2014

Einatmen schädlicher Wirkstoffe am Arbeitsplatz vermindert Heilungschancen bei chronischer Nebenhöhlen-Entzündung: bei 1 von 4 Patienten ist Operation wirkungslos

LÖWEN, Belgien, March 21, 2013 /PRNewswire/ --

Wer am Arbeitsplatz dauerhaft schädlichen Wirkstoffen ausgesetzt ist, läuft Gefahr, an chronischer Nasennebenhöhlen-Entzündung zu erkranken. Dieses Ergebnis der Studie zu chronischen Nebenhöhlen-Entzündungen (Chronic Sinusitis Study*) wird auf dem 9. Symposium zu Experimenteller Nasenheilkunde und Immunologie der Nase, SERIN 2013, (9th Symposium on Experimental Rhinology and Immunology of the Nose), vorgestellt. Organisiert wird die Veranstaltung von der European Academy of Allergy and Clinical Immunology, EAACI. Sie findet vom 21. bis 23. März an der Universität Löwen statt.  

     (Logo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20121012/567656-a )

Akute und chronische Nebenhöhlen-Entzündungen sind weit verbreitet und betreffen mittlerweile 10% der westlichen Bevölkerung. Im Allgemeinen werden Patienten mittels der funktionellen Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie (engl. FESS) behandelt, wenn ärztliche Behandlung allein nicht ausreicht. 10 bis 15 Prozent der operierten Patienten können so jedoch nicht geheilt werden. Man geht davon aus, dass das Einatmen gesundheitsschädlicher Wirkstoffe der Grund dafür ist. Neuere Studien deuten darauf hin, dass der Kontakt mit gesundheitsschädlichen Wirkstoffen am Arbeitsplatz das Entstehen und die Wiederkehr von Nebenhöhlen-Entzündungen begünstigt.

Wirkstoffe, die am häufigsten von Patienten genannt werden, sind: Bleichmittel, anorganischer Staub, Farben, Zement, Verdünner, Ammoniak, Spiritus, Treibstoff, Azeton. Dabei bilden Reinigungspersonal, Hausmeister, Hausfrauen, Bauarbeiter, Maler, Tischler und Mechaniker die am stärksten gefährdeten Berufsgruppen.

Das Ergebnis zeigt folgendes, so Professor Peter Hellings von der Abteilung ENT des Universitätsspitals Löwen und Vorsitzender von SERIN 2013: die Gefährdung am Arbeitsplatz muss vermieden werden. Weiter sind klinische Studien und Grundlagenforschung nötig, um die pathophysiologischen Zusammenhänge bei Erkrankungen der oberen Luftwege zu erforschen.

Geschätzte Häufigkeit chronischer Nebenhöhlen-Entzündungen in Europa**

     Portugal      27.10%
      Belgien      18.80%
       Polen       17.10%
    Niederlande    14.30%
    Frankreich     13.30%
      Italien      10.90%
        UK         10.60%
    Deutschland    10.50%
     Dänemark       7.90%
     Schweden       8.65%
     Finnland       6.90%


SERIN 2013

Die Veranstaltung hat zum Ziel, zu der Erforschung von Erkrankungen der oberen Luftwege beizutragen. Schwerpunkt liegt dabei auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Atemwegserkrankungen, wie allergische und nicht-allergische, ansteckende Nasenschleimhautentzündung, Nasennebenhöhlen-Entzündung und Nasenpolypen. Die neuesten Erkenntnisse zur Krankheitsentstehung, Genetik, Phänotypen und Behandlung werden von Experten aus aller Welt vorgestellt.

"SERIN-Treffen waren schon immer ein Wissenschaftsforum mit dem Ziel, molekulare und zellulare Mechanismen von allergischen Nasenschleimhautentzündungen und chronischen Nasennebenhöhlen-Entzündungen besser zu verstehen und wirksame Behandlungsmethoden zu entwickeln", so der Präsident von EAACI, Professor Cezmi Akdis.

SERIN 2013 steht unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Astrid von Belgien.

Über EAACI, European Academy of Allergy and Clinical Immunology

Die European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) mit Sitz in Zürich ist eine Non-Profit-Organisation auf dem Gebiet der allergischen und immunologischen Krankheiten wie Asthma, Heuschnupfen, Ekzeme, Allergien im Berufsumfeld, Lebensmittelallergien, Arzneimittelunverträglichkeiten und Anaphylaxie. EAACI wurde 1956 in Florenz gegründet und ist seitdem zur größten medizinischen Vereinigung im Bereich Allergie und Immunologie in Europa geworden. EAACI hat über 7.700 Mitglieder aus 121 Ländern und umfasst alle nationalen Allergie-Gesellschaften Europas.

*Hox V, Delrue S, Scheers H, Adams E, Keirsbilck S, Jorissen M, Hoet PH, Vanoirbeek JA, Nemery B, Hellings PW. Negative impact of occupational exposure on surgical outcome in patients with rhinosinusitis. Allergy 2012; 67: 560-565.

** : Hastan D, Fokkens WJ, Bachert C, Newson RB, Bislimovska J, Bockelbrink A, Bousquet PJ, Brozek G, Bruno A, Dahle´n SE, Forsberg B, Gunnbjo¨rnsdo´ttir M, Kasper L, Kra¨mer U, Kowalski ML, Lange B, Lundba¨ck B, Salagean E, Todo-Bom A, Tomassen P, Toskala E, van Drunen CM, Bousquet J, Zuberbier T, Jarvis D, Burney P. Chronic rhinosinusitis in Europe - an underestimated disease. A GA2LEN study. Allergy 2011; 66: 1216-1223.

http://www.eaaci.org

http://www.eaaci-serin.org

SOURCE EAACI – European Academy of Allergy and Clinical Immunology




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