Demenz ist die größte globale medizinische Herausforderung unserer Generation

LONDON, December 5, 2013 /PRNewswire/ --

In einem Kurzdossier hat Alzheimer's Disease International (ADI) heute bekannt gegeben, dass die Zahl der Menschen mit Demenz weltweit im Jahr 2013 jetzt auf 44 Millionen geschätzt wird (Schätzungen aus dem Jahr 2010 gingen von 35 Millionen aus) und bis 2030 auf 76 Millionen (vorher 66 Mio) und bis zum Jahr 2050 auf 135 Millionen (vorher 115 Millionen) anwachsen wird.

     (Photo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20131205/658175-a-INFO )

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Das Kurzdossier mit dem Titel "Die globalen Auswirkungen der Demenz 2013 bis 2050" berichtet von einem unglaublichen Anstieg um 17 % bei den weltweiten Schätzungen von Menschen mit Demenz im Vergleich zu den ursprünglichen Schätzungen der ADI im Welt-Alzheimer-Bericht aus dem Jahr 2009.

Obwohl einkommensstarke Länder wie die aus der G8 am stärksten von der Demenz-Epidemie betroffen sind, ist die Krankheit ein globales Phänomen. In den nächsten Jahrzehnten wird sich die globale Belastung durch die Krankheit unaufhaltsam auf die Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen verlagern, in denen bis zum Jahr 2050 den Schätzungen zufolge 71 % der Menschen mit Demenz leben werden.

Marc Wortmann, Executive Director der ADI, sagt dazu: "Am Vorabend des G8-Demenzgipfels in London im Vereinigten Königreich sind es nicht nur die G8-Länder, sondern alle Nationen, die sich zu einer anhaltenden Intensivierung der Demenz-Forschung verpflichten müssen."

Professor Martin Prince vom King's College in London, Autor des Kurzdossiers, sagt: "Die Regierungen der reichsten Nationen der Welt haben ihr Augenmerk heute auf Demenz gerichtet. Dies ist ein globales Problem, das in zunehmendem Maß auch Auswirkungen auf Entwicklungsländer mit begrenzten Ressourcen hat, die wenig Zeit haben, um umfassende Systeme für soziale Sicherheit, Gesundheit und Sozialfürsorge zu entwickeln.  Während wir alle auf Fortschritte in der Behandlung hoffen, durch die man die Auswirkungen der kommenden Epidemie mildern kann, müssen wir uns jetzt darauf einigen, zusammenzuarbeiten, um die Lücke zwischen Diagnose und Behandlung zu schließen.  Jeder sollte Zugang zu Unterstützung und Pflege haben."

Die meisten Regierungen sind völlig unvorbereitet auf die Demenz-Epidemie und nur 13 Länder haben einen nationalen Demenz-Plan eingeführt. Alle Regierungen sollten einen nationalen Dialog über die künftige Bereitstellung und Finanzierung der Langzeitpflege einleiten. Es ist dringend notwendig, einen gemeinsamen, globalen Aktionsplan für Regierungen, Industrie und Non-Profit-Organisationen wie die Alzheimer-Verbände aufzustellen.

Der Forschung muss eine globale Priorität eingeräumt werden, wenn wir die Qualität und den Umfang der Pflege verbessern und Behandlungen finden wollen, die den Verlauf der Krankheit verändern, und wenn wir weitere Möglichkeiten zur Prävention identifizieren wollen. Politikgestaltung, Gesundheits- und Sozialfürsorge sowie die Entwicklung von Systemen des Gesundheitswesens sollten gleichermaßen Vorrang haben.

Redaktionelle Hinweise

Das vollständige Kurzdossier finden Sie unter: http://www.alz.co.uk/G8policybrief

Die Mitgliedsverbände der ADI aus den G8-Ländern werden beim G8-Demenzgipfel anwesend sein.

Verfügbar für Interviews

  • Professor Martin Prince vom Institut für Psychiatrie am King's College London
  • Marc Wortmann, Executive Director von Alzheimer's Disease International

Über Alzheimer's Disease International

ADI ist eine internationale Vereinigung von 79 Alzheimerverbänden weltweit. Alle unsere 79 Mitglieder sind gemeinnützige Alzheimerverbände, die Menschen mit Demenz sowie deren Familien unterstützen. ADI wurde 1984 in den USA gegründet und als gemeinnützige Organisation eingetragen. ADI hat ihren Sitz in London und unterhält seit 1996 offizielle Verbindungen zur Weltgesundheitsorganisation. Seit 2012 hat sie einen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.  

Ziel von ADI ist es, die Lebensqualität der Menschen mit Demenz und deren Familien auf der ganzen Welt zu verbessern. ADI glaubt, dass der Schlüssel für den Sieg im Kampf gegen Demenz in einer einzigartigen Kombination von globalen Lösungen und lokalem Wissen liegt. In diesem Sinne wirkt ADI lokal durch die Stärkung der Alzheimerverbände, um Betreuung und Unterstützung für Menschen mit Demenz und ihre Pflegepersonen zu bieten und zu fördern, während gleichzeitig weltweit daran gearbeitet wird, die Aufmerksamkeit auf Demenz zu richten und mit Kampagnen auf einen Politikwandel von Seiten der Regierungen hinzuwirken.

Weitere Informationen finden Sie auf: http://www.alz.co.uk.

Für Medienanfragen kontaktieren Sie bitte:

Anastasia Psoma, Project Officer, Alzheimer's Disease International

a.psoma@alz.co.uk / +44(0)7990-869-052

SOURCE Alzheimer's Disease International




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