
GSMA gibt neue Initiative für Datenschutz bei mobilen Anwendungen bekannt
BARCELONA, Spanien, February 28, 2012 /PRNewswire/ --
Mobilfunkbetreiber implementieren ab sofort Richtlinien für eingebauten Datenschutz bei mobilen Anwendungen
Mobile World Congress -- Die GSMA hat mit der Unterstützung der führenden Mobilfunkbetreiber in Europa sowie aufgrund von Konsultationen mit allen Bereichen der Mobilfunkbranche eine Reihe weltweit gültiger Richtlinien für eingebauten Datenschutz bei der Entwicklung mobiler Anwendungen (Privacy Design Guidelines for Mobile Application Development) veröffentlicht. Diese Richtlinien sollen die Transparenz und die Wahlmöglichkeiten für Benutzer verbessern und eine genauere Kontrolle der persönlichen Informationen gewährleisten, auf die die jeweilige Anwendung zugreift. Die Mobilfunkbetreiber in Europa werden diese Richtlinien auf ihre jeweiligen Markenprodukte anwenden.
"Der Mobilbereich hat sich weltweit zu einem unglaublich wichtigen und einflussreichen Instrument entwickelt, ungeachtet des Alters oder der Region", erklärte Anne Bouverot, Director General der GSMA. "Dennoch sind aus der wachsenden Verwendung auch erhebliche Datenschutzprobleme hinsichtlich der Möglichkeiten der Nutzer, ihre persönlichen Informationen auszuwählen und den Zugriff darauf zu überblicken, entstanden. Die Veröffentlichung und die Implementierung der Richtlinien für eingebauten Datenschutz bei der Entwicklung mobiler Anwendungen soll das Vertrauen der Benutzer in diese neue Welt der Anwendungen stärken."
Die GSMA arbeitet mit Beteiligten aller Bereiche der Mobilfunkbranche zusammen, um wirksamen und einheitlichen Datenschutz für Mobilfunknutzer zu erwirken und sicherzustellen, dass der Datenschutz bei allen Mobildienstleistungen einen hohen Stellenwert einnimmt. Die Richtlinien basieren auf den im letzten Jahr eingeführten Mobile Privacy Principles (Datenschutzrichtlinien für Mobilfunkgeräte) und legen fest, in welcher Weise der Datenschutz für Benutzer von Mobilanwendungen, die auf persönliche Informationen zugreifen oder diese verwenden oder speichern, beachtet werden muss.
Mobilfunkbetreiber in Europa, darunter die Deutsche Telekom, France Telecom - Orange, Telecom Italia, Telefonica, die Telekom Austria Group, die Telenor Group, TeliaSonera und Vodafone, implementieren die neuen Richtlinien ab sofort in ihren eigenen mobilen Markenanwendungen. Auch weitere Bereiche der Mobilfunkbranche sollen dem Beispiel der führenden Mobilfunkanbieter folgen und sich an die neuen Richtlinien halten.
"Der Datenschutz steht für Orange an oberster Stelle. Wir unterstützen diese Initiative, die die Bedürfnisse der Verbraucher hinsichtlich Datenschutz klar in den Vordergrund stellt, in vollem Umfang", sagte Jean-Marie Culpin, Group Director für Marketing bei Orange. "Immer mehr Verbraucher nutzen die Vorteile des digitalen Zeitalters, und Orange ist nicht lediglich Anbieter dieser neuen Möglichkeiten, sondern möchte die Kunden auf ihrer Entdeckungsreise unterstützen, begleiten und schützen", so Culpin weiter.
"Der Datenschutz hat für Telecom Italia Priorität, und durch die Anwendung der Mobile Privacy Principles der GSMA haben wir uns gemeinsam mit der Branche aktiv an der Entwicklung der Richtlinien für eingebauten Datenschutz bei der Entwicklung mobiler Anwendungen beteiligt", erklärte Franco Bernabe, Vorsitzender und CEO der Telecom Italia Group und Vorsitzender der GSMA. "Die Einführung dieser Richtlinien stellt den Beginn einer Definition für einen gesamten Geschäftsbereich dar, in dem Mobilbetreiber, Anbieter, so genannte Over-the-Top-Players sowie Dritte auf einen gemeinsamen, weltweit gültigen Ansatz hinarbeiten."
