World Heart Federation startet globalen "Fahrplan" zur Bewältigung von Vorhofflimmern - der häufigsten Form von Herzrhythmusstörungen

02 Okt, 2016, 23:01 BST von World Heart Federation

GENF, October 3, 2016 /PRNewswire/ --

Ein neuer Plan zur Bewältigung der nicht-valvulären ventrikulären Fibrillation (AF, Vorhofflimmern), der häufigsten und klinisch signifikantesten Form von Herzrhythmusstörungen, wurde heute von der World Heart Federation (WHF) in Lauf gebracht.

Die Initiative soll zur Vorbeugung der AF beitragen und ihre Behandlung weltweit verbessern. Der Plan kommt gerade zur richtigen Zeit, zumal neue Zahlen belegen, dass die Zahl der Menschen mit AF weiter zunimmt.

Zwischen 1990 und 2013 erhöhte sich die Zahl der diagnostizierten Fälle weltweit von weniger als 7 Millionen auf knapp über 11 Millionen. Die Ergebnisse unterschätzen höchstwahrscheinlich das wahre Ausmaß der AF, denn es gibt eine große Zahl von Menschen, die nicht wissen, dass sie unter dieser Krankheit leiden. Auch die Morbiditätsbelastung durch AF steigt weiter, gemessen an behinderungsangepassten Lebensjahren.

David Wood, President Elect der World Heart Federation, sagte: "Ein erheblicher Anteil des nicht-herzklappenbedingten Vorhofflimmerns bleibt unentdeckt, da keine Symptome vorliegen. Unentdeckte AF erhöht das Risiko und die Schwere von Schlaganfällen und Herzinsuffizienz und ist mit hohen Kosten für Einzelpersonen, Gesundheitssysteme und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt verbunden.

Unsere Roadmap identifiziert Bereiche, in denen Verbesserungen möglich sind, die zu einem besseren Umgang mit der AF auf globaler Ebene führen, vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Dort belegen Forschungsergebnisse, dass die Patienten tendenziell jünger sind und eine stärkere Neigung haben, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln."

Die AF-Roadmap ist Teil einer breiter angelegten WHF-Roadmap-Initiative zur Unterstützung des globalen Aktionsplans der World Health Organization (WHO), der darauf abzielt, vorzeitige Todesfälle aufgrund von nichtübertragbaren Krankheiten einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) bis zum Jahr 2025 um 25 % zu verringern.  

Diese Roadmaps sollen CVD und damit verbundene Beschwerden reduzieren, indem sie Leitlinien für Interventionen bereitstellen, die je nach Land oder Region angepasst werden können. Frühere Roadmaps konzentrierten sich dagegen auf die sekundäre Prävention, die Kontrolle des Tabakkonsums und auf Bluthochdruck.

Eindeutige Indizien sprechen dafür, dass die Früherkennung und Behandlung von AF die Morbidität und Mortalität verringern kann. Die Roadmap der World Heart Federation für nicht-valvuläre AF identifiziert potenzielle Hindernisse bei der Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern und schlägt mögliche Lösungen vor, wie man die vorhandenen Barrieren überwinden kann:

  • Verbesserung der Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Vorsorgeuntersuchungen für die ländliche Bevölkerung
  • Verbesserung der Bezahlbarkeit von oral einzunehmenden Antikoagulantien (OACs)
  • Verringerung der Abhängigkeit von hoch qualifiziertem medizinischem Personal bei der Behandlung der AF
  • Verbesserung der Fähigkeit der Patienten zum Umgang mit der OAC-Therapie
  • Verstärkung der Informationssysteme des Gesundheitswesens

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der World Heart Federation.

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