Studien zur Profilierung von schwer behandelbaren gastrointestinalen Krebstumoren helfen bei der Entwicklung von individuellen Behandlungsplänen

17 Jan, 2014, 19:44 GMT von Caris Life Sciences

- Forschung gibt Aufschluss über klinisch handlungsrelevante Biomarkerziele und bietet entscheidende Erkenntnisse zur Behandlung von Patienten mit Darm-, Magen- und Appendixkarzinomen sowie neuroendokrinen Tumoren

IRVING, Texas, 17. Januar 2014 /PRNewswire/ -- Caris Life Sciences®, ein führendes Unternehmen aus der Biowissenschaft, das sich der praktischen Umsetzung personalisierter Medizin verschrieben hat, wird auf dem in dieser Woche im kalifornischen San Francisco stattfindenden Gastrointestinal Cancers Symposium 2014 mehrere Studien zur Tumorprofilierung präsentieren. Anhand der Forschungsarbeiten wird gezeigt, wie Caris Molecular Intelligence™ – der umfassende Service zur Tumorprofilierung des Unternehmens – die Versorgung von Patienten mit schwer behandelbaren und/oder seltenen und aggressiven Tumorarten wie Darm-, Magen- und Appendixkarzinomen und neuroendokrinen Tumoren verbessern kann. Überdies verdeutlichen die Studien den hohen Stellenwert des einzigartigen, auf mehreren Technologien beruhenden Verfahrens zur Tumorprofilierung des Unternehmens, welches bei der Bestimmung von klinisch relevanten Alterationen weit über die reine DNA-Sequenzierung hinausgeht.

„Bei seltenen Tumorarten ist der Zugang zu molekularbasierten Therapien von entscheidender Bedeutung, da diesen Patienten weniger Standardbehandlungen zur Verfügung stehen", so Dr. med. Zoran Gatalica, DSc, der Executive Medical Director von Caris Life Sciences. „Im Rahmen unserer Studie zu neuroendokrinen Tumoren stießen wir bei 90 Prozent der profilierten Patienten auf klinisch relevante Wirkstoffziele und unsere Appendixkarzinom-Studie könnte bei der Verordnung von Therapien zur Behandlung dieser Erkrankung einen Paradigmenwechsel herbeiführen. Dies sind klare Anzeichen für die entscheidende Rolle, die die Tumorprofilierung dabei spielen kann, Patienten künftig umfassendere Therapieoptionen zur Verfügung zu stellen."

Bei der Studie zu neuroendokrinen Tumoren des Unternehmens erfolgte die Tumorprofilierung in Zusammenarbeit mit dem Fox Chase Cancer Center. In der Studie werden zwei Beispielfälle beschrieben, bei denen Patienten in außergewöhnlichem Maße auf Caris-gestützte Behandlungen ansprachen, was verdeutlicht, welch große Bedeutung der personalisierten Medizin bei der Behandlung von seltenen und aggressiven Krebsarten zukommt. Zur Bestimmung eines wirksamen Behandlungsverfahrens für den ersten Patienten wurden Alterationen bei der Expression von drei Proteinen sowie eine somatische Mutation herangezogen. Bei dem zweiten Patienten wurde das Behandlungsverfahren anhand einer Alteration der Expression eines einzigen Proteins bestimmt, welches bei dieser Krebsart im Allgemeinen nicht gemessen wird.

Die zweite Caris-Studie erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Translational Genomics Research Institute des Virginia G Piper Cancer Center und diente der Profilierung von Appendixkarzinomen. Hierbei handelt es sich um den ersten Bericht zu einer nahezu universellen Alteration eines Appendixkarzinoms auf Basis eines Proteins, das mit bereits zugelassenen Therapien zur Behandlung anderer Indikationen assoziiert wird. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass Patienten mit Appendixkarzinom von einer neoadjuvanten Therapie auf Grundlage von Arzneimitteln profitieren könnten, die üblicherweise zur Behandlung anderer Krebsarten eingesetzt werden. Diese Studie verdeutlicht, von welch großem klinischen Nutzen eine umfassende Profilierung sein kann, da sie ganz ohne randomisierte klinische Studien und entsprechende Behandlungsleitlinien potenziell wirksame Behandlungsoptionen aufzeigt.

