
ILDS und Stiefel stellen weltweite Initiative zur Prävention von tödlichem Hautkrebs bei Albinos in Tansania vor
SEOUL, Korea und RESEARCH TRIANGLE PARK, North Carolina, May 25, 2011 /PRNewswire/ --
- Das Unternehmen richtet einen Appell an die Öffentlichkeit, die weltweite Kampagne 'Hut auf für gesunde Haut' zu unterstützen, damit diese unterversorgte Bevölkerungsgruppe ihre Haut besser gesund erhalten kann
Die Internationale Liga Dermatologischer Gesellschaften (International League of Dermatological Societies, ILDS) und Stiefel, ein Unternehmen der GSK-Gruppe, gaben heute den Start der weltweiten Initiative 'Hut auf für gesunde Haut' (Hats On For Skin Health) bekannt. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass südlich der Sahara lebende von Albinismus betroffene Menschen Möglichkeiten erhalten, sich vor der Sonne zu schützen. Ziel des Programms ist es, Spenden zu sammeln für den Kauf von Hüten und anderen Formen des Sonnenschutzes für in Tansania lebende Albinos , einem Land, dessen Rate an Menschen mit Albinismus zu den höchsten in der Welt zählt. Zurzeit leben Zehntausende von Albinos in Tansania und das Risiko, dass sie in relativ jungem Alter an Hautkrebs erkranken, ist hoch, es sei denn, ihre Haut wird durch geeignete Massnahmen vor der Sonne geschützt. Dieser Hautkrebs verläuft bis zum Alter von 40 Jahren oft tödlich. (1)
Die Kampagne wird in dieser Woche anlässlich des 22. Weltkongresses für Dermatologie in Seoul, Korea, bekannt gegeben, um Interesse zum Mitmachen zu wecken und weltweit zu Spenden aufzurufen. Von den gesammelten Spendengeldern wird ILDS Hüte oder andere Formen des Sonnenschutzes kaufen, die dann vom Regionalen Dermatologie-Ausbildungszentrum (RDTC) in Moshi, Tansania, verteilt werden. Das RDTC ist ein Programm der ILDS. Es betreut ein Albino-Projekt, zu dem auch eine mobile Hautambulanz gehört, die regelmässig Dörfer in der Region besucht. Die Mitarbeiter der mobilen Hautambulanz versuchen, durch Untersuchungen zur Früherkennung von Hautkrebs und Anweisungen zum richtigen Sonnenschutz den Menschen mit Albinismus in Tansania zu helfen.
"In dieser Region werden Albinos ernsthaft stigmatisiert und viele leben verarmt am Rande der Gesellschaft, eine zusätzliche Härte neben ihrem durch den Albinismus hohen Risiko für die Haut", so Dr. David McLean, Generalsekretär der International League of Dermatological Societies. "Stiefel wird mit der Kampagne 'Hut auf für gesunde Haut' die Anstrengungen der ILDS zur Bereitstellung der unbedingt erforderlichen Hüte für Albinos in Tansania unterstützen. Zurzeit bemühen wir uns um eine Ausweitung unserer Massnahmen zur Überwachung der Hautgesundheit von Albinos und unserer Patienteninformationsprogramme."
Dem Albinismus liegt ein genetisch bedingter Defekt der Bildung des Pigments Melanin in der Haut, den Haaren und den Augen zugrunde, was sich als helle Haut, helles Haar, rosa Augen und eingeschränktes Sehvermögen zeigt. Melanin dient als natürlicher Schutz der Haut gegen die ultraviolette (UV) Strahlung der Sonne. Menschen ohne Melanin neigen dazu, verschiedene Formen von sonnenbedingten Hautschäden zu entwickeln, darunter auch aggressive Formen von Hautkrebs.(1) In Tansania finden sich bei 100 Prozent der Albinos bereits in den ersten zehn Lebensjahren Zeichen einer Sonnenschädigung der Haut und im Alter von 20-30 Jahren leiden die Hälfte von ihnen bereits an fortgeschrittenem Hautkrebs. Das hat zur Folge, dass weniger als 2 Prozent der Albino-Kinder in Tansania das vierzigste Lebensjahr erreichen. Studien aus jüngster Zeit konnten zeigen, dass sich die Lebensdauer verlängern lässt, wenn Massnahmen zum Schutz vor der Sonne ergriffen werden. (1)
Weltweit liegt die Häufigkeit von Albinismus bei 1:20.000 Einwohnern. Die Häufigkeit des Auftretens von Albinismus ist südlich der Sahara deutlich höher als anderswo auf der Welt, und mit einem Vorkommen von 1:1.429 Einwohnern bzw. rund 30.000 Menschen hat Tansania eine der höchsten Raten weltweit.(1) Zu den vielen Vorsichtsmassnahmen, die zum Schutz vor Hautkrebs beitragen, gehören auch Aufklärung hinsichtlich des Vermeidens von Sonnenexposition, Sonnenschutz durch Sonnenblocker und Hautabschirmung durch Bekleidung wie Hüte und lange Ärmel.
