
Laut GSMA ist der Meilenstein von sechs Milliarden globalen Mobilfunkanbindungen bald erreicht; die Hälfte wird im Asien-Pazifik-Raum verzeichnet
HONGKONG, November 16, 2011 /PRNewswire/ --
Die GSMA setzt sich für die Zuteilung umfangreicherer Frequenzen, Steuersenkungen und die Wiederherstellung des Gleichgewichts von behördlichen Rahmenbedingungen ein, um die mobile Konnektivität im Asien-Pazifik-Raum weiter zu fördern
Mobile Asia Congress -- Die GSMA gab heute bekannt, dass die Zahl der globalen Mobilfunkanbindungen bis Ende November 2011 sechs Milliarden betragen wird. Der Asien-Pazifik-Raum ist als wesentliche Triebfeder des globalen Mobilfunksektors für die Hälfte dieser Anbindungen verantwortlich. Laut des GSMA-Beobachtungsberichts zum Asien-Pazifik-Raum 2011 (GSMA Asia Pacific Mobile Observatory 2011 Report) (1) wird die mobile Marktdurchdringung im Asien-Pazifik-Raum noch im 1. Quartal 2012 die Schwelle von drei Milliarden Verbindungen übertreffen - und somit volle zwei Jahre früher, als im Mobilfunkbericht 2009 zu dieser Region prognostiziert wurde. Es wird erwartet, dass innerhalb der Region bis 2015 insgesamt 4,1 Milliarden Verbindungen verzeichnet werden, was 40 Prozent des globalen mobilen Datenverkehrs entspricht. Die Wachstumsrate wird dabei doppelt so hoch wie in Europa und Nordamerika ausfallen.
Tom Phillips, der leitende Beauftragte für Regierungs- und Regulierungsangelegenheiten der GSMA, sagte: "Der Asien-Pazifik-Raum zählt zu den wachstumsstärksten Mobilfunkmärkten der Welt. Hauptgrund hierfür ist eine beeindruckende Kombination aus Investitionen und Innovationen. Allein in China werden aktuell 940 Millionen Mobilfunkverbindungen verzeichnet. Diese Zahl übertrifft die kombinierte Anzahl der Verbindungen in Europa und den Vereinigten Staaten."
Das beachtliche Wachstum der Marktdurchdringung mobiler Dienste im Asien-Pazifik-Raum von 12 Prozent im Jahr 2002 auf 78 Prozent im Jahr 2011 ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Mobilfunkbetreiber etwa 16,3 Prozent ihrer Umsätze für Direktinvestitionen in die wichtigsten Märkte der Region verwenden - und somit wesentlich mehr als ihre Kontrahenten in anderen Teilen der Welt. Zu den weiteren wesentlichen Faktoren zählen:
- Investitionen in mobile Breitbandinfrastruktur, da zahlreiche Betreiber der gesamten Region bereits die Inbetriebnahme von HSPA+/LTE-Netzen vorantreiben;
- Kostengünstige Prepaid-Dienste (84 Prozent aller Verbindungen im Asien-Pazifik-Raum gegenüber 66 Prozent aller Verbindungen in Europa und 15 Prozent aller Verbindungen in den USA/Kanada);
- Einführung kostengünstiger Handgeräte und Preissenkungen für die Mobilfunknutzung;
- Innovative Geschäftsmodelle wie beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und einzigartige Vertriebsstrategien. Somit ist die Erweiterung der Netzabdeckung in ländlichen Gebieten für Betreiber und Verbraucher wirtschaftlich tragfähig; und
- eine beschränkte Festnetzinfrastruktur, die zahlreiche Verbraucher zum Umstieg auf mobile Kommunikationsmittel ermutigt.
