
GSMA veröffentlicht Richtlinien zum Datenschutz für Mobilfunkgeräte (Mobile Privacy Principles)
LONDON, January 29, 2011 /PRNewswire/ --
- Die Branche unternimmt einen proaktiven Schritt, um auf datenschutzrechtliche Bedenken einzugehen
Die GSMA gab heute die Veröffentlichung ihrer Richtlinien zum Datenschutzes für Mobilfunkgeräte (Mobile Privacy Principles) bekannt. Die Richtlinien beschreiben die Art, wie die Privatsphäre von Mobilfunkkonsumenten respektiert und geschützt werden sollte, wenn Konsumenten mobile Anwendungen und Dienstleistungen verwenden die Zugriff auf ihre persönlichen Daten haben, sie verwenden oder sammeln. Die Richtlinien sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit führender Mobilfunkbetreiber und Anregungen anderer Spieler im weiteren mobilen Öko-System.
"Online-Privatsphäre ist ein wichtiges Problem und von hohem Interesse überall auf der Welt", so Tom Phillips, Leiter Vorschriftenwesen bei der GSMA. "In vielen Regionen der Welt wird die erste Interneterfahrung des Konsumenten über das Mobiltelefon erlebt und wir glauben, dass es wichtig ist, die Herausforderungen der mobilen Privatsphäre frühzeitig anzugehen, um die Privatsphäre des Verbrauchers zu schützen. Wir heissen die Interessensvertreter aus der weiteren IVT-Branche willkommen, um uns bei dieser Arbeit durch Diskussionen und Zusammenarbeit zu helfen."
Die Mobile Privacy Principles werden dazu verwendet werden, detailliertere Richtlinien und Verhaltenscodes zu entwickeln, um auf bestimmte Bedenken der Verbraucher einzugehen, wie zum Beispiel den Gebrauch von privaten Daten oder Standortdetails durch Anwendungen. Sie ebnen den Weg für die Entwicklung klarer und einfacher Wege für die Verbraucher, um ihre Informationen und Ihre Privatsphäre auf Mobiltelefonen zu verwalten. Die wichtigsten Herausforderungen sind, neue, mobilfunkfreundliche Methoden zu finden, um den Verbrauchern dabei zu helfen, informierte Entscheidungen bezüglich ihrer Privatsphäre treffen zu können.
Eine der wichtigsten Richtlinien bezieht sich auf die 'Transparenz und Mitteilung', in der es darum geht, offen und ehrlich mit den Kunden zu sein, wenn persönlichen Daten gesammelt werden und warum. Die Richtlinien decken auch Probleme ab wie der Bedarf, die Verbraucher mit der Kontrolle darüber auszustatten, wie ihre persönlichen Daten verwendet werden und von wem, und sicher zu stellen, dass nur der Mindestsatz an Daten für eine bestimmte Dienstleistung gesammelt wird und nicht länger als nötig aufbewahrt wird.
Die GSMA überprüft diese Probleme gründlich und richtet sich an die Interessensvertreter der weiteren Branche, einen weiten Konsens ins Leben zu rufen, wie man sicher gehen kann, dass die Privatsphäre des Verbrauchers innerhalb der Mobilfunkanwendungen und auf Plattformen und bei Dienstleistungen konsequenter behandelt wird, während weiter die Innovation unterstützt werden soll.
Phillips führte weiter aus: "Die Mobile Privacy Principles sind ein wichtiger erster Schritt, aber es ist eine stetige Herausforderung, sich um die mobile Privatsphäre zu kümmern, die Unterstützung und Zusammenarbeit der weiteren Internetindustrie erforderlich macht sowie die Zusammenarbeit von der zivilen Gesellschaft und Behörden, wenn wir einen wirklichen Schutz für den Verbraucher schaffen wollen. Dies ist also auch ein Aufruf an die breitere Industrie."
