UN-Konferenz in Sendai verabschiedet einen Rahmenaktionsplan zur Risikoreduzierung von Naturkatastrophen mit Blickwinkel auf die Einbeziehung von Behinderungen

20 Mär, 2015, 05:25 GMT von The Nippon Foundation

TOKIO, 19. März 2015 /PRNewswire/ -- Die dritte UN-Weltkonferenz über Risikoreduzierung von Naturkatastrophen fand vom 14. bis 18. März in Sendai in der Präfektur Miyagi statt. Themenschwerpunkt einer der Arbeitssitzungen war erstmals die „Einbeziehung von Behinderungen bei der Risikoreduzierung von Naturkatastrophen". Der Post-Hyogo-Rahmenaktionsplan, der bei der Konferenz in Sendai verabschiedet wurde, berücksichtigt den Bedarf an Risikomanagementmaßnahmen, die Personen mit Behinderungen einschließen. Es ist zu erwarten, dass dieser Bedarf in den zukünftigen Maßnahmen des Risikomanagements der Mitgliedsstaaten reflektiert wird. Dies ist ein wichtiger Meilenstein bei der Einbeziehung von Behinderten in internationalen Rahmenentwicklungsplänen wie beispielsweise den UN Sustainable Development Goals (Nachhaltigen Entwicklungszielen der UN) (SDGs), die im kommenden Herbst verabschiedet werden.

Das erste Treffen der Weltkonferenz über Risikoreduzierung von Naturkatastrophen fand 1994 in Yokohama statt und brachte die „Yokohama-Strategie und den Aktionsplan für eine sicherere Welt" hervor. Bei der zweiten Konferenz, die in Kobe in der Präfektur Hyogo 2005 stattfand, wurde der „Hyogo-Rahmenaktionsplan 2005-2015" verabschiedet.

Zusätzlich zu den Arbeitssitzungen fanden rund 350 Nebenveranstaltungen während der Konferenz in Sendai statt. Etwa 10.000 Teilnehmer waren anwesend, darunter UN- Generalsekretär Ban Ki Moon und Japans Premierminister Shinzo Abe. Die Konferenz verabschiedete den „Sendai-Rahmenplan zur Risikoreduzierung von Naturkatastrophen 2015-2030", der auf das Hyogo-Rahmenwerk folgt.

Bei dem verheerenden Erdbeben im Osten Japans im Jahr 2011 wurde berichtet, dass die Todesrate bei Personen mit Behinderungen im Vergleich zu den anderen Bewohnern doppelt so hoch war. Es war das erste Mal, dass diese Ungleichverteilung bei Risiken durch Zahlen bestätigt wurde. Die Wichtigkeit von Katastrophenmanagement, bei dem Behinderungen besonders eingeschlossen werden, wird weltweit zunehmend anerkannt. Vor diesem Hintergrund wurde das Thema erstmals in eine Arbeitssitzung der UN-Weltkonferenz über Risikoreduzierung von Naturkatastrophen aufgenommen.

„Die Zahl von Personen mit Behinderungen liegt bei 15 % der Weltbevölkerung oder einer Milliarde", sagte Yohei Sasakawa, Vorsitzender der The Nippon Foundation, der weltweit in sieben Städten Konferenzen zur Risikoreduzierung bei Naturkatastrophen abgehalten hat und federführend dazu beigetragen hat, eine Arbeitssitzung zu dem Thema durchzuführen. Mit der Verabschiedung eines neuen Rahmenaktionsplans, der die Beteiligung von allen Menschen mit Behinderungen ermöglicht „wird nicht nur menschliches Leiden bei Naturkatastrophen verringert, sondern es wird auch der Weg für neue Genesungsmöglichkeiten nach Katastrophen freigemacht, die behinderte Personen einschließen", fügte er hinzu.

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