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Russisches Bundesamt für Presse und Massenkommunikation: Journalisten und Diplomaten diskutierten Hauptprobleme der Medien in Russland und Europa

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Vom Nachrichtendienst

Federal Agency for Press and Mass Communications

04 Nov, 2020, 18:01 GMT

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Madrid Gastgeber der 9. Internationalen Konferenz „Russia and Europe: Topical Issues of Contemporary International Journalism".

MADRID, 4. November 2020 PRNewswire/ -- An der Diskussion nahmen auch russische und europäische Medienexperten, Vertreter internationaler öffentlicher Organisationen, diplomatischer Abteilungen und Institutionen teil, darunter - Anis Bazhrektarevic, Chefredakteur der Modern Diplomacy (Österreich), Srdja Trifkovic, Schriftsteller, Journalist, Kolumnist des Magazins Chronicles (Serbien), Sergey Nikonov, außerordentlicher Professor der Höheren Schulen für Journalismus und Massenkommunikation der Staatlichen Universität St. Petersburg, Thomas Roper, Herausgeber Anti-Spiegel (Deutschland), Natalia Sudlenkova, Journalistin, „Pražský Telegraf", Medienberaterin (Tschechische Republik), Zlatko Hadžidedić, Politikwissenschaftler, Direktor des Zentrums für Nationalismusstudien (Bosnien-Herzegowina) und andere Experten teil.

Einer der wichtigsten Diskussionspunkte der Konferenz war die Frage, wie ein Gleichgewicht zwischen Populismus und Qualitätsjournalismus erreicht werden kann. Dabei wurde angesprochen, dass es wichtig sei, ein Medien-Ökosystem zu schaffen, in dem der Einfluss der Politik auf die Medienlandschaft so klein wie möglich wäre. Anastasia Pacina, Medienexpertin aus der Tschechischen Republik, bemerkte, dass die Massenmedien immer mehr das Verständnis der Bürger für die Politik in Russland prägen: „Bei der heutigen Dominanz der Medien müssen nicht nur die Unterhaltung und die Wirtschaft, sondern auch die Politik und die politischen Aktivisten deren Werbeträger übernehmen und sie müssen ihre eigene Narrative, Handlungen und Erwartungen in den Kontext der Massenmedien integrieren. Daher werden soziale Medienplattformen und soziale Netzwerke heute von Politikern, einschließlich Populisten, weithin als wirksamer Kanal für die Kommunikation mit den Menschen und für die Verbreitung von Ideen bei den Massen genutzt".

Der Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Frage der alternativen Medien und der Propaganda. Kann ein Propagandist als guter Journalist angesehen werden, wenn er die Aufgabe der Redaktion erfüllt? Können alternative Medien und freie Medien als gleichberechtigt angesehen werden? Warum können die von Staaten und Konzernen kontrollierten Medien nicht automatisch als frei betrachtet werden?

Die Konferenzteilnehmer kamen zu dem Schluss, dass mit einem  journalistischen Netzwerk, das auf den Prinzipien der Ehrlichkeit und des Respekts aufbaut und die europäischen und russischen Medien umfassen und vor politischem Populismus schützen soll, eine „Befreiung" der Medien erreicht werden könnte. Die Rednerinnen und Redner betonten, dass ein Medium eine Alternative bieten kann, indem es seine Kommunikation auf den Prinzipien des gegenseitigen Verständnisses basiert - eine Alternative zu Nationalismus, Autoritarismus, Aggression und kurzsichtigen politischen Entscheidungen.

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