Informationen über die GSMA
Die GSMA repräsentiert die Interessen der weltweiten mobilen Kommunikationsbranche. Sie umfasst 219 Länder und vereinigt fast 800 der Mobilfunkanbieter weltweit, sowie mehr als 200 Unternehmen, die im weiteren Sinne mit dem mobilen Ökosystem zu tun haben, wie zum Beispiel Handset-Hersteller, Softwareunternehmen, Anbieter von Zubehör, Internetfirmen sowie Medien und Unterhaltungsorganisationen. Die GSMA konzentriert sich auf die Innovation, die Inkubation und Schaffung neuer Möglichkeiten für ihre Mitglieder. Allen gemeinsam ist das Endziel, das Wachstum der mobilen Kommunikationsbranche voranzutreiben.
Weitere Informationen finden Sie auf Mobile World Live, das neue Onlineportal für die mobile Kommunikationsindustrie, unter http://www.mobileworldlive.com oder auf der Unternehmenswebseite der GSMA unter http://www.gsmworld.com.
Die GSMA heisst die Kommentare und das Engagement aller Interessenvertreter willkommen. Firmen, die sich schon in der Mobile Privacy Initiative engagieren, die diese Richtlinien mitentwickelt haben, sind zum Beispiel AT&T, Deutsche Telecom, Everything Everywhere, H3G Europe, Opera, Orange, Telecom Italia, Telefonica, Telekom Austria, Telenor, Vodafone, Zain. Einzelheiten zur GSMA Mobile Privacy Initiative und eine vollständige Kopie der Mobile Privacy Principles finden Sie auf: http://www.gsmworld.com/mobileprivacy. Anmerkungen können an [email protected] geschickt werden.
Zusätzliche Zitate:
"Die Mobile Privacy Principles, die von der GSMA übernommen wurden, verkörpern das, wovon wir von AT&T schon lange überzeugt sind und schon bewusst im Datenschutz praktiziert haben. Wir freuen uns, ein Teil dieser Mobile Privacy Initiative zu sein und wir unterstützen ihr Ziel. Sie dient als Beginn eines Prozesses, der versucht, dem Weg eine Form zu geben, wie der Schutz der Privatsphäre im aufstrebenden mobilen Ökosystem vorangetrieben und verwaltet werden kann."
Robert W. Quinn Jr., Senior-Vizepräsident-Bundesaufsichtsbehörde und Leitender Datenschutzbeauftragter bei AT&T
"Die Mobile Privacy Initiative bezweckt durch die Ermächtigung der Kunden des Deutsche Telekom Konzerns nach Auswahl und Präferenz zu üben wie, ihre persönlichen Daten verwendet werden. Die Deutsche Telekom ist schon heute an die höchsten Datenschutzauflagen bei ihren eigenen Produkten und Dienstleistungen gebunden. Aber es soll auch durch diese Initiative eine aktive Zusammenarbeit mit Herstellern, Internetfirmen und Softwareentwicklern stattfinden, damit wir für unsre Kunden weitere Verbesserungen erreichen."
Claus Ulmer, Datenschutzbeauftragter des Unternehmens bei der Deutsche Telekom
"In einer Reihe mit dieser Überzeugung, dass die Beteiligung der breiten Industrie der Schlüssel dafür ist, dass Kundendaten geschützt werden können, unterstützt Orange voll und ganz die Richtlinien der GSMA zum mobilen Datenschutz und die zukünftigen Entwicklungen. Dies hat der Konzern (The Group) schon dadurch demonstriert, dass er sich in diesem Bereich verpflichtet, Richtlinien zum Datenschutz schon im Entwicklungsprozess zu berücksichtigen, was Produkte und Dienstleistungen zu Folge hat, die unsren Kunden eine zusätzliche Stufe an Komfort und Sicherheit bieten."
Marc Fossier, leitender Angestellter zuständig für die soziale Verantwortung des Unternehmens bei Orange.
"Vertrauen und Zuversicht sind meinen Kunden wichtig und daher sind sie wichtig für die Zukunft der Telefonica. Wir sehen diese Initiative als wichtigen Schritt an, dies zu etablieren."
