GSMA eröffnet Niederlassung in Nairobi, um aufstrebenden Telekommunikationsmarkt in Afrika zu stützen

- Mobilfunkverbindungen im subsaharischen Afrika steigen 2013 um 20 Prozent auf 500 Millionen, weitere Zunahme um zusätzliche 50 Prozent bis 2018 erwartet

NAIROBI, Kenia, 15. Mai 2013 /PRNewswire/ -- Die GSMA gab heute die Eröffnung einer ständigen Niederlassung in Nairobi, Kenia bekannt. Die Niederlassung befindet sich mitten im sogenannten „iHub", dem technologischen Innovationszentrum von Nairobi. Sie soll der GSMA die Möglichkeit geben, noch enger mit ihren Mitgliedern und anderen Branchenangehörigen zusammenzuarbeiten, um die Reichweite und den sozioökonomischen Nutzen von Mobiltelefonen in ganz Afrika weiter auszubauen.

„Der Zeitpunkt der Eröffnung unserer neuen Niederlassung in Afrika fällt in eine spannende Zeit, denn die Region stellt für die Mobilfunkbranche einen immer lebhafteren und wichtigeren Markt dar, der mehr als 10 Prozent des Weltmarktes ausmacht", erklärt Anne Bouverot, Generaldirektorin der GSMA. „Die rasche Ausbreitung des Mobilfunks hat eine Innovationsexplosion und damit erhebliche wirtschaftliche Vorteile in der Region herbeigeführt. Sein direkter Anteil an der Wirtschaftsleistung im subsaharischen Afrika liegt bei 32 Milliarden US-Dollar, das sind 4,4 Prozent des BIP. Mit den erforderlichen Spektrumszuweisungen und transparenten Vorschriften könnte die Mobilfunkbranche auch als Triebfeder für die Schaffung von 14,9 Millionen neuen Arbeitsplätzen in der Region zwischen 2015 und 2020 fungieren."

Aktuellen Wireless-Intelligence-Daten der GSMA zufolge hat die Gesamtzahl der Mobilfunkverbindungen im subsaharischen Afrika im ersten Quartal 2013 die 500-Millionen-Marke überschritten und steigt jährlich um durchschnittlich 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Laufe der kommenden fünf Jahre wird die Zahl der Verbindungen voraussichtlich um weitere 50 Prozent bzw. 250 Millionen Verbindungen ansteigen. Hierfür ist jedoch ein höheres Maß an regulatorischer Sicherheit notwendig, um Investitionen zu fördern und zusätzliches harmonisiertes Spektrum für den Mobilfunk freizugeben.

Derzeit werden etwa zwei Drittel der Verbindungen in Afrika in dieser Region hergestellt, das für Mobilfunkdienstleistungen bereitgestellte Spektrum ist in Afrika jedoch weltweit mit am geringsten. Die Regierungen im subsaharischen Afrika riskieren es, ihre Breitband- und Entwicklungsziele zu untergraben, wenn sie nicht dafür sorgen, dass zusätzliches Spektrum zur Verfügung gestellt wird. Hierbei sollte insbesondere der Freigabe des Spektrums der digitalen Dividende – deren Eigenschaften optimal für die Bereitstellung mobilen Breitbandes, vor allem für die Bevölkerung auf dem Land, geeignet sind – Priorität eingeräumt werden.

Die Region gehört weltweit zu den Gebieten, in denen das mobile Internet besonders intensiv genutzt wird. In Zimbabwe und Nigeria wird mit 58,1 Prozent bzw. 57,9 Prozent mehr als die Hälfte des Internet-Datenverkehrs mobil übertragen, weltweit sind es im Durchschnitt lediglich 10 Prozent. Mit zunehmender Nutzung von Mobilfunkdienstleistungen soll bis 2017 ein Viertel der Bevölkerung im subsaharischen Afrika Zugang zum 3G-Netz haben (2012 waren es noch sechs Prozent).

Aber trotz der hohen Anzahl von Verbindungen, des raschen Wachstums und der mobilen Internetnutzung bleibt die Verbreitung des Mobilfunks auf individueller Ebene vergleichsweise gering. Weniger als 250 Millionen Menschen in der Region haben einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen. Damit liegt die Quote der Einzelabonnenten bei 30 Prozent, was bedeutet, dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung noch nie ein eigenes Mobiltelefon besessen haben. Der Mobilfunkbranche bietet sich hier eindeutig eine wichtige Chance, der Bevölkerung dieser Region Konnektivität, Zugang zu Informationen und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.

