
Erhöhte Kostenwirksamkeit der Sekundärprävention von Nierenerkrankungen durch die gezielte Behandlung von Risikogruppen.
Weltnierentag 2020: Vorsorge ist besser als Nachsorge, für jeden und überall
BRÜSSEL, 11. März 2020 /PRNewswire/ -- Jeder dritte Mensch (schätzungsweise 850 Millionen Menschen) hat ein erhöhtes Risiko an einer chronischen Nierenkrankheit (CKD) zu erkranken. Und obwohl etwa 10% der Menschen weltweit an CKD leiden, sind sich schätzungsweise 9 von 10 dieser Menschen ihrer Erkrankung nicht bewusst.
Am diesjährigen Weltnierentag (Donnerstag, 12. März) machen Vertreter der Internationalen Gesellschaft für Nephrologie (ISN) und der Internationalen Föderation der Nierenstiftungen (IFKF) auf die wichtige Bedeutung von Präventivmaßnahmen und die dringende Notwendigkeit einer verstärkten Aufklärung von Bevölkerung, Patienten, Ärzten und politischen Entscheidungsträgern über die wirksame Prävention von Nierenerkrankungen aufmerksam.
Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung hier: https://www.worldkidneyday.org/resource/wkd-press-release-2020/
Die Kosten für Dialyse und Transplantation belaufen sich in einkommensstarken Ländern auf 2%-3% des jährlichen Gesundheitsbudgets, welche für weniger als 0,03% der Gesamtbevölkerung dieser Länder ausgegeben werden. Kosten, die durch die Vorbeugung von Nierenversagen vermeidbar wären. Darüber hinaus kann die Kostenwirksamkeit durch sekundäre Präventionsmaßnahmen für Bevölkerungsgruppen mit erhöhtem Risiko, wie z.B. Menschen mit Diabetes mellitus und Bluthochdruck sowie Menschen mit einem raschen CKD-Verlauf, erhöht werden. Während die nicht gezielte Sekundärprävention lediglich ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von über 50.000 US Dollar für jedes gewonnene Lebensjahr aufweist, lassen Schätzungen vermuten, dass diese Kosten halbiert werden können, wenn die Behandlung von Patienten mit bereits bekannter Diabetes- und Hypertonieerkrankung verbessert wird.
Konkret bedeutet dies, die Bevölkerung durch weltweite Kommunikationskampagnen über die CKD-Risiken aufzuklären und Patienten zum Beispiel durch Online-Lernplattformen zu befähigen. Medizinisches Fachpersonal würde desweitern von einer fachgebietsübergreifenden Weiterbildung zur Erkennung von CKD Risikopatienten profitieren, und Politiker müssen ganzheitlichen Programme für nicht übertragbare Krankheiten fördern und sogenannte "Best Buys"- unterstützen. Zu den "Best Buys" zur effektiveren CKD Verbeugung gehören laut Weltgesundheitsorganisation kosteneffektive Maßnahmen wie CKD Vorsorgeuntersuchungen von Risikobevölkerungsgruppen, der universelle Zugang zu den wichtigsten Diagnostika für CKD Früherkennung, die Bereitstellung kostengünstiger Grundlagentechnologien und wichtiger Medikamente, sowie die Aufgabendelegierung von Ärzten an Gesundheitspersonal in der Erstversorgung.
Presse-Kontakt:
Anne Hradsky, WKD-Kampagnenmanagerin, bei der Internationalen Gesellschaft für Nephrologie, Brüssel, Belgien. T) +32 2 808 04 20 E) [email protected]
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