Weltweite Studie stellt fest, dass 58 % der „Generation Mobile" sich in einem Mobile IT-Zwiespalt befinden

21 Apr, 2015, 05:00 BST von MobileIron

-- Die Mobile IT-Arbeitswelt benötigt eine Neufassung der Unternehmensrichtlinien

MOUNTAIN VIEW, Kalifornien, 21. April 2015 /PRNewswire/ -- Die Vermischung von Arbeits- und Privatleben als Folge des umfassenden Einsatzes von Smartphones und Tablets, erzeugt bei einer Mehrzahl der Arbeitenden moralisches Unbehagen. In einer neue Studie von MobileIron:gaben 58 % der befragten Arbeitnehmer, bei denen Smartphone oder Tablet zentrale Arbeitsgeräte sind, an, dass sie bei der Vermischung von Beruflichem und Privaten ein schlechtes Gewissen haben. Der MobileIron Gen M Survey, eine weltweite Befragung von über 3.500 Voll- und Teilzeitfachkräften, die mobile Geräte für ihre Arbeit verwenden, identifiziert eine neue Gruppe in der Arbeitswelt,  die Generation Mobile oder „Gen M". Den Kern der Gen M, bei der sich im Alltag berufliche und private Aktivitäten weit mehr als beim Rest der Bevölkerung stark vermischen,  bilden laut MobileIron-Studie Männer zwischen  18 - 34 Jahren und  Personen mit Kindern unter 18 Jahren, die im selben Haushalt leben.

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Der von Harris Poll im Auftrag von MobileIron zwischen Dezember 2014 und Januar 2015 durchgeführte MobileIron Gen M Survey konzentrierte sich auf Fachkräfte in Frankreich, Deutschland, Japan, Spanien, UK und USA. Weitere Informationen über den MobileIron Gen M Survey finden Sie auf https://www.mobileiron.com/de/gen-m.

Mobilfunkgeräte sind die Auslöser für die Vermischung von Arbeits- und Privatleben bei der Gen M
Im Durchschnitt erledigt die Gen M über ein Viertel ihrer Arbeit (26 %) auf Smartphones oder Tablets, verglichen mit 17 % bei Nicht-Gen-M-Fachkräften. Mobilfunkgeräte spielen auch die Hauptrolle beim "Shadow Tasking". Damit ist gemeint, dass die Gen M während der Arbeitszeit  persönliche Angelegenheiten mobil erledigt, im Gegenzug aber auch berufliche Aufgaben in der eigentlich arbeitsfreien Zeit erfüllt.

  • 82 % der Gen M führen während der Arbeitszeit mindestens eine private Tätigkeit auf mobilen Geräten durch, verglichen mit 72 % der Nicht-Gen-M-Fachkräfte.
  • 64 % der Gen M führen während der arbeitsfreien Zeit mindestens eine arbeitsbezogene Tätigkeit auf mobilen Geräten durch, verglichen mit 54 % der Nicht-Gen-M-Fachkräfte.

Viele in der Gen M empfinden ein moralisches Unbehahgen     
Die ständig vorhandenen Zugriffsmöglichkeiten auf berufliche und private Inhalte hat für die Gen M jedoch ihren Preis: Moralisches Unbehagen.. Auf die Frage, wie sie normalerweise auf die Vermischung von Arbeits- und Privataktivitäten reagieren, erklärten:

  • 61 % der Gen M, sie hätten ein schlechtes Gewissen, wenn sie arbeitsbezogene Mitteilungen während der Freizeit erhalten, verglichen mit 47 % der Nicht-Gen-M-Arbeitskräfte.
  • 58 % der Gen M, sie hätten ein schlechtes Gewissen, wenn sie persönliche Mitteilungen während der Arbeitszeit erhalten, verglichen mit 46 % der Nicht-Gen-M-Arbeitskräfte.