"Das Vertrauen der Kunden in unsere Mobildienstleistungen ist für uns der Schlüssel zum Erfolg. Daher unterstützt die Telekom Austria Group die Entwickler-Richtlinien für Anwendungen (Applications Developers Guidelines) und setzt sich in vollem Umfang für eine Implementierung ein", erläuterte Hannes Ametsreiter, CEO der Telekom Austria Group.
"Telenor hat sich an der Entwicklung der GSMA Privacy Principles, die im Januar letzten Jahres von der GSMA veröffentlicht wurden, beteiligt, und im Rahmen der natürlichen Weiterführung dieser Arbeit auch an den Richtlinien für eingebauten Datenschutz für mobile Anwendungen mitgewirkt", erklärte Kjetil Rognsvag, Group Privacy Officer der Telenor Group. "Telenor ist davon überzeugt, dass es auf dem immer globaler werdenden Markt für Anwendungen von besonders hoher Bedeutung ist, unsere Kunden und damit auch unser eigenes Geschäft zu schützen. Die Richtlinien stellen einen Schritt in diese Richtung dar, und Telenor hat bereits mit der Implementierung im eigenen Unternehmen begonnen."
"Wenn die steigenden Verkaufszahlen und die wachsende Beliebtheit mobiler Anwendungen aufrechterhalten werden sollen, müssen die Verbraucher auf den Datenschutz vertrauen können", so Stephen Deadman, Group Privacy Officer von Vodafone. "Das ist die Verantwortung der gesamten Mobilbranche, und diese Richtlinien bieten eine wichtige Norm dafür, was die Nutzer von den Anwendungen erwarten können sollten."
Die Richtlinien für eingebauten Datenschutz bei mobilen Anwendungen richten sich an alle Beteiligten der Mobilanwendungs- und Dienstleistungslieferkette, die für das Erfassen und Verarbeiten persönlicher Informationen von Mobilnutzern verantwortlich sind. Dazu gehören Entwickler, Gerätehersteller, Unternehmen für Betriebssysteme, Mobilfunkbetreiber, Werbetreibende und Analyseunternehmen. Die Richtlinien unterstützen die Entwicklung, das Angebot und den Betrieb mobiler Anwendungen, bei denen der Nutzer im Vordergrund steht, und helfen ihm dabei, zu verstehen, auf welche persönlichen Informationen die Anwendung zugreifen kann und was sie davon speichert und nutzt, welche Informationen verwendet werden und warum, und wie er diese Zugriffe auswählen und kontrollieren kann.
"Die Datenschutzrichtlinien, die ab sofort angewendet werden, stellen einen ersten wichtigen Schritt dar, doch um einen wirklichen Wandel herbeizuführen, müssen Mobilbranche, Internetbranche, Zivilgesellschaft sowie Regulierungsbehörden enger zusammenarbeiten", so Bouverot weiter. "Die heutige Ankündigung ist ein guter Ansatz für die Einführung bewährter Methoden in unserer Branche. Wir setzen uns für einen aktiven Dialog und eine umfangreiche Anwendung dieser Richtlinien in der gesamten Branche ein, um sicherzustellen, dass wir Produkte anbieten, die den Datenschutz der Verbraucher im Mobilbereich berücksichtigen."
Den Text der Richtlinien für eingebauten Datenschutz der GSMA finden Sie auf http://www.gsma.com/Mobile-Privacy-Design-Guidelines.
Informationen zur GSMA
Die GSMA repräsentiert die Interessen von Mobilbetreibern weltweit. Die GSMA vereint über 220 Länder hinweg fast 800 Mobilbetreiber in aller Welt sowie mehr als 200 Unternehmen im weitläufigeren mobilen Geschäftsbereich, einschließlich Handset-Hersteller, Software-Unternehmen, Equipment-Anbieter, Internet-Unternehmen sowie Organisationen der Medien- und Unterhaltungsbranche. Die GSMA organisiert auch branchenführende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.
Weitere Informationen finden Sie auf der GSMA-Verbandswebsite unter http://www.gsma.com oder auf Mobile World Live, dem Online-Portal für die Mobilfunkbranche, auf http://www.mobileworldlive.com
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