Die Mobilfunkbranche bietet ungefähr 3,5 Millionen Vollzeitstellen in der Region. Dies hatte auch eine Welle von technologischen und inhaltlichen Innovationen zur Folge, und es wurden über 50 „Innovationszentren" geschaffen, um auf lokaler Ebene Fähigkeiten und Inhalte im Bereich der IuK-Dienste entwickeln zu können, darunter Limbe Labs in Kamerun, der iHub in Kenia und Hive Colab in Uganda.

Eine besondere Rolle spielt dabei Kenia als Weltmarktführer im Bereich mobiler Überweisungsdienstleistungen über M-PESA, einen Dienst, der 2007 vom landesweit größten Mobilfunkanbieter Safaricom auf den Markt gebracht wurde. Was zunächst lediglich als einfache Methode gedacht war, auch den Einwohnern von Kenia ohne eigenes Bankkonto die Nutzung von Bankdienstleistungen zu ermöglichen, hat sich mittlerweile zu einem mobilen Zahlungssystem entwickelt, das auf vom Anbieter verwalteten Konten basiert, über die Transaktionen in Echtzeit mithilfe sicherer SMS-Nachrichten autorisiert und verbucht werden. Seit seiner Einführung ist die Zahl der registrierten Nutzer von M-PESA auf 15 Millionen angewachsen, und das System trägt mit 18 Prozent zum Gesamtergebnis von Safaricom bei.

Um diesen sprunghaften Anstieg bei den Innovationen zu unterstützen, investierte die Mobilfunkbranche in den vergangenen fünf Jahren verteilt über die fünf wichtigsten Länder in der Region rund 16,5 Milliarden US-Dollar (davon 2,8 Milliarden US-Dollar allein 2011), von denen der überwiegende Teil in die Erweiterung der Netzkapazitäten floss. Gleichzeitig sieht sich das subsaharische Afrika angesichts des exponentiellen Wachstums einem drohenden „Kapazitäten- und Netzabdeckungsengpass" im Hinblick auf das verfügbare Mobilfunkspektrum gegenüber, und die GSMA arbeitet gemeinsam mit Anbietern und Regierungen an einer Lösung für dieses schwerwiegende Problem.

Studien der GSMA haben ergeben, dass die Regierungen im subsaharischen Afrika durch eine Freigabe der digitalen Dividende sowie von 2,6 GHz Spektrum bis 2015 das BIP bis 2025 um jährlich 82 Milliarden US-Dollar und ihre jährlichen Steuereinnahmen um 18 Milliarden US-Dollar steigern und bis zum Jahr 2025 bis zu 27 Millionen Arbeitsplätze schaffen könnten. In vielen Ländern des subsaharischen Afrika stellt das mobile Breitband für viele Einwohner den einzig verfügbaren Zugang zum Internet dar, und allgemein betrachtet bleiben die aktuellen Spektrumszuweisungen innerhalb dieser Region hinter denen anderer Länder zurück.

„Positive und förderliche regulatorische Rahmenbedingungen und ausreichende Spektrumszuweisungen sind für das weitere Wachstum des Mobilfunks in Afrika unerlässlich", so Bouverot weiter. „Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt, wo wir auch physisch in Afrika präsent sind, gemeinsam mit unseren Mitgliedern auf Bedingungen hinarbeiten können, die die weitere Ausbreitung des Mobilfunks erleichtern und so für eine Versorgung der gesamten Region mit Konnektivität und Dienstleistungen sorgen können."

Redaktionshinweise:
iHub ist das technologische Innovationszentrum von Nairobi, wo die Technologen, Investoren, Technikunternehmen und Hacker aus der Region ein offenes Forum finden. Bei diesem Forum handelt es sich um eine technologische Gemeinschaftseinrichtung, die besonders junge Unternehmer, Internet- und Mobiltelefonprogrammierer, Designer und Forscher anziehen soll. Es ist teils öffentlicher Gemeinschaftsarbeitsplatz (Coworking), teils Kontaktstelle für Investoren und Risikokapitalanleger und teils Brutstätte für Neues. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.ihub.co.ke/about

Informationen zur GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Mit Mitgliedern aus mehr als 220 Ländern vereinigt die GSMA nahezu 800 Mobilfunkbetreiber sowie über 230 Unternehmen aus dem weiteren Umfeld der Mobilfunkbranche, darunter Handyhersteller, Softwareunternehmen, Geräteanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen aus anderen Branchen, beispielsweise Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Verkehr und Versorgungsbetriebe. Darüber hinaus organisiert die GSMA branchenführende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com oder Mobile World Live, das Onlineportal der mobilen Kommunikationsindustrie, unter www.mobileworldlive.com.

SOURCE GSMA



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