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90 Prozent aller wandernden Nonnenkraniche verbringen Zeit in einem Naturreservat im Nordosten Chinas
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Vom Nachrichtendienst

Zhenlai Momoge Nature Reserve Bureau

15 Nov, 2017, 10:21 GMT

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ZHENLAI, China, 15. November 2017 /PRNewswire/ -- Vor Kurzem kam im staatlichen Naturreservat „Momoge" im Regierungsbezirk Zhenlai der nordöstlichen chinesischen Provinz Jilin ein großer Schwarm Nonnenkraniche an – auf seiner Wanderung nach Süden. Hier rasten die Vögel und nehmen Nahrung auf. Ein Bild großer Harmonie.

In Zhenlai, dem wichtigsten Stopp der bedrohten wandernden Tierart, beläuft sich die Zahl der Nonnenkraniche auf bis zu 3.000 Tiere oder 90 Prozent der Gesamtpopulation der Art weltweit. Die Tiere bleiben hier etwa 130 Tage lang.

Die weißen Kraniche stehen in China unter erstrangigem staatlichem Schutz. Auch stehen sie auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion (IUCN).

Im Herbst verlassen die weißen Kraniche das russische Sibirien und fliegen zum Poyang-See, dem größten Süßwassersee Chinas, wo sie überwintern. Im April des Folgejahres kehren sie in den Norden zurück. Insgesamt legen sie dabei eine Strecke von über 10.000 Kilometern zurück.

Zhenlai, das an Chinas Provinz Heilongjiang und die Innere Mongolei angrenzt, gilt als Heimatgebiet der Nonnenkraniche. Die sensible Tierart ist bezüglich ihrer Nahrung und Lebensumgebung sehr festgelegt. Lieblingsnahrung des Nonnenkranichs ist dunkelgrüne Simse – ein besonderes Gras, dass in den 144.000 Hektar großen Auen in Zhenlai wächst.

In den letzten Jahren hat der Regierungsbezirk mehrere Wasserwirtschaftsprojekte durchgeführt, um Seen mit Flüssen zu verbinden; hat degradierte Auen renaturiert, die Fläche der Auen vergrößert und ökologische Lebensräume verbessert – mit dem Ziel, für immer mehr seltene Vogelarten günstige Lebensverhältnisse zu schaffen.

Der Regierungsbezirk misst dem Schutz ökologischer Lebensräume hohe Bedeutung bei und setzt sich für die Schaffung einer auf Ökologie bedachten Wirtschaftszone in West-Jilin ein. Er hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, eine organische Landwirtschaft zu entwickeln, hat eine Negativliste für den Zugriff durch die Industrie verabschiedet und das Land, mit seinem einst salz- und alkalihaltigen Boden, in einen üppigen Ort voller Fische und Reis verwandelt.

2009 begann der Regierungsbezirk dann, die Nutzung von Düngemitteln und Pestiziden einzustellen. Die Fläche an Reisfeldern ist von 26.000 Hektar Ende der 1980er Jahre auf heute 90.000 Hektar angewachsen. Sein organischer Reis ist zu einer beliebten Marke geworden.

Das Naturreservat Momoge ist das Zuhause für zehn Vogelarten unter erstrangigem staatlichem Schutz; 42 Vogelarten stehen unter zweitrangigen Schutz. Die für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Stellen des Regierungsbezirks bewerben die Kultur der weißen Kraniche am Ort, um mehr Menschen auf den nötigen Schutz der Tierart aufmerksam zu machen.

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