2014

Patienten haben ein Recht auf sichere Operationen

HANOVER, New Hampshire, August 16, 2011 /PRNewswire/ --

 

Der beträchtliche Aufschwung des Medizintourismus, bei dem die Patienten ihr Wohnsitzland für Schönheitsoperationen verlassen, hat die Grundmauern der Beziehung zwischen Arzt und Patient in Frage gestellt und stellt eine Gefahr für viele dar, die auf der Suche nach billigen Operationen sind. "Wir sehen Reisebüros, die für ihre Kunden Operationen bei Ärzten vermitteln, die sie nie getroffen haben. Die Patienten verfügen über keinerlei Sicherheit, dass ihr operierender Arzt im Hinblick auf den vorzunehmenden Eingriff angemessen geübt oder ausgebildet ist- Zudem wird die postoperative Betreuung zu oft nicht genügend berücksichtigt", so Catherine Foss, Executive Director der International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS). Die Komplikationszahlen bei den unter diesen Umständen durchgeführten Eingriffen sind alarmierend. Der Artikel in der Augustausgabe des Aesthetic Surgery Journal "Complications from International Surgery Tourism" (dt. "Komplikationen beim internationalen Operationstourismus") verwies auf eine kürzlich durchgeführte US-amerikanische Studie, die einen Anstieