
GSMA gibt Ergebnisse des Spam Reporting Service Pilotprojektes bekannt
LONDON, February 11, 2011 /PRNewswire/ --
- 70% des SMS Spam betreffen Finanzbetrug
Heute gab die GSMA die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt ihres GSMA Spam Reporting Service (SRS) bekannt, welches von März bis Dezember 2010 in Zusammenarbeit mit AT&T, Bell Mobility, KT, Korean Internet & Security Agency (KISA), SFR, Sprint, und Vodafone durchgeführt wurde. Der GSMA SRS bietet ein weltweites Clearinghaus für Messaging-Bedrohungen und Missbrauch, die durch Mobilfunkkunden gemeldet wurden. Das GSMA SRS Pilotprojekt bestätigte die Lösungsanforderungen, die vor allem dem Messaging-Missbrauch durch Spam galten, der zum wachsenden Problem für Verbraucher, Mobilfunkanbieter und Regulierungsbehörden weltweit wird.
"Da Mobiltelefone solch ein persönliches Medium sind, fühlt sich SMS-Spam wie eine sehr persönliche Verletzung an und Kunden werden dabei trickreich zu Opfern von betrügerischen und schädlichen Angriffen", sagte Jeremy Sewell, Chief Operating Officer, GSMA. "Die Mobilfunkindustrie konzentriert sich auf die Ausmerzung dieser Geissel, und der GSMA SRS bietet eine einfache Lösung, die einfach und schnell zu implementieren ist, wenig kostet und hocheffektiv ist wenn es darum geht, sehr unterschiedliche und ausgeklügelte Angriffe zu identifizieren. Der Schutz der Verbraucher und die Erhöhung der Messaging-Sicherheit ist eine Priorität, und durch die proaktive Kontrolle von SMS Spam sind Betreiber in der Lage, vertrauenswürdige Kundenbeziehungen aufrecht zu erhalten."
Das Pilotprojekt analysierte den SMS Verkehr identifiziert und aggregierte Berichte über Missbrauchsfälle, welche von Verbrauchern an die teilnehmenden Netzwerke mittels eines kurzen Codes übermittelt wurden. Eine Analyse der Pilotprojektdaten ergab, dass sich Spam in allen Netzen finden lässt, und zwar auf einem höheren Niveau als ursprünglich erwartet. Sie zeigte auch, dass, wenn man sich dieses Problems annähme, die bei der Verbesserung der Sicherheit und Stabilität von Netzwerken helfen würde und dazu beitrüge, unerwünschten Traffic auf den Netzwerken zu verringern, der derzeit wertvolle Bandbreiten verstopft und verschwendet.
"Es freut uns sehr, die Technologie hinter dem GSMA Spam Reporting Service liefern zu können und wir werden weiterhin mit der GSMA und den Betreibermitgliedern zusammenarbeiten, um die SRS Plattform in jeder Hinsicht dergestalt zu entwickeln, dass Betreibernetzwerke weltweit abgesichert sind", sagte Hugh McCartney, Chief Executive Officer, Cloudmark. "Da Messaging Spam das Potential hat, sich finanziell nachteilig auf das mobile Ökosystem auszuwirken, sind wir zuversichtlich, dass diese Zusammenarbeit mit der GSMA und der globalen mobilen Gemeinschaft einen bedeutenden und nachhaltigen Wert für die weitere Entwicklung der mobilen Industrie haben wird."
Angreifer verwenden ausgeklügelte Techniken der Nachrichtenmodifizierung und übertragen geringe Mengen von Nachrichten von der Nummer jedes Absenders aus, um über lange Zeit zu verhindern, dass sie entdeckt werden. Ihre Methoden variieren in den unterschiedlichen Regionen, was eine weltweite Zusammenarbeit noch wichtiger werden lässt, um dieses Problem zu bekämpfen. Weitere Feststellungen zeigten, dass der meiste Spam aus dem eigenen Netz selbst stammt, gefolgt von Peer-Netzwerken und danach von Internet-Diensten, aber jeder Mobilfunknetzbetreiber (MNO) in diesem Pilotprojekt war dazu in der Lage, die Quelle des Spam zu identifizieren und sofort Gegenmassnahmen zu ergreifen.
Der GSMA SRS bietet Datengestützte Analysen an, welche den Betreibern helfen werden, einen noch tieferen Einblick in ihre Netzwerke und die Trends bei den Angriffen, von denen sie betroffen sein werden, zu erhalten. MNOs können nun die Art und Methode der Angriffe auf ihr Netzwerk verstehen, und das Volumen und die Auswirkungen der Angriffe identifizieren, um danach effiziente und umfassende Sicherheitsstrategien zu entwickeln. Der GSMA SRS wird es Betreibern auch ermöglichen, Informationen über Angriffe mit ihren Kollegen innerhalb der MNO Gemeinschaft auszutauschen, was wiederum dazu beiträgt, eine gemeinschaftliche Verteidigung gegen Angreifer aufzubauen. Der GSMA SRS ermöglicht es Betreibern, noch proaktiver bei der Verstärkung ihrer internen Sicherheitsvorkehrungen vorzugehen um auf mobile Spam zu reagieren, die Integrität und den Wert des mobilen Messaging für Kunden aufrechtzuerhalten, die immer öfter mobile Geräte verwenden, um mit Werbedienstleistern aus den Bereichen Finanzen, Gesundheit und Recht zu interagieren.
Höhepunkte des GSMA Spam Reporting Service
Obwohl fast ein Zehntel der Spam-Angriffe Inhalte für Erwachsene enthielten, so zielte der Grossteil der Angriffe auf finanziellen Gewinn, wobei 70% der Berichte über Spam sich eher auf betrügerische Finanzdienstleistungen bezogen als auf die traditionellen Werbeszenarien, welche man sonst bei Email-Spam fand. Im Übrigen lassen sich die angriffe in drei Kategorien einteilen:
- Phishing Versuche - hierbei versucht der Angreifer Finanzinformationen
von dem Abonnenten zu sammeln. Dies geschah häufig durch die Verwendung
einer URL in der Nachricht mit einer betrügerischen Webseite oder einem
Aufruf dazu, man solle bei einem betrügerischen Call-Center anrufen,
welches dann wiederum versuchte, Bankdetails oder persönliche
Informationen zu sammeln. Eine typische derartige Nachricht würde etwa
lauten, der Teilnehmer habe bei einer Lotterie oder Verlosung gewonnen
und solle anrufen, um seinen Preis zu erhalten;
- Social Engineering Betrug - wie zum Beispiel Kredit- oder
Glücksspielbetrug, wobei der Aufruf oft lautete, man solle einfach dem
Absender antworten, um dann wiederum den Abonnenten dazu zu bringen,
Geld zu überweisen; oder
- Betrug durch hochpreisige Telefondialer - hier enthielt die SMS eine
Telefonnummer, und sobald der Abonnent diese Nummer anrief oder eine
SMS dorthin versandte, wurden ungewollt teure Gebühren an den Angreifer
bezahlt. Eine typische derartige Nachricht würde etwa lauten, der
Abonnent habe die Nachricht eines Dating- oder Erwachsenen-Service
erhalten.
Es wurden auch einige regionale Unterschiede hinsichtlich Art und Inhalt der Nachrichten beobachtet. In Asien handelte es sich bei der Mehrzahl der Angriffe um Betrugsversuche, bei denen man Spieleseiten anklicken sollte, gefolgt von betrügerischen Kreditdienstleistungen. In Europa bezog sich etwa ein Viertel aller Berichte auf betrügerische Lotterie-, Kredit- und Versicherungsanspruchsleistungen und ein Fünftel war allgemein nur für Erwachsene. In Nordamerika bezog sich ein Grossteil der Berichte auch Darlehen und Gehaltsvorauszahlungen.
