriff: Juni 2014)

22. Pugliatti M et al. Estimating the cost of epilepsy in Europe: A review with economic modeling. Epilepsia 2007:48(12): 2224-2233.

Stand: Juni 2014
Jobcode: perampanel-UK2160b

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