Nereus Program der Nippon Foundation legt kritischen Zustand der Weltmeere in 2050 offen

03 Jul, 2015, 09:33 BST von Nippon Foundation

TOKIO, 30. Juni 2015 /PRNewswire/ -- Am 30. Juni 2015 fand eine Pressekonferenz statt, um die Veröffentlichung eines neuen Berichts mit dem Titel „Predicting Future Oceans" („Prognosen für die Ozeane der Zukunft") über die Nachhaltigkeit der globalen Meeresfischereien im 21. Jahrhundert bekanntzugeben.

Der Bericht ist ein Produkt des Nippon Foundation - UBC Nereus Program. Darin wird hervorgehoben, dass anhaltende CO2-Emissionen zu Veränderungen der Ozeantemperatur sowie der Säure- und Sauerstoffwerte führen, wie es sie in den vergangenen tausend Jahren nicht gegeben hat. Diese Veränderungen der Meeresbedingungen werden sich auf die biologische Produktivität der Ozeane und damit ihrer Organismen – vom Plankton bis zu den Fischen – auswirken.

Zusammen mit der Überfischung und Zerstörung des Habitats wird der Klimawandel voraussichtlich zu einem Rückgang in der Fischerei in zahlreichen Regionen und Veränderungen der Biodiversität und Struktur des Nahrungsnetzes führen. Während Aquakultur eine Rolle als Quelle für Meeresproteine für eine wachsende globale Bevölkerung spielen wird, ist die langfristige ökologische und gesellschaftliche Verträglichkeit von Aquakultur bislang unklar. Ein verbessertes System für globale Meeres-Governance ist erforderlich, um eine nachhaltige Fischerei in der Zukunft sicherzustellen.

Auf der Pressekonferenz erklärte William Cheung, Associate Professor an der UBC und einer der Co-Directors des Nereus Program: „Die Fischarten auf unseren Tellern werden in einigen Jahrzehnten ganz andere sein". „Fischereien werden zunehmend Warmwasser-Fische und kleinere Fische fangen, d. h. das Fischangebot von sowohl nationalen als auch ausländischen Fischereien sowie von importiertem Fisch wird betroffen sein", ergänzte er.

Das Nereus Program ist eine interdisziplinäre Meeresforschungsinitiative, im Rahmen derer die Nippon Foundation mit sieben Instituten aus aller Welt einschließlich der University of British Columbia (UBC) und Princeton University zusammenarbeitet. Bei diesem weltweit einzigen umfassenden Forschungsprogramm mit dem Schwerpunkt „Zukunft der Meere" betreiben rund 30 Fellows und 14 Forscher interdisziplinäre Forschung, die eine breite Palette von Themen aus den verschiedensten Bereichen wie Klima und internationales Recht abdeckt. Einige der Ergebnisse wurden bereits in zahlreichen akademischen Magazinen einschließlich „Science" veröffentlicht.

Weiterführende Informationen und den vollständigen Bericht finden Sie unter:
http://www.nippon-foundation.or.jp/en/news/articles/2015/

Quelle: Nippon Foundation

Kontakt:
Frau Yukiko Kuwata, Herr Takashi Arikawa
Ocean & Maritime Affairs Department
The Nippon Foundation
Tel.: +81-3-6229-5152
E-Mail: pr@ps.nippon-foundation.or.jp

QUELLE Nippon Foundation



Weitere Links

http://www.nippon-foundation.or.jp/en