Die Methode des GSMA Spam Reporting Service
Das GSMA SRS Pilotprojekt wurde im Auftrag der GSMA von Cloudmark, Inc. durchgeführt, die diesen Dienst nun offiziell als Partner der GSMA bereitstellt. Der kurze Code '7726', der auf den meisten Telefonen das Wort "SPAM" ergibt, wurde verwendet, wo immer dies die nationalen Nummerierungspläne zuliessen, in Verbindung mit einem zusätzlichen Code '33700', einem allgemein anerkannten einfachen Code, um Verbraucher dazu zu ermutigen, die entsprechenden Instanzen über SMS Spam zu informieren. Mittels dieser Berichterstattung war es den Verbrauchern möglich, den angeblichen Spam an ein reaktionsfähiges Feedback-System zu leiten, das wiederum diesen Bericht annahm und die Serviceprovider informierte, so dass entsprechende Gegenmassnahmen ergriffen werden konnten. Hierzu zählten weitere Untersuchungen, Verwarnungen sowie der Ausschluss von Absendern, welche von Endverbrauchern mehrfach wegen unangeforderten oder betrügerischen Nachrichten angezeigt wurden.
Präsentation der Ergebnisse des GSMA Spam Reporting Service
Die GSMA halt Seminare auf dem Mobile World Congress 2011 in Barcelona über die Ergebnisse des Spam Reporting Service Pilotprojektes ab, bei welchen die Teilnehmer die Daten einsehen können und die Schlussfolgerungen der Teilnehmer anhören, die Vorteile verstehen, die es hat, ein Teil dieser Lösung zu sein und die Experten der Branche treffen können:
Halle 7, Seminar Theater
Montag, 14. Februar 0900-1030
Dienstag, 15. Februar 1630-1800
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte http://www.gsmworld.com/our-work/mobile_lifestyle/5840.htm oder kontaktieren [email protected]
Über die GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten mobilen Kommunikationsindustrie. Aus 219 Ländern vereint die GSMA fast 800 aller Mobilfunkbetreiber weltweit, sowie mehr als 200 Unternehmen im weiteren mobilen Wirtschaftssystem, darunter Handyhersteller, Software-Unternehmen, Ausrüster, Internet-Firmen und Medien- und Unterhaltungsunternehmen. Die GSMA konzentriert sich auf Innovation, Entwicklung und Schaffung neuer Möglichkeiten für seine Mitglieder, alles mit dem übergreifenden Ziel, das Wachstum des mobilen Kommunikationsbranche voranzutreiben.
Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte Mobile World Live, das neue Online-Portal für die Mobilfunkbranche, unter http://www.mobileworldlive.com oder die GSMA Unternehmenswebseite unter http://www.gsmworld.com.
Zusätzliche Zitate
"Die mobile Gemeinschaft spielt eine zunehmend entscheidende Rolle im Kampf gegen SMS Spam. Mobile Spam Berichterstattung hilft Netzbetreibern, Angriffe schnell zu erkennen, stärkt unsere Abonnenten, und erlaubt es uns, unseren Kunden weiterhin die besten mobilen Erfahrungen zu bieten."
Scott McElroy, Vizepräsident, AT&T Labs
"Die Teilnahme am GSMA Projekt bot KISA eine gute Gelegenheit, sich aktiv an den Diskussionen über die internationale Zusammenarbeit zu beteiligen, wie zum Beispiel über die Einrichtung von Standards hinsichtlich der Berichterstattungsmethode für Spam. KISA wird professionelle Kapazitäten sicherstellen und strebt danach, zu einer der führenden Organisationen weltweit im Bereich der Spam-Reaktion in der Zukunft zu werden."
Rhee Myung-soo, Vizepräsident, KISA
"Wir sind mit den Ergebnissen des Pilotprojektes des GSMA Spam Reporting Service zufrieden. Die Zusammenarbeit von Betreibern in verschiedenen Regionen der Welt betont den Erfolg von Korea's nationalem mobilen Spam Reporting Service. Wir glauben fest daran, dass SMS Messaging Spam ein globales Problem ist und in Zusammenarbeit mit Mobilfunkbetreibern und Verbrauchern zur Verteidigung angegangen werden sollte."
Juncheol Lee, Vizepräsident, KT
"Die GSMA SRS hat wertvolle Einblicke in die Art und Weise der geplanten Angriffe auf das Netzwerk geboten. Da Angreifer immer ausgeklügeltere Techniken und geringere Nachrichtenmengen einsetzen, um nicht entdeckt zu werden, können wir die Daten und Erkenntnisse aus der GSMA SRS dazu nutzen, auf diese Bedrohungen mit der effektivsten und effizientesten Sicherheitsstrategie zu reagieren."
Jean-Yves Poichotte, Group Information Security & Fraud Director, SFR
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