Sozialer und wirtschaftlicher Beitrag der Mobilfunkbranche im Asien-Pazifik-Raum
Die mobile Konnektivität hat dem Asien-Pazifik-Raum zahlreiche soziale und wirtschaftliche Vorteile beschert. Auf den Mobilfunkmärkten der AP17-Länder (2) wird ein geschätzter Umsatz von 485 Mrd. USD erwirtschaftet, was 2,7 Prozent des gesamten BIP entspricht. Allein Mobilfunkbetreiber leisteten im Jahr 2010 einen Beitrag von mehr als 310 Mrd. USD. Mit etwa 11,4 Millionen Menschen, die direkt oder indirekt im erweiterten Umfeld des Mobilfunks beschäftigt sind, trägt die Branche außerdem wesentlich zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region bei.
So eindrucksvoll das Wachstum der mobilen Konnektivität im Asien-Pazifik-Raum auch sein mag, in den bevölkerungsstärksten Ländern China und India beträgt die Marktdurchdringung lediglich 60 Prozent. Dies bedeutet, dass allein in diesen beiden Ländern etwa eine Milliarde Menschen ohne Mobilfunkanbindung leben. Auf anderen Märkten wie in Pakistan und Bangladesch liegt die mobile Marktdurchdringung sogar unter 60 Prozent.
Der Mobile Broadband Readiness Index (MBRI)
Laut des Mobile Broadband Readiness Index (MBRI) (3), der erstmals Bestandteil des Beobachtungsberichts ist, kümmern sich die 17 größten Märkte des Asien-Pazifik-Raums gewissenhaft um die Pflege des erweiterten mobilen Umfelds. Dies wirkt sich unmittelbar auf ein fortgesetztes Wachstum aus. Japan stand 2010 an der Spitze des Index, hauptsächlich aufgrund der frühzeitig umgesetzten Inbetriebnahme von HSPA, HSPA+ und LTE-Netzen und des Innovationen grundsätzlich zuträglichen Umfelds. Hongkong und Vietnam waren ebenfalls vertreten und stellten ihr Engagement zur Förderung einer florierenden mobilen Breitbandumgebung eindrucksvoll unter Beweis.
Zwar lassen die Ergebnisse des Index grundsätzlich darauf schließen, dass die Märkte für erhöhtes Wachstum "bereit" sind. Die wesentlichen Hürden wie beispielsweise unzureichende Frequenzen, ineffektive Regulierungsverfahren und Besteuerung werden jedoch ebenfalls angesprochen. Diese hemmen die Konnektivität und stehen noch größeren sozialwirtschaftlichen Vorteilen aus mobilen Breitbanddiensten im Weg.
Im GSMA-Beobachtungsbericht wird außerdem festgestellt, dass im gesamten Asien-Pazifik-Raum hinsichtlich der "Netzanbindung der Verbindungslosen" noch viel Spielraum nach oben besteht. Dabei sind die folgenden Maßnahmen erforderlich:
- Optimierte Lizenzvergabe und Zuteilung von Frequenzen
Der Beobachtungsbericht belegt, dass den Ländern im Asien-Pazifik-Raum nur ein unzureichendes Frequenzspektrum zu Verfügung steht. Dies steht wiederum der flächendeckenden Verfügbarkeit einer vollständigen Auswahl an Sprach- und Datendiensten für Verbraucher der gesamten Region im Weg. Die Mobilfunkbranche benötigt feststehende, international abgestimmte Frequenzbereiche sowie international abgestimmte Frequenzvorgaben, um mobile Dienste so kostengünstig wie möglich anbieten zu können. Nur so kann sichergestellt werden, dass Verbrauchern eine möglichst große Auswahl an kompatiblen Geräten zu Verfügung steht.
- Förderung effektiver Besteuerung
Die GSMA setzt sich im Asien-Pazifik-Raum außerdem für Steuersenkungen in der Mobilfunkbranche ein, um die mobile Marktdurchdringung zu fördern und die Steuerumsätze der Regierungen auf diesem Weg wieder zu erhöhen. Der Mobilfunksektor von Bangladesch zählt beispielsweise zu den Entwicklungsmärkten mit den höchsten Steuersätzen. Sechs verschiedene Besteuerungen werden hier fällig, was die niedrigste mobile Marktdurchdringung aller AP17-Länder erklärt (49 Prozent).
