Klimaverträglich konsumieren?

02 Maa, 2009, 16:06 GMT Van Eosta BV

BERLIN and WADDINXVEEN, Nederland, March 2 /PRNewswire/ --

- Nature & More und Soil & More auf Product Carbon Footprint Gipfel in Berlin

Praktiker und Experten zur CO2-Bilanzierung von Produkten trafen sich am 26. und 27. Februar in Berlin um über konkrete Möglichkeiten des Klimaschutzes durch Wirtschaftsunternehmen zu beraten. "...zum ersten Mal [kommen] alle relevanten internationalen Akteure im Thema 'Product Carbon Footprinting' (PCF) und 'Carbon Labelling' zum ersten Gipfeltreffen des PCF World Forums in Berlin zusammen, um gemeinsam Erfahrungen in der Ermittlung und Kommunikation von produktbezogenen CO2-Bilanzen auszutauschen," heisst es in einer Pressemitteilung des PCF-Forums. Mittendrin mit einem zentralen Vortrag und einer Arbeitsgruppe sind die von dem niederländischen Bio-Unternehmen Eosta ins Leben gerufenen Organisationen Nature&More Foundation und die Firma Soil & More International. Beide sind bereits über das Stadium theoretischer Erwägungen weit hinausgegangen und können ökonomisch wie ökologisch attraktive Wege zu einem klimafreundlichen und für den Verbraucher transparenten Konsum aufzeigen.

Die an PCF (Product Carbon Footprint) beteiligten Unternehmen (BASF, dm-drogerie markt, DSM, Frosta, Henkel, REWE Group, Tchibo, Tetra Pak, T-Home und die Unternehmensgruppe Tengelmann) haben in einem Pilotversuch für 15 Produkte den so genannten CO2-Fussabdruck erfasst. Dabei ist man interessiert an der globalen Vernetzung aller relevanten in diesem Bereich tätigen Akteure. "Als wir vor etwas mehr als 2 Jahren erstmals die CO2-Werte für den Transport von Biofrüchten aus Übersee kommunizierten, standen wir weltweit noch ziemlich allein da," berichtet Volkert Engelsman, Gründer und CEO von Eosta und Initiator sowohl der Stiftung Nature &More sowie der Firma Soil & More International. "Wenig später konnten wir dann ein TÜV-zertifiziertes 'Full Product-Cycle Assessment' für viele unserer Produkte nachlegen. Des weiteren konnten wir durch den Kauf geprüfter Emissionszertifikate, die von Bioproduzenten durch die Anwendung spezieller Kompostierungs-Techniken generiert wurden, die errechneten CO2-Bilanzen ausgleichen und so die CO2-Neutralität eines Produktes vom Anbau bis ins Warenregal gewährleisten." Das war vor rund einem Jahr gewesen, als Eosta gemeinsam mit Nature & More und Soil & More die weltweit ersten klimaneutralen Produkte aus dem internationalen Biohandel präsentierte. "Unser Ziel war eine Art 'Quadratur des Kreises'", so Engelsman weiter "Hochwertige Bioprodukte, die fair gehandelt sind, für den Verbraucher volle Transparenz bieten und das Klima nicht belasten." Hatte man die Visionäre aus dem niederländischen Waddinxveen zunächst als Utopisten verspottet, zeigt sich nun, dass der Dreisatz Eosta, Nature & More und Soil & More funktioniert:

Eosta betreibt seit 17 Jahren Bio-Handel mit Erzeugern aus Entwicklungs- und Schwellenländern wobei die Bauern vor Ort als Partner behandelt und intensiv beraten werden.

Nature & More wurde zunächst als Konzept innerhalb von Eosta entwickelt, ist seit 2004 eigenständige Stiftung, fördert die soziale und ökologische Entwicklung bei den Erzeugern einerseits und kommuniziert andererseits für den Endverbraucher die Geschichte hinter dem Produkt und die jeweils produktspezifische CO2 -Bilanz nach dem Motto "Meet the Grower".

Soil & More schliesslich ging ebenfalls aus den Anstrengungen von Eosta und Nature & More hervor, ökologisch sinnvolle und ökonomisch wirksame Zusatznutzen für die Bauern in so wirtschaftlich benachteiligten Weltregionen zu schaffen. Mit der Kompostierung von Grünabfällen, die bei ihrer sonst üblichen sauerstoffarmen Verrottung klimaschädliches Methan erzeugen, schlug man zwei Fliegen mit einer Klappe: "Die Formel ist einfach: Die Bauern können den Kompost nutzen und erhalten zusätzlich Erträge, weil sie mit der Kompostierung 'Carbon Credits' erzeugen, also Emissionsrechte, die aufgrund unserer Anerkennung durch den UN Klimarat handelbar sind. Anfang 2008 ist das vom TÜV Nord zertifiziert worden." Tobias Bandel, Direktor der Soil & More International erläutert das auf den ersten Blick komplizierte Konzept, das unter dem Strich aber von bestechender Logik ist.

Logisch auch, dass Soil & More zunächst das Mutterunternehmen Eosta mit Carbon Credits versorgte, so dass deren Produkte vom Anbau bis ins Warenregal klimaneutral sind. Inzwischen arbeitet man aber auch intensiv mit anderen Firmen in allen Teilen der Welt zusammen, so zum Beispiel Weleda (Niederlande), Dovex (USA), Lebensbaum (Deutschland), Alnatura (Deutschland), Daltex und Magrabi-Agriculture (Ägypten), Sekem (Ägypten), TWS (Technische Werke Schussental).

Fazit Engelsman: "Wir haben nach einer Rundumlösung für unsere Nische gesucht. Gefunden haben wir ein Konzept, das vielleicht auch Unternehmer in ganz anderen Branchen anregt, selbst nach innovativen Lösungen für den klimafreundlichen Konsum zu suchen - oder ganz einfach mit uns zusammenzuarbeiten."

    
    Weitere Informationen:
    http://www.eosta.com
    http://www.natureandmore.com
    http://www.soilandmore.com

    Presseserver:
    http://natureandmore.zukunftsnetz.org

BRON Eosta BV