GBTA Foundation prognostiziert für die Jahre 2014 und 2015 steigende Geschäftsreiseausgaben in Westeuropa

13 Nov, 2014, 09:00 GMT von GBTA Foundation

-- Erhöhtes Wachstum bei Geschäftsreisen von 4,9 % und 6,6 % in den Jahren 2014 und 2015

BERLIN, 13. November 2014 /PRNewswire/ -- Die GBTA Foundation, die Bildungs- und Forschungsstiftung der Global Business Travel Association (GBTA), veröffentlicht heute die Ergebnisse ihres jüngsten Berichts GBTA BTI™ Outlook – Western Europe. In dieser halbjährlich erscheinenden Analyse werden die fünf wichtigsten Geschäftsreisemärkte in Europa beleuchtet: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Diese fünf Märkte sind ein guter Indikator für den Gesundheitszustand des gesamten europäischen Geschäftsreisemarktes. Mit dem GBTA BTI™ enthält der von Visa Inc. gesponserte Bericht einen firmeneigenen Index der Ausgaben für Geschäftsreisen, der die Marktperformance im zeitlichen Verlauf nachzeichnet.

Der Bericht enthält unter anderem folgende Highlights:

  • Den Erwartungen zufolge werden die Geschäftsreiseausgaben in diesen fünf Märkten im Jahr 2014 bei 147,1 Mrd. € (186,4 Milliarden USD) liegen, was einem Wachstum von 4,9 % gegenüber dem Jahr 2013 entspricht. Die Wachstumsprognose für das Jahr 2015 wird voraussichtlich um weitere 6,6 % auf 156,8 Mrd. € (198,7 Milliarden USD) steigen, da ein genereller Anstieg der Ausgaben bevorsteht.
  • Es zeichnet sich ab, dass 2014 für die europäische Reisebranche ein echtes Jahr des Umbruchs sein wird. In den fünf europäischen Geschäftsreisemärkten stiegen die Geschäftsreiseausgaben im Vergleich zur ersten Jahreshälfte um 4,3 %. Hierbei handelt es sich um den höchsten Zuwachs bei Geschäftsreiseausgaben seit 2010.
  • In Großbritannien, Schweden und sogar in Spanien wurde Wachstum verzeichnet, wobei die Wirtschaftsräume Italien, Frankreich und Dänemark in der ersten Jahreshälfte 2014 stagnierten. Trotz eines schwächeren zweiten Quartals zählt die deutsche Wirtschaft nach wie vor zu den stabilsten Wirtschaftsräumen Europas.
  • Mit einem in der Eurozone verzeichneten BIP-Zuwachs von nur 0,8 % im ersten Quartal 2014 und keinerlei Zuwächsen im zweiten Quartal herrschen in ganz Europa weiterhin widrige Wirtschaftsbedingungen vor. Hohe Arbeitslosenzahlen haben weiter Bestand und das Haushaltseinkommen nimmt immer noch nicht in vertrauensbildendem Umfang zu. Im Hinblick auf Anleihen, Neueinstellungen und Investitionen halten sich Unternehmen weiter zurück.
  • Angesichts der weiterhin niedrigen Inflation innerhalb der Region, der sich langsam verbessernden Inlandsnachfrage und der günstigeren Kreditkonditionen geht die GBTA künftig von moderatem Wirtschaftswachstum aus. Für die Jahre 2014 und 2015 erwartet die GBTA in der Eurozone ein reales BIP-Wachstum von 0,9 % und 1,7 %, was auch ein höheres Aktivitätsniveau bei Geschäftsreisen zur Folge haben wird.

„Nach zahlreichen rückläufigen Quartalen scheint Europa sich zu stabilisieren und am Anfang einer Kehrtwende zu stehen", so Catherine McGavock, Regionaldirektorin Europa der GBTA. „Auch wenn wir noch immer vor zahlreichen Herausforderungen stehen, scheinen sich die Wirtschaftsräume in ganz Europa Schritt für Schritt auf einen Umschwung hinzubewegen. Für Geschäftsreisen wird dies in der gesamten Region zu einem erfolgreichen Jahr 2014 und 2015 beitragen. "

„Da die Prognosen bei Geschäftsreiseausgaben im Jahr 2015 nach oben zeigen, sind Unternehmen daran interessiert, ihre Ausgaben auf effektive Art und Weise zu steuern und so ihre Bilanzen aufzubessern", so Sandra Alzetta, geschäftsführende Direktorin der Sparte Core Products bei Visa Europe. „Als ein führendes Unternehmen des Geschäftsreisemarktes bietet Visa branchenführende Lösungen zur Verbesserung des Berichtswesens und zur automatischen Erfassung der Ausgaben auf Geschäftsreisen."

Geschäftsreiseprognosen einzelner Länder

Deutschland:

  • Die Geschäftsreiseausgaben beliefen sich im 2. Quartal 2014 insgesamt auf 10,4 Milliarden € (14,3 Milliarden US$), was einem Zuwachs von 7,5 % gegenüber dem identischen Berichtszeitraum des Jahres 2013 entspricht.
  • Die GBTA geht für die Jahre 2014 und 2015 bei Geschäftsreisen von Zuwächsen in Höhe von 7,4 % und 10,8 % aus.
  • Internationale Outbound-Geschäftsreisen (IOB) aus Deutschland durchliefen im Jahr 2013 einen Umbruch und stiegen im Vergleich zu 2012 um 5,3 %. Für das Jahr 2014 erwartet die GBTA eine Steigerung der Ausgaben von 6,5 %, wobei im Jahr 2015 auch von einem geringeren Exportwachstum auszugehen ist.

Großbritannien:

  • Mit 26,5 Milliarden £ (41,3 Milliarden US$) verzeichnete Großbritannien im Jahr 2013 die zweithöchsten Geschäftsreiseausgaben in Westeuropa. Die GBTA geht für dieses und nächstes Jahr von einem Ausgabeanstieg in Höhe von 5 % und 6 % aus.
  • Mit Wachstumsprognosen von 5,6 % und 7,7 % stehen den Inlandsausgaben in den Jahren 2014 und 2015 starke Zuwächse bevor.
  • Bei internationalen Outbound-Geschäftsreisen ist in den Jahren 2014 und 2015 von Zuwächsen in Höhe von 3,7 % und 12,1 % auszugehen.

Frankreich:

  • In Frankreich stiegen die Geschäftsreiseausgaben im zweiten Quartal 2014 um 1,3 % auf 6,6 Milliarden € (9 Milliarden US$).
  • Trotz der Konjunkturschwäche geht die GBTA für die Jahre 2014 und 2015 bei Geschäftsreiseausgaben insgesamt von Zuwächsen in Höhe von 3,3 % und 4,6 % aus.
  • Nach deutlichen Rückgängen in den Jahren 2012-13 werden die Ausgaben für internationale Outbound-Reisen in diesem Jahr um 5,4 % und im Jahr 2015 um 2,9 % steigen.

Spanien:

  • Angesichts der Zuwächse in den vergangenen Quartalen scheint sich die spanische Wirtschaft auf dem Wege der Besserung zu befinden. Die Wachstumsprognosen des IWF liegen für die Jahre 2014 und 2015 bei 1,3 % und 1,7 % und sind somit höher als in allen übrigen modernen Wirtschaftsräumen Europas.
  • Der Wirtschaftsaufschwung hat zu erhöhten Geschäftsreiseausgaben geführt: Im Jahresvergleich ergab sich bei derartigen Ausgaben während des zweiten Quartals 2014 eine Steigerung von 6,7 %.
  • Den Erwartungen zufolge werden die Ausgaben für inländische und internationale Outbound-Reisen in den Jahren 2014 und 2015 deutlich steigen (um mindestens 4,6 %).

Italien:

  • Die italienische Wirtschaft erlebte erneut eine schwierige Phase. Der IWF hat für das Jahr 2014 einen BIP-Rückgang von 0,1 % und für das Jahr 2015 einen moderaten Zuwachs von 1,1 % prognostiziert.
  • Nach der rückläufigen Entwicklung im Jahr 2013 wurde bei Geschäftsreiseausgaben während des zweiten Quartals 2014 eine Steigerung von 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Für die Jahre 2014 und 2015 geht die GBTA nur von geringen Zuwächsen bei Reisen aus (1,4 % und 2 %).
  • Den Erwartungen zufolge werden internationale Outbound-Geschäftsreisen in den Jahren 2014 und 2015 um 4,7 % und 6,7 % zunehmen, wobei dieser Wert zumindest 3,7 Prozentpunkte über dem prognostizierten Wachstum der Inlandsausgaben liegen wird.

