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Population Services International und UNITAID beginnen mit größter bisheriger Aktion zur Förderung von HIV-Selbsttests in Afrika
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Vom Nachrichtendienst

Population Services International

01 Dez, 2015, 07:02 GMT

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Im Vorfeld des Welt-AIDS-Tages arbeiten Population Services International (PSI) und UNITAID in einem zweijährigen Projekt zusammen, das HIV-Selbsttests in Malawi, Sambia und Simbabwe auf ein neues Niveau bringen soll.

WASHINGTON und HARARE, Simbabwe, 1. Dezember 2015 /PRNewswire/ -- Am Vorabend des Welt-AIDS-Tages hat sich PSI mit UNITAID, der Weltgesundheitsorganisation und Beamten der Gesundheitsministerien von Malawi, Sambia und Simbabwe zusammengetan, um auf der 18. International Conference on AIDS and STIs in Africa (ICASA) das Projekt UNITAID/PSI HIV Self-Testing Africa (STAR) einzuleiten.

Logo - http://photos.prnewswire.com/prnh/20151130/291663LOGO
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Das zweijährige UNITAID-/PSI-Pilotprojekt mit einem Budget von 23 Millionen US-Dollar ist die bisher größte Bewertung von HIV-Selbsttests (HIVST) in Afrika und erfolgt in Zusammenarbeit mit der London School of Hygiene and Tropical Medicine, der Liverpool School of Tropical Medicine und dem University College London. Es wird entscheidende Daten liefern, wie HIVST zu verabreichen sind, wie eine Nachfrage nach HIVST zu schaffen ist und welchen potentiellen Einfluss HIVST auf die Volksgesundheit haben können.

Aus Anlass des Beginns hoben Beamte des Gesundheitswesens, betroffene Bevölkerungsgruppen, Spender, Helfer und Forscher heraus, wie das Projekt zu den weltweiten Bemühungen beitragen kann, die Behandlungsziele von UNAIDS für das Jahr 2020 zu erreichen, die 90/90/90 lauten. Diese ehrgeizigen Ziele besagen, dass 90 % der von HIV betroffenen ihren Status kennen, 90 % der Patienten, bei denen eine HIV-Infektion diagnostiziert wird, nachhaltige antiretrovirale Therapie (ART) erhalten und 90 % der Patienten unter ART virale Suppression erreichen.

„Man schätzt, dass weniger als 50 % der Erwachsenen, die mit HIV leben, ihren Status kennen. Dies gilt speziell für Länder, die eine hohe einschlägige Belastung aufweisen", sagte Dr. Karin Hatzold, Projektdirektorin von UNITAID/PSI STAR. „Durch unser gemeinsames Projekt mit der UNITAID können wir für Selbsttests werben, um Menschen zu erreichen, die wegen Fragen der Privatsphäre oder anderer Hindernisse nur beschränkten Zugang zu derzeit vorhandenen HIV-Testdiensten besitzen. Zudem können wir in Gruppen mit hohem Risiko für wiederholte Tests werben."

Das STAR-Projekt soll Populationen speziell in ländlichen Gebieten und an der Peripherie von Großstädten erreichen. In Simbabwe und Malawi gehören zudem weibliche Sexdienstleisterinnen und Männer, die sexuellen Umgang mit Männern haben, zu den Zielgruppen. In den drei Ländern werden ca. 750.000 HIV-Selbsttests verteilt. Personen können sich mit einem oralen Abstrich jederzeit und an jedem Ort testen. Die Resultate stehen innerhalb von Minuten bereit.

Der „OraQuick HIV Self Test" von OraSure Technologies ist ein Schnelltest mit einem einfachen oralen Abstrich, der für die Forschung im Rahmen des STAR-Projekts ausgewählt wurde.

„HIV-Selbsttests wurden zwar für die Nutzung in den USA, Frankreich und Großbritannien zugelassen. Es gibt aber derzeit keine HIV-Schnelltests (Rapid Diagnostic Test – RDT) als HIV-Selbsttest, welche die Vorabzulassung der WHO besitzen und HIVST ist auf dem afrikanischen Kontinent weiterhin nicht sehr gebräuchlich", stellte Robert Matiru heraus, Operations Director der UNITAID. „Das STAR-Projekt zielt auf Hürden für HIVST im Bereich der Politik und des Marktzuganges ab, sowie darauf, den Zugang zu und die bewusste Nachfrage nach HIV-Selbsttests in Afrika zu steigern. Bestimmte soziale und wirtschaftliche Hindernisse für Selbsttests werden angegangen und damit politische und programmatische Entscheidungen auf nationaler und internationaler Ebene beeinflusst."

ÜBER DAS STAR KONSORTIUM
PSI führt das STAR Konsortium in enger Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation. Die Forschungsaktivitäten werden von London School of Hygiene and Tropical Medicine, Liverpool School of Tropical Medicine und University College London konzipiert und geleitet. PSI leitet die Implementation der HIVST-Verteilung in den einzelnen Ländern. Die Forschungsaktivitäten in den Ländern werden von örtlichen Forschungsinstituten geleitet: Malawi-Liverpool-Wellcome Trust Clinical Research Programme, ZAMBART und Centre for Sexual Health and HIV/AIDS Research Simbabwe.

ÜBER PSI
PSI ist eine führende, weltweit tätige Gesundheitsorganisation, die in den Bereichen HIV, Reproduktionsmedizin, Überleben von Kindern, nicht-übertragbare Krankheiten und Hygiene tätig ist. In Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor und unter Nutzung der Märkte liefert PSI lebenserhaltenden Produkte, Dienstleistungen und Kommunikation, mit denen gefährdete Gruppierungen ein gesünderes Leben führen können.

EXPERTEN ZUM INTERVIEW

  • Robert Matiru, Operations Director, UNITAID, Genf  
  • Dr. Rachel Baggaley, Abteilung für HIV, WHO, Genf  
  • Dr. Karin Hatzold, Projektdirektorin, UNITAID/PSI HIV Self-Testing (STAR), Population Services International  
  • Dr. Owen Mugurungi, Direktor der Abteilung AIDS und TB, Gesundheitsministerium (Ministry of Health and Child Care), Simbabwe

Weitere Links

http://www.psi.org

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