Die dritte Caris-Studie, bei der es in erster Linie um Magenkrebs und die Untersuchung von Alterationen im EGFR-Signalweg ging, wurde in Zusammenarbeit mit den Comprehensive Cancer Centers of Nevada durchgeführt. Im Rahmen der Studie fand man heraus, dass nur etwa 20 Prozent aller Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren keine Anomalie des EGFR-Signalwegs aufwiesen. Dies könnte möglicherweise erklären, warum 80 Prozent aller Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren nicht auf gezielte EGFR-Therapien ansprechen.

Darüber hinaus hält die Abteilung für Chirurgische Onkologie des Medical College of Wisconsin eine vierte Poster-Präsentation, in deren Rahmen die unabhängige Validierung des klinischen Nutzwerts von Caris Molecular Intelligence bei Magenkrebs erläutert wird. Aus dieser Studie geht hervor, dass etwa 93 Prozent aller profilierten Patienten mit Magenkrebs Alterationen bei einem von drei Proteinen in Korrelation mit Empfindlichkeit gegenüber mindestens einem Chemotherapeutikum aufwiesen.

Der Programmplan der Präsentationen lautet folgendermaßen:

Freitag, 17. Januar 2014
Poster-Präsentationen

  • Kurzfassung 214: Igor A. Astsaturov, Steven J. Cohen, Paul F. Engstrom, et al. „Profiling of a global cohort of 1,250 neuroendocrine tumors to identify multiple potential drug targets." BRD: A43, Tagung B.
  • Kurzfassung 131: John T. Miura, Thejus Jayakrishnan, Dan Eastwood, et al. „Molecular profiling in gastric cancer: Examining potential targets for chemotherapy." BRD: D37, Tagung B

Samstag, 18. Januar 2014
Poster-Präsentationen

  • Kurzfassung 399: Gargi D. Basu, Joanne Xiu, David Arguello, et al. „Prevalence of KRAS, BRAF, NRAS, PIK3CA and PTEN alterations in colorectal cancer: Analysis of a large international cohort of 5,900 patients." BRD: A18, Tagung C
  • Kurzfassung 469: Erkut Borazanci, Jeffery Kimbrough, Jasgit C. Sachdev, et al. „Potential actionable targets in appendiceal cancer detected by immunohistochemistry (IHC), fluorescent in situ hybridization (FISH) and mutational analysis." BRD: B32, Tagung C

Informationen zu Caris Molecular Intelligence™

Seit 2006 ist Caris Molecular Intelligence™ der führende Service zur Tumorprofilierung am gesamten Markt. In mindestens 59 Ländern haben über 6.000 Onkologen das Verfahren zur Behandlung von 60.000 Krebspatienten – Tendenz steigend – eingesetzt und zur Erstellung von individualisierten, handlungsrelevanten Behandlungsplänen für eine bessere Patientenversorgung genutzt. Bei Caris Molecular Intelligence™ kommt die umfangreichste Auswahl verschiedenster Analysetechnologien zum Einsatz, die auf den neuesten und aussagekräftigsten Nachweisen beruhen, darunter Immunhistochemie, Fluoreszenz- und chromogene In-situ-Hybridisierung, Polymerase-Kettenreaktion und Next-Generation-Sequenzierung. Auf diese Weise erhalten Onkologen ein vollständiges und klinisch relevantes Profil der einzigartigen Krebs-Biomarker eines Patienten. Im Gegensatz zu anderen Tumorprofilierungsservices am Markt geht Caris Molecular Intelligence™ weit über die reine DNA-Analyse hinaus, was zu einer ausführlicheren Abbildung der individuellen Tumorbiologie eines Patienten führt. Durch die Bewertung weiterer bedeutender biologischer Merkmale wie RNA und Proteinexpressionsstufen entsteht mithilfe des Caris-Service ein multidimensionales Tumorprofil des Patienten. Dieses Profil bietet einen tieferen Einblick in die komplexen biologischen Prozesse, die für die Krebserkrankung des Patienten ausschlaggebend sind, und führt zur Bestimmung relevanterer Anhaltspunkte für potenzielle klinische Maßnahmen.