Die Ergebnisse dieser Marktforschung wird Joseph Bates, der Vice President der Sparte Research der GBTA Foundation, heute auf der GBTA Conference 2014 in Berlin präsentieren. Darüber hinaus wird am 2. Dezember 2014 ein Webinar zur Erörterung dieser Ergebnisse stattfinden.

Informationen zum GBTA BTI™ Outlook – Western Europe
Der GBTA BTI™ Outlook enthält gesammelte Trendprognosen zu Geschäftsreisen für die kommenden acht Quartale. Der Bericht bietet einen Einblick in die Gesamtausgaben für Geschäftsreisen und in die Ausgaben für inländische und Outbound-Geschäftsreisen. Darüber hinaus beleuchtet er die Zusammenhänge zwischen den sich im In- und Ausland ergebenden wirtschaftlichen Ereignissen und den damit verbundenen Konsequenzen für den chinesischen Geschäftsreisemarkt. Der GBTA BTI™ Outlook – Western Europe 2014H2 ist der sechste Bericht der halbjährlich publizierten Serie. Die Halbjahresberichte erscheinen jeweils im März und Oktober.

Im Rahmen des GBTA BTI™ Outlook wird ein ökonometrisches Modell eingesetzt, um fundiertere Prognosen treffen zu können. Das Modell stellt einen Zusammenhang zwischen den Kennzahlen für Geschäftsreiseausgaben, die aus weiteren einzigartigen Marktforschungen der GBTA Foundation stammen, und den maßgeblichen Wirtschafts- und Markttreibern für Geschäftsreisen her. Hierzu zählen: das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und sämtliche dazugehörigen Komponenten; Beschäftigungs- und Arbeitslosenquoten; Kennzahlen für Konjunktur- und Verbraucheroptimismus; Welthandel, Auslandsdirektinvestitionen und Wechselkurse; Rohstoff- und Ölpreise; Inflationszahlen; Produktivitätsraten bei Geschäftsreisen; die Passagier- und Umsatzzahlen der International Air Transport Association (IATA) und die weltweiten Hotel-Leistungskennzahlen von Smith Travel Research (STR).

Der GBTA BTI™ Outlook – Western Europe ist für sämtliche GBTA-Mitglieder hier kostenlos abrufbar. Nichtmitglieder können den Bericht auf E-Mail-Anfrage an die GBTA Foundation unter pyachnes@gbtafoundation.org käuflich erwerben. Ein Auszug der Marktforschung ist hier abrufbar.

Informationen zur GBTA Foundation
Die GBTA Foundation ist die Bildungs- und Forschungsstiftung der Global Business Travel Association (GBTA) – der weltweit führenden Organisation für Geschäftsreisen und Branchentreffen mit Sitz im Großraum Washington, D.C. und Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Gemeinsam verwalten die mehr als 7.000 GBTA-Mitglieder ein jährliches Budget von über 345 Milliarden USD für weltweite Geschäftsreisen und Branchentreffen. Die GBTA bietet seinem ständig wachsenden Verbund aus 28.000 Reiseexperten und 125.000 aktiven Kontakten weltweit erstklassige Fortbildungen, Veranstaltungen, Marktforschungen sowie Interessenvertretung und Medieninhalte. Die Stiftung wurde 1997 zur Unterstützung der GBTA-Mitglieder und der gesamten Branche ins Leben gerufen. Als führende Bildungs- und Forschungsstiftung der Geschäftsreisebranche befasst sich die GBTA Foundation mit der Finanzierung verschiedener Initiativen zur Förderung der mit Geschäftsreisen verbundenen Berufszweige. Die GBTA Foundation ist eine gemeinnützige Gesellschaft nach 501(c)(3). Die GBTA Foundation ist eine gemeinnützige Gesellschaft nach 501(c)(3). Nähere Informationen erhalten Sie auf gbta.org und gbta.org/foundation. 

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