Vitamin D-Mangel mit Fettlebererkrankung bei britischen Kindern in Verbindung gebracht

13 Apr, 2014, 13:17 BST von European Association for the study of the Liver

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LONDON, April 13, 2014 /PRNewswire/ --



Eine britische Studie[1] zur Untersuchung der Verbindung zwischen Vitamin D-Mangel und nicht alkoholbedingter Fettlebererkrankung (NAFLD) bei britischen Kindern hat eine genetische Variante aufgedeckt, die mit der Schwere der Erkrankung assoziiert ist.

Die vom pädiatrischen Leberzentrum des King's College Hospital und der medizinischen und biowissenschaftlichen Fakultät der Universität von Surrey durchgeführte und von der Children's Liver Disease Foundation finanzierte Forschungsarbeit analysierte retrospektiv die medizinischen Unterlagen von 120 pädiatrischen Patienten mit NAFLD.

Die Befunde könnten erhebliche Implikationen für britische Ärzte haben, insbesondere angesichts der steigenden Zahl von NAFLD-Fällen bei Kindern. Für den hohen Vitamin D-Mangel und eine Zunahme der Rachitis-Fälle wird die Adipositas-Epidemie verantwortlich gemacht, denn immer mehr Kinder spielen im Haus, nicht draußen, und bekommen zudem ein Übermaß an Sonnencreme.

EASL-Erziehungsberater Professor Jean-Francois Dufour von der Universitätsklinik für viszerale Chirurgie und Medizin an der Universität von Bern, Schweiz, sagte: "Die Daten unterstützen neuere Untersuchungen, bei denen eine Assoziation zwischen Vitamin D-Mangel und dem Auftreten von NAFLD beobachtet wurde, und sind ein wichtiger Schritt, um Ärzten zu helfen, den Anstieg von NAFLD bei Kindern in der westlichen Welt zu verstehen."

"Die Identifizierung eines Gens, das sich auf den Krankheitsverlauf auswirkt, ist ein Schritt in die richtige Richtung und kann potenziell zur Entwicklung neuer Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten führen, um diesem zunehmenden Problem entgegenzutreten", führte Professor Dufour weiter aus. "Weitere Forschungen auf diesem Gebiet sind erforderlich und ich sehe den künftigen Entwicklungen hoffnungsvoll entgegen."

Mit dem Begriff NAFLD wird der Aufbau von Fettzellen in der Leber bei Menschen beschrieben, die nicht übermäßig viel Alkohol trinken.[2] NAFLD ist auf bestem Wege, die weltweit häufigste Lebererkrankung zu werden, ist die häufigste persistente Lebererkrankung in westlichen Ländern und betrifft schätzungsweise 10 % aller europäischen Kinder.[3] Insgesamt hat die Krankheit in Europa eine Prävalenz von 20 bis 30 %.[4],[5]

Bei den betroffenen Patienten werden ganzjährig geringe Vitamin D-Blutspiegel beobachten, nicht nur in den Wintermonaten, und bei der Mehrheit der Proben ist der Vitamin D-Spiegel im Vergleich mit britischen und US-Gesundheitsstandards mangelhaft oder unzureichend. Die Studie entdeckte außerdem eine Variante des NADSYN1-Gens, das mit der Schwere von NAFLD assoziiert ist.

Haftungsausschluss: die in dieser Pressemitteilung erwähnten Daten beruhen auf dem vorgelegten Abstrakt. Neuere Daten werden evtl. auf dem International Liver Congress™ 2014 präsentiert.  

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EASL ist die führende europäische wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Forschung und Aufklärung im Bereich Hepatologie. EASL zählt führende Hepatologie-Experten zu ihren Mitgliedern und verfügt über eine beeindruckende Erfolgsbilanz bei der Förderung der Erforschung von Leberkrankungen, Ausweitung der Aufklärung und Unterstützung von Änderungen des Herangehens an Lebererkrankungen in Europa.

Die Schwerpunktarbeit von EASL in der Aufklärung und Forschung erfolgt über zahlreiche Veranstaltungen und Initiativen, einschließlich:

  • The International Liver Congress[TM], die weltweit wichtigste wissenschaftliche und professionelle Veranstaltung in der Hepatologie
  • Konferenzen zu einzelnen oder speziellen Themen, Graduiertenkurse und andere unterstützte, über das Jahr verteilte Konferenzen
  • Grund- und Klinikkurse zu Hepatologie. eine Veranstaltungsreihe zur verschiedenen Aspekten der Hepatologie
  • Organisation von Mentorprogrammen und Meisterklassen zur Unterstützung junger Forscher am Anfang ihrer Karriere
  • Journal of Hepatology, eine monatliche Publikation
  • Teilnahme an einer Reihe von Richtlinieninitiativen auf europäischem Niveau

Informationen zum International Liver Congress[TM]2014

Der International Liver Congress™ 2014, das 49. Jahrestreffen der European Association for the study of the Liver, findet am 9.-13. April 2014 im ExCel London statt. Der Kongress bringt jährlich über 9000 Ärzte und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen und bietet Gelegenheit, die neuesten Forschungsergebnisse, Perspektiven und Behandlungsmöglichkeiten für Leberkrankungen aus dem Mund führender Experten auf diesem Feld zu hören.

1. P.S Gibson et al. VITAMIN D STATUS, PNPLA3 GENOTYPE AND RISK OF NON-ALCOHOLIC FATTY LIVER DISEASE SEVERITY IN A UK PAEDIATRIC POPULATION. Abstrakt der Präsentation auf dem International Liver Congress™ 2014

2. NASH. British Liver Trust. Verfügbar unter http://www.britishlivertrust.org.uk/home/the-liver/liver-diseases/fatty-liver-and-non-alcoholic-steatohepatitis-nash.aspx, Zugriff am 19.03.10 [http://www.britishlivertrust.org.uk/home/the-liver/liver-diseases/fatty-liver-and-non-alcoholic-steatohepatitis-nash.aspx, Zugriff am 19.03.10 ].

3. World Gastroenterology Organisation. World Gastroenterology Organisation Global Guidelines: Nonalcoholic Fatty Liver Disease

and Nonalcoholic Steatohepatitis. Verfügbar unter http://www.worldgastroenterology.org/assets/export/userfiles/2012_NASH%20and%20NAFLD_Final_long.pdf [http://www.worldgastroenterology.org/assets/export/userfiles/2012_NASH and NAFLD_Final_long.pdf ], Zugriff am 24.03.14.  

4. Fatty Liver. Medicine Net. Verfügbar unter http://www.medicinenet.com/fatty_liver/page4.htm, Zugriff am 19.03.14

5. Bellentani S,  Scaglioni F, Marino M. and Bedogni G. Epidemiology of Non-Alcoholic Fatty Liver Disease. Digestive Diseases 2010; 28: 155-161

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