Das multidimensionale Profil des individuellen Tumors eines Patienten wird mit Erkenntnissen kombiniert, die Caris Molecular Intelligence aus seiner firmeneigenen und branchenweit führenden Nachweis- und Bioinformatikplattform gewinnt. Diese ermöglicht die Bestimmung und Erstellung von Berichten zu den klinisch relevantesten Arzneimittelverbindungen, die von der US-amerikanischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (Food & Drug Administration) zugelassen sind oder derzeit im Rahmen von aktiven klinischen Studien in den USA untersucht werden. Unter der Leitung des Caris Evidence Design Board, einem Expertenteam aus 5 Professoren (Ph.D.) sowie 6 Doktoren der Medizin (Dr. med.), wird die Nachweis- und Bioinformatikplattform von Caris Molecular Intelligence zur Pflege, Klassifizierung und Katalogisierung von Erkenntnissen und Nachweisen aus allen relevanten klinischen Studien der Bereiche Krebs und Krebsbiologie eingesetzt, die in der wissenschaftlichen und medizinischen Literatur veröffentlicht werden. Bei dem angewandten Verfahren handelt es sich um eine Abwandlung der Evidenzprüfung der U.S. Preventive Services Task Force (www.uspreventiveservicestaskforce.org), die zur Agency for Health Research and Quality (www.ahrq.gov) gehört. Die Plattform enthält bereits über 100.000 geprüfte Publikationen und wird laufend erweitert. Auf Grundlage der aussagekräftigsten Nachweise, die den Qualitätsstandards von Caris entsprechen, bietet die Nachweis- und Bioinformatikplattform von Caris Molecular Intelligence dank des multidimensionalen Verfahrens zur Tumorprofilierung von Caris therapeutische Richtwerte für bis zu 43 Arzneimittelverbindungen – und somit deutlich mehr als die 12 Verbindungen, die mittels alleiniger Next-Generation-Sequenzierung bestimmt werden können. Das jeweilige Profil und alle dazugehörigen Ergebnisse stellt die Bioinformatikplattform von Caris Molecular Intelligence in einem lesefreundlichen elektronischen Berichtsformat bereit. Folglich haben Onkologen direkt Zugriff auf die entsprechenden Nachweise und können passgenaue Behandlungspläne für jeden einzelnen Patienten erstellen. Nähere Informationen zu Caris Molecular Intelligence™ erhalten Sie auf www.carismolecularintelligence.com.

Informationen zu Caris Life Sciences

Caris Life Sciences ist ein führendes Unternehmen aus der Biowissenschaft, das sich der praktischen Umsetzung personalisierter Medizin verschrieben hat. Als erstes kommerzielles Verfahren zur umfassenden Molekularprofilierung im Bereich der Onkologie ist Caris Molecular Intelligence™ mit über 60.000 bereits erstellten Patientenprofilen – Tendenz steigend – in der gesamten Branche führend. Das von fast 6.000 Onkologen aus 59 Ländern genutzte Molecular Intelligence dient dem Abgleich molekularer Daten aus dem Tumor eines Patienten mit verschiedenen Biomarker- und Arzneimittelverbindungen, die aus der klinischen Fachliteratur zum Thema Krebs stammen. Mithilfe einer Vielzahl modernster Technologien von höchster klinischer Relevanz stellt Caris Onkologen die klinisch am besten verwertbaren Informationen zur Verfügung, um sie bei der personalisierten Behandlung ihrer Krebspatienten zu unterstützen. Im Vergleich zu den 12 Verbindungen, die mittels alleiniger Next-Generation-Sequenzierung ermittelt werden können, kann Caris mit diesem auf mehreren Technologien beruhenden Verfahren therapeutische Richtwerte für 43 Arzneimittelverbindungen bestimmen. Außerdem entwickelt das Unternehmen auf seiner firmeneigenen Carisome®-Plattform eine Reihe verschiedener Bluttests. Diese revolutionären Prüfverfahren auf Blutbasis eignen sich zur Diagnostik, Prognostik und Theranostik von Krebs und sonstigen komplexen Erkrankungen. Das in Irving im US-Bundesstaat Texas ansässige Unternehmen Caris Life Sciences bietet seine Services in den gesamten USA, Europa, Australien und auf weiteren internationalen Märkten an. Näheres erfahren Sie auf www.carislifesciences.com.

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