"Wir sehen die grossen Probleme, mit denen Albinos in Tansania im Alltag konfrontiert werden, und freuen uns, diese gemeinsame Initiative mit der ILDS ankündigen zu können, in deren Rahmen Massnahmen zum Schutz vor Sonnenstrahlung, die dringend zur Verhütung von Hautkrebs benötigt werden, bereitgestellt werden sollen", so Bill Humphries, Präsident des Dermatologie-Bereichs bei Stiefel. "Wir hoffen, dass wir durch die Bekanntgabe unseres Programms 'Hut auf für gesunde Haut' auf dem Dermatologie-Weltkongress, andere Teilnehmer und ganz besonders die Fachleute auf dem Gebiet der Dermatologie weltweit, dafür begeistern können, sich unseren Bemühungen anzuschliessen, Albinos in Tansania bei Massnahmen zum Schutz ihrer Hautz zu unterstützen,. Als ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Hautgesundheit engagiert sich Stiefel für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Hauterkrankungen überall auf der Welt."
Die Zusammenarbeit von ILDS und Stiefel begann 2007, als Stiefel den Bau der ersten Hautstation im Krankenhaus des RDTC am Kilimanjaro Christian Medical Center in Moshi finanzierte.
Für weitere Informationen zur Kampagne oder für Ihre Spende, die für den Kauf von Hüten oder anderen Formen des Sonnenschutzes für Albinos in Tansania verwendet wird, besuchen Sie http://www.hatsonforskinhealth.org und verfolgen Sie die Kampagne auf Facebook (http://www.facebook.com/StiefelGSK) und Twitter (http://twitter.com/stiefelagskco).
Informationen zur International League of Dermatological Societies
Die Internationalen Liga Dermatologischer Gesellschaften (International League of Dermatological Societies, ILDS) ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich aus allen grösseren internationalen und nationalen Dermatologiegesellschaften der Welt zusammensetzt und offizielle Beziehungen zur Weltgesundheitsorganisation unterhält. Die ILDS wurde gegründet, um die folgenden Aufgaben wahrzunehmen: Anregung der Zusammenarbeit der dermatologischen Fachgesellschaften und der in allen Gebieten der Hautmedizin und -biologie weltweit engagierten Gesellschaften, Förderung der Weiterentwicklung der dermatologischen Ausbildung, Versorgung und Wissenschaften, Förderung der persönlichen und beruflichen Beziehungen zwischen Dermatologen weltweit, Repräsentation der Dermatologie in Kommissionen und internationalen Gesundheitsorganisationen sowie Organisation eines Weltkongresses für Dermatologie alle vier Jahre. Die Internationale Stiftung für Dermatologie (International Foundation for Dermatology, IFD) wurde von der ILDS ins Leben gerufen, um ein sich erweiterndes Programm zur Verbesserung der Versorgung von Hautkrankheiten in unterversorgten Gebieten in Entwicklungsländern bereitzustellen. Die IFD baute erfolgreich das Regionale Dermatologie-Ausbildungszentrum in Moshi, Tansania, auf, wo Führungskräfte unter dem Gesundheitspersonal und den Ärzten der angrenzenden Regionen ausgebildet werden.
Informationen zu Stiefel, ein GSK-Unternehmen
Stiefel, ein Unternehmen der GSK-Gruppe, engagiert sich für Fortschritte in der Dermatologie und der wissenschaftlichen Forschung zur Haut, um Menschen zu einer gesünderen Haut zu verhelfen. Stiefels Einsatz für Innovation hat zusammen mit seinem Schwerpunkt auf pharmazeutische, rezeptfreie und schönheitsfördernde dermatologische Produkte das Unternehmen zu einem weltweit führenden Anbieter in der Hautgesundheitsbranche gemacht. Weitere Informationen zu Stiefel finden Sie unter http://www.stiefel.com.
Literatur
1. Cruz-Inigo, Andres. Albinism in Africa: Stigma, Slaughter and Awareness Campaigns. Dermatol Clin. 2011; 29: 79-87
Share this article