- Wiederherstellung des Gleichgewichts von behördlichen Rahmenbedingungen
Die GSMA spricht sich außerdem für eine Wiederherstellung des Gleichgewichts der behördlichen Rahmenbedingungen aus, um Neueinsteigern im stetig wachsenden erweiterten Umfeld der Mobilfunkbranche entgegenzukommen. Die Marktmacht von mobilen Datendienstanbietern, Geräteherstellern und Betriebssystemanbietern nimmt im Mobilfunksektor immer mehr zu, während ihre Umsätze aus mobilen Datendiensten weiter wachsen.
"Hier muss Abhilfe geschaffen werden. Einerseits, damit sich die wichtigen Akteure der Branche nicht länger dem Fadenkreuz der Regulierungsstellen entziehen können, und andererseits, um im gesamten Sektor für erhöhte Transparenz zu sorgen. Dies wird sich letzen Endes investitions- und wachstumsfördernd auswirken", so Phillips weiter. "Ausgewogenere behördliche Rahmenbedingungen und private Geschäftspartnerschaften würden erheblich dazu beitragen, die Kosten für Handgeräte zu senken und die Verfügbarkeit von kostengünstigen Prepaid-Diensten zu erhöhen, was sowohl für ausländische als auch für inländische Direktinvestitionen zuträglich wäre. All diese Faktoren würden zur Erzielung einer mobilen Marktdurchdringung von 100 Prozent im Asien-Pazifik-Raum beitragen. Nur so können die damit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Vorteile von mobilen Breitbanddiensten vollständig ausgeschöpft werden."
Folgen Sie dem Link http://www.gsmworld.com/MO, um sich den vollständigen Bericht anzusehen.
Redaktionelle Hinweise
(1) Hierbei handelt es sich um die neueste Auflage des GSMA-Beobachtungsberichts zum Mobilfunksektor des Asien-Pazifik-Raums, den die GSMA in Zusammenarbeit mit A.T. Kearney zusammengestellt hat. Die Publikation bietet einen umfassenden Überblick über die mobile Kommunikationsbranche des gesamten Asien-Pazifik-Raums. Der Beobachtungsbericht enthält die aktuellsten Statistiken und Marktentwicklungen und dient Akteuren aus der Mobilfunkbranche, politischen Entscheidungsträgern und dazugehörigen Interessengruppen als Referenz. Der Bericht behandelt den Status quo der gesamten Branche und deckt die Entwicklung des Wettbewerbs, innovative neue Produkte, Dienstleistungen und Technologien sowie die Beiträge der Branche zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Asiens ab.
(2) Die AP17 besteht aus den Ländern Japan, Singapur, Hongkong, Australien, Südkorea, Neuseeland, Taiwan, Malaysia, Vietnam, Indonesien, China, Sri Lanka, den Philippinen, Indien, Thailand, Pakistan und Bangladesch.
(3) Der MBRI dient dem Ziel, AP17-Länder hinsichtlich ihrer "Bereitschaft" für zukünftiges Wachstum miteinander zu vergleichen. Außerdem dient er der Bestimmung von Mitteln und Wegen, um dieses Wachstum auch aufrecht erhalten zu können. Dies betrifft den Markt, Regulierungsverfahren sowie die strategische Ausrichtung von Unternehmen.
Informationen zur GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen von Mobilfunkbetreibern aus aller Welt. Die GSMA deckt über 220 Länder ab und vereint nahezu 800 weltweite Mobilfunkbetreiber und mehr als 200 Unternehmen aus dem erweiterten Umfeld des Mobilfunks, darunter Handgerätehersteller, Softwareunternehmen, Zubehörlieferer, Internetunternehmen sowie Medien- und Unterhaltungsunternehmen. Die GSMA organisiert außerdem branchenweit führende Veranstaltungen wie beispielsweise den Mobile World Congress und den Mobile Asia Congress.
Für weitere Informationen besuchen Sie Mobile World Live, das Onlineportal der Mobilfunkbranche, auf http://www.mobileworldlive.com, oder alternativ die Konzernwebseite der GSMA auf http://www.gsmworld.com.
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