Matthew Key, Vorsitzender und Geschäftsführer bei Telefonica Europe
"Wir bei der Telekom Austria Group kombinieren Innovation mit Sicherheit, Zuverlässigkeit und Stabilität und legen höchsten Wert auf die Zufriedenheit unserer Kunden bei den Dienstleistungen und Produkten. Wenn es um vertrauliche Informationen geht, setzen wir die modernsten Technologien ein, um die Privatsphäre zu schützen und um die strengsten Sicherheitsvorsichtsmassnahmen für den Datenschutz zu erfüllen. Da uns die Herausforderungen in unserem Ökosystem bewusst sind, haben wir nicht nur eine konzernweite und umfassende Informationssicherheitsrichtlinie, sondern wir unterstützen die Mobile Privacy Initiative der GSMA vollkommen als weiteren wichtigen Schritt, um Bedenken bezüglich der Datensicherheit innerhalb der internationalen mobilen Kommunikationsindustrie in Angriff zu nehmen."
Hannes Ametsreiter, Geschäftsführer der Telekom Austria Group
"Telenor sieht die Mobile Privacy Principles als wichtigen Schritt an, um noch stärker die Daten der Kunden zu schützen und um den Kunden einen besseren Einblick und Kontrolle darüber zu geben, wie ihre Daten verarbeitet werden.
Wir glauben, dass diese Richtlinien zu besseren und sichereren mobilen Dienstleistungen führen werden und die Telenor Group hat daher zusammen mit den anderen Anbietern und Interessensvertretern zu der Initiative der GSMA bezüglich des Datenschutzes mit ihren Ressourcen und Vorschlägen beigetragen."
Kjetil Rognsvag, Datenschutzbeauftragter des Konzerns bei der Telenor Group
"Der Datenschutz der Kunden und der Respekt der Nutzerrechte und Entscheidungen hatten bei der Telecom Italia schon immer höchste Priorität. Daher haben wir an der Mobile Privacy Initiative teilgenommen und daran mitgearbeitet, in Zusammenarbeit mit den anderen Spielern, um diese Kriterien zu verstärken und mitzuteilen. Die Idee hinter den MPI-Richtlinien ist die Definition einer konkreten Aktion, um ein weltweites Rahmenwerk zu produzieren, das in der Lage ist, den Datenschutz der Kunden und die Innovation bei unseren Dienstleistungen zu vereinigen. Tatsächlich kombinieren die MPI-Richtlinien die Erfahrung der unterschiedlichen Spieler miteinander und Gesetzgebungen könnten die Basis für den Datenschutz des Kunden im Telco-Ökosystem sein."
Franco Bernabe, Geschäftsführer Telecom Italia Group & Vorsitzender der GSMA
"Das Zeitalter der mobilen Technologie hat es unerlässlich gemacht, dass Netzwerkbetreiber ein Rahmenwerk erstellen und unterstützen, damit die Privatsphäre der Kunden besser geschützt werden kann. Dies schafft grosses Vertrauen und stellt sicher, dass wir nach den höchsten ethischen und moralischen Standards arbeiten. Wir bei Zain nehmen unsere Verantwortung in diesem Bereich sehr ernst und wir engagieren uns darin, nach den Standards, die von der internationalen Mobilfunkindustrie vorgeschrieben werden, zu arbeiten und kooperieren mit den verschiedenen Interessensvertretern in dieser überaus wichtigen Initiative."
Nabeel Bin Salamah, Geschäftsführer der Zain Group
"Die Initiative der GSMA ist eine ernste Bemühung, die Herausforderung des Schutzes der Privatsphäre in der sich schnell entwickelnden neuen Welt der Anwendungsentwicklung anzugehen. Viele der vorgeschlagenen Praktiken würden den Kunden die Transparenz und Kontrolle geben, die notwendig ist, um das Vertrauen in diesen wichtigen Teil der mobilen Umgebung sicher zu stellen. Das Future of Privacy Forum freut sich darauf, mit der GSMA und anderen Interessensvertretern zusammenzuarbeiten, um diese überaus wichtige Initiative weiter voranzutreiben."
Jules Polonetsky und Christopher Wolf sind stellvertretende Vorsitzende des Future Privacy Forum und waren an der Entwicklung der Privacy Principles und dem Entwurf der Richtlinien zum Datenschutz massgeblich beteilig.
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