
Benchmarkdienst für Energieeffizienz in Mobilfunknetzen der GSMA wird von 20 Mobilfunkbetreibern unterstützt
LONDON, March 22, 2011 /PRNewswire/ --
- MEE-Initiative hilft Mobilfunkbetreibern bei der Ausarbeitung einer gemeinsamen Methodik zur Messung und Überprüfung der Energieeffizienz sowie des Kohlenstoffausstosses in ihren Netzen
Die GSMA gab heute bekannt, dass sein im September 2010 eingeführter MEE-Benchmarkdienst (Mobile Energy Efficiency) für Netzwerke ab sofort von 17 weiteren Mobilfunk-Netzbetreibern (MNO) unterstützt wird. Somit steigt die Anzahl der Betreiber, die die Initiative unterstützen, weltweit auf insgesamt 20. Betreiber, die sich an der MEE beteiligen, verwalten 150 Netzwerke in 100 Ländern und sind für 40 Prozent aller Mobilfunk-Vertragskunden weltweit tätig. Erste Ergebnisse der Methodik werden für den Sommer 2011 erwartet.
Die Betreiber Airtel, Axiata, Bharti Infratel, China Mobile, CSL, Idea, Kyivstar, Mobinil, MTN, MTS, NTT Docomo, Orange, Orascom, T-Mobile, Telefonica, Telekom Austria, Telenor, Telecom Italia, Telstra und Zain werden den MEE-Dienst unterstützen, mit dessen Hilfe:
- MNOs ihre Einsparungen durch Energieeffizienz bestimmen und
quantifizieren können;
- Netzwerke auf Grundlage von vier durchgehenden Leistungsindikatoren
einer Bewertung unterzogen werden können: Energie je Verbindung,
Energie je Basisstation, Energie je Verkehrseinheit und Energie je
Umsatzeinheit; und
- Berichte über die gesamten Treibhausgasemissionen auf globaler und
regionaler Ebene in Mobilfunknetzen erstellt werden können. Grundlage
hierfür bilden Basisdaten aus dem Jahr 2009.
"Ich bin sehr stolz, dass wir in so kurzer Zeit einen derartigen Zuspruch verzeichnet haben und einige der führenden MNOs der Mobilfunkbranche für unsere Zwecke hinzugewinnen konnten. Viele weitere werden bald folgen", so Gabriel Solomon, Senior Vice President der GSMA-Abteilung Public Policy. "Der Ansatz der GSMA ist eine praktische und pragmatische Antwort auf eine Problemstellung, die sich als äussert komplex erweisen kann."
Der Ansatz der GSMA steht in engem Zusammenhang mit den Empfehlungen der Europäischen Kommission bezüglich der Mobilisierung von Informations- und Kommunikationstechnologien(1) zur Vereinfachung des Umstiegs auf eine energieeffiziente, kohlenstoffarme Wirtschaft.
Die GSMA arbeitet aktiv mit Standardisierungsbehörden wie beispielsweise der ITU zusammen, um eine passende Methodik zur Bewertung von lebenszyklischen Umweltauswirkungen der ICT-Branche zu entwickeln. Die MEE der GSMA richtet sich gezielt an Mobilfunknetze, um so den Grossteil der Emissionen in der Mobilfunkbranche erfassen zu können. Die Mobilfunkbranche publizierte im November 2009 das sogenannte "Green Manifesto". Dort heisst es, dass geschätzte 84 Prozent der Direktemissionen in der Mobilfunkbranche im Netzwerk und nur 16 Prozent von Geräten verbraucht werden.(2)
"MEE leistet einen wesentlichen Beitrag zum Fortschritt bei der energieeffizienten Nutzung von erneuerbaren Energien zum Betrieb von Basisstattionen. Seit 2008 berücksichtigen alle Standards der ITU den grundsätzlichen Bedarf an Energieeffizienz und wir arbeiten derzeit an einem Standard für diesen bestimmten Bereich. Ausserdem arbeitet die ITU mit der GSMA und weiteren Partnern gemeinsam an der Erstellung einer verbindlichen Auswahl an Methodiken, um die Umweltauswirkungen von ICTs zu messen, Vergleiche zu sonstigen Emissionen im Bereich ICT zu ziehen und ausserdem die wichtigen Beiträge zu unterstreichen, die ICTs im Kampf gegen die Klimaveränderung zu leisten im Stande sind", so Malcolm Johnson, Direktor des ITU Telecommunication Standardization Bureau.
MEE ist ein Bestandteil des ganzheitlichen Ansatzes der GSMA im Hinblick auf den Umweltschutz und ergänzt die Aktivitäten rund um das GPM-Programm (Green Power for Mobile), welches die Nutzung von erneuerbaren Energien zum Betrieb von Basisstationen fördern soll. Im Rahmen des GPM zielt das Programm "Community Power from Mobile" darauf ab, unterversorgte, entlegene Gegenden ohne Stromnetzanbindung mit Strom zu versorgen. Hauptkunden sind dabei Mobilfunknetze in ländlichen Gegenden, wobei der überschüssige Strom zur Versorgung lokaler Gemeinden genutzt werden soll.
Informationen über die GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen von Mobilfunkbetreibern aus aller Welt. In 219 Ländern vereint die GSMA mehr als 800 weltweite Mobilfunkbetreiber und 200 Unternehmen aus dem weiteren Umfeld des Mobilfunks, darunter Mobilgerätehersteller, Softwareunternehmen, Zulieferer, Internetunternehmen sowie Medien- und Unterhaltungsunternehmen. Die GSMA konzentriert sich auf die Findung, Förderung und Schaffung neuer Möglichkeiten für ihre Mitglieder und verfolgt dabei das Ziel, das Wachstum der Mobilfunkindustrie grundsätzlich voranzutreiben.
Für weitere Informationen besuchen Sie Mobile World Live, das neue Online-Portal der Mobilfunkbranche, auf http://www.mobileworldlive.com oder die GSMA-Unternehmenswebsite auf http://www.gsmworld.com.
(1) http://ec.europa.eu/information_society/activities/sustainable_growth/docs/recommendation_d_vista.pdf
(2) http://www.gsmworld.com/documents/mobiles_green_manifesto_11_09.pdf
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