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Äthiopien richtet Symposium gegen die Diskriminierung von Leprakranken aus


Vom Nachrichtendienst

The Nippon Foundation

24 Sep, 2013, 10:12 GMT

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TOKIO, 20. September 2013 /PRNewswire/ -- Ein internationales Symposium zur Beendigung der Diskriminierung aufgrund einer Lepraerkrankung fand am 18. September im äthiopischen Addis Abeba statt. An dem von der The Nippon Foundation gesponsorten Symposium nahmen etwa 200 Leprakranke, Menschenrechtsexperten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen aus 13 Ländern, darunter auch acht afrikanische Staaten, teil. 

Bei einer Eröffnungszeremonie gab der äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalegn bekannt, dass die Regierung weitere Schritte unternehmen wolle, mit denen die Lebensqualität von leprakranken Menschen verbessert werden soll. Der Vorsitzende der Nippon Foundation Yohei Sasakawa sagte derweil: „Die größte Herausforderung besteht darin, die jahrhundertelange Ignoranz, die Vorurteile und die Diskriminierung rund um die Leprakrankheit zu beenden."

Dies ist das Dritte von fünf Symposien, die von der The Nippon Foundation in verschiedenen Regionen der Welt organisiert werden, um die Umsetzung einer UN-Resolution gegen die Diskriminierung Leprakranker und ihrer Angehörigen zu unterstützen. Die Resolution wurde, zusammen mit den dazugehörigen Prinzipien und Leitsätzen, im Dezember 2010 von der UN-Vollversammlung verabschiedet. 2012 fanden die ersten beiden Symposien in Brasilien und Indien statt, wobei jeweils der amerikanische Kontinent und Asien im Fokus standen.

Die jahrhundertelang als unheilbar gefürchtete Krankheit Lepra kann heute mit einer Kombinationstherapie (Multi Drug Therapy, MDT) behandelt werden. Seit Einführung der MDT in den 1980er Jahren ist die Zahl der Neuerkrankungen weltweit von 5,4 Millionen im Jahr 1985 auf etwa 200.000 im Jahr 2012 gesunken, und etwa 16 Millionen Menschen konnten von der Krankheit geheilt werden.

Doch selbst nach einer erfolgreichen Behandlung stehen Menschen, die an Lepra erkrankt waren, aufgrund der Missverständnisse und Vorurteile, die über Lepra im Umlauf sind, noch immer vor Hindernissen bei der Ausbildung, Einstellung und Heirat sowie beim Zugang zu öffentlichen Leistungen. Darüber hinaus gelten in einigen Ländern noch immer Gesetze, die der Diskriminierung Vorschub leisten.

Bei dem Symposium forderte Tim Hughes, der stellvertretende geschäftsführende Direktor der International Bar Association, dass die diskriminierende Gesetzeslage, die in Indien, Nepal, Singapur und anderen Ländern noch immer gilt, geändert oder außer Kraft gesetzt werden sollte.

Vertreter von Organisationen von Leprakranken aus fünf Ländern, darunter auch Äthiopien, betonten derweil, dass sie als die Hauptleidtragenden bei der Suche nach Lösungen für diese Fragen eine zentrale Rolle spielen sollten.

Zwei weitere Symposien, im Nahen Osten und in Europa, sollen bis Ende 2014 stattfinden. Am Ende sollen ein Aktionsplan für die Umsetzung der UN-Resolution und ein Mechanismus für die Kontrolle der ergriffenen Maßnahmen vorliegen.

Kontakt:
Natsuko Tominaga
The Nippon Foundation
Tel.: +81-3-6229-5131
E-Mail: [email protected]

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