„Mobile IT  ändert grundlegend die Art, wie wir arbeiten und leben", sagt Bob Tinker, CEO von MobileIron. „Die Gen M Studie spiegelt unserer Meinung nach  die gerade entstehende Kultur einer umfassenden Vernetztheit innerhalb des modernen Geschäftslebens wider. Zukunftsorientierte Unternehmen beschäftigen sich mit dieser Veränderung und es ist ihnen bewusst, dass Mobile IT  sowohl eine Aufgabe für die Personalentwicklung als auch eine Technologieinitiative ist. Damit Unternehmen die besten und intelligentesten Mitarbeiter  anwerben  und binden  können, müssen sie Unternehmens-Richtlinien neu definieren, sodass sie den Vorstellungen der Mitarbeiter in puncto Arbeitswelt und Privatleben besser entsprechen. ."

Deutsche Gen-M-Mitarbeiter würden kündigen, wenn der Arbeitgeber ihre Flexibilität einschränkt
Deutsche Gen-M-Arbeitskräfte schätzen Shadow Tasking als Möglichkeit, ihre arbeitsbezogenen und privaten Tätigkeiten während des Tages zu erledigen:

  • Weltweit machen 53 % der Gen-M-Fachkräfte mindestens einen privaten Telefonanruf pro Tag während der Arbeitszeit, verglichen mit 51 % der deutschen Gen-M-Fachkräfte.
  • Weltweit senden 57 % der Gen-M-Fachkräfte mindestens eine private Kurznachricht pro Tag während der Arbeitszeit, verglichen mit 52 % der deutschen Gen-M-Fachkräfte.
  • 60 % der weltweiten und auch der deutschen Gen-M-Fachkräfte prüfen oder senden während der Arbeitszeit mindestens ein Mal pro Tag persönliche E-Mails von ihren Mobilfunkgeräten.

Die Möglichkeit, Arbeits- und Privattätigkeiten zu mischen, ist für deutsche Gen-M-Fachkräfte so wichtig, dass sie ihre Anstellung kündigen würden, wenn der Arbeitgeber private Aktivitäten am Arbeitsplatz verbieten würde. 59 % der deutschen Gen-M-Fachkräfte würden ihren Arbeitsplatz wechseln, wenn der Arbeitgeber Telearbeit verbietet oder ihre Möglichkeit einschränkt, persönliche Aufgaben am Arbeitsplatz zu erledigen, verglichen mit 60 % der weltweiten Gen-M-Fachkräfte.

Shadow Tasking ist ein weltweites Phänomen
Gen-M-Mitarbeitende in allen sechs Ländern des Surveys betreiben intensives Shadow Tasking:

  • Französische Fachkräfte führen besonders häufig mobile Arbeiten durch, während sie fahren.
  • Deutsche Fachkräfte sind besonders von schlechtem Gewissen geplagt, wenn sie persönliche Mitteilungen am Arbeitsplatz erhalten.
  • Japanische Arbeitskräfte führen vergleichsweise selten mobile Arbeiten durch, wenn sie fernsehen.
  • Spanische Fachkräfte führen besonders häufig mobile Arbeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln durch.
  • Britische Fachleute nutzen mehr als ihre Kollegen in den anderen Nationen Mobile IT , um ihr Zuhause  während der Arbeitszeit zu überwachen.
  • US-Fachkräfte arbeiten  mehr als ihre Kollegen in den anderen Nationen gern mobil im Badezimmer.

Wearables erobern den Arbeitsplatz
„Smartwatches wie die Apple Watch sind stark im Kommen ", sagt Tinker. „Diese Wearables erhöhen noch einmal unsere ständige Sende- und Empfangsbereitschaft und sehr wahrscheinlich auch noch einmal das moralische Unbehagen wegen der Vermischung unseres Privatlebens mit arbeitsbezogenen Aufgaben während des Arbeitstages."

Zweiundvierzig Prozent der Gen M besitzen oder werden ein tragbares Gerät, wie die Apple Watch, kaufen. Von diesen planen 95 % die Geräte für arbeitsbezogene Aufgaben zu verwenden, wie z. B.:

  • Annehmen von Telefonanrufen, 58 %
  • Lesen von E-Mails, 56 %
  • Schreiben von E-Mails, 45 %
  • SMS-Empfang  z.B. Erinnerungen an Besprechungstermine 44 %
  • Zugreifen auf Kalender, 40 %
  • Lesen von Dokumenten, 37 %
  • Surfen im Intranet des Unternehmens, 30 %

Unternehmen benötigen zur Unterstützung der Gen M eine Neufassung ihrer Arbeitsbestimmungen
Unternehmen sind in einem ständigen Rennen um die besten und intelligentesten  Köpfe. Bei der Rekrutierung und langfristigen Bindung  von Mitarbeitern werden jene Unternehmen am erfolgreichsten sein, die den Arbeitsstil der Gen M positiv begleiten und unterstützen, sodass kein schlechtes Gewissen bei den Mitarbeitern aufkommt.

Folgende Leitlinien  helfen bei der Entwicklung von Unternehmensrichtlinien, durch die hohe Standards sowohl bei der Arbeitsproduktivität als auch der Fairness gegenüber Mitarbeitern gewährleistet sind:

  • Akzeptieren Sie die geänderten Arbeitsweisen. Zeigen Sie sich offen für die Entscheidungen Ihrer Mitarbeiter bezüglich einer möglichst produktiven Arbeitsweise und schaffen Sie entsprechende Arbeitsumgebungen.

    Gestatten Sie Ihren Mitarbeitern ein hohes Maß an Freiheit bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe; nur dann werden die Mitarbeiter mit ihrer Arbeitsumgebung zufrieden sein und maximale Arbeitsleistung bringen
  • Definieren Sie gemeinsam klare Ziele. Führungskräfte und Mitarbeiter sollten einen Konsens über die zu erreichenden Ziele finden, sodass jeder Mitarbeiter klare Leistungsvorgaben hat, wobei unwichtig ist, wann und wo die dafür notwendige Arbeit getan wird.
  • Definieren Sie klare Grenzen für die Top-Down-Kommunikation. Wenn der Firmenvorstand um 2 Uhr in der Nacht e-Mails an Mitarbeiter versendet, werden sich diese unter Druck gesetzt fühlen und die Mails als nicht hinnehmbare Störung ihres Privatlebens empfinden.
  • Bieten Sie bei BYOD-Konzepten einen finanziellen Ausgleich an. BYOD-Umgebungen sollten so gestaltet sein, dass die Mitarbeiter sich ermutigt fühlen, genau die Tools zu benutzen, die sie für die Erledigung der Arbeit am geeignetsten halten. Die Arbeitgeber sollten in diesem Punkt  auch dadurch ihre Unterstützung deutlich machen, dass sie einen finanziellen Ausgleich für mobile Hard- und Software und weitere Tools anbieten, mit deren Hilfe die Beschäftigten betriebliche und persönliche Aktivitäten während des Tags verbinden können.
  • Sichern Sie Daten selektiv. Schützen Sie Unternehmensdaten; ohne persönliche Daten zu beeinträchtigen, unabhängig davon, wem das Smartphone oder Tablet gehört.

Das Weißbuch mit den vollständigen Empfehlungen und Best Practices können Sie hier herunterladen: https://www.mobileiron.com/de/gen-m.

Methodologie der MobileIron Gen M Studie
Harris Poll führte im Auftrag von MobileIron vom 17. Dezember 2014 bis 22. Januar 2015 eine Onlinebefragung von 3.521 Voll- oder Teilzeitarbeitskräften in Frankreich (502), Deutschland (501), Japan (503), Spanien (500), UK (503) und USA (1012) durch, die mobile Geräte für Arbeitszwecke verwenden. Gen M (1.702) werden als männliche Personen zwischen 18 - 34 Jahren oder Personen definiert, deren Kinder im Alter unter 18 sind und im selben Haushalt leben. Das Sample wurde nach Daten über Alter, Rasse/Ethnizität, Bildung, Region und Haushaltseinkünfte der Bevölkerung in den einzelnen Ländern gewichtet.

Über MobileIron
MobileIron bietet Unternehmen in der ganzen Welt die Grundlage für ihre Verwandlung in Mobile-First Organisationen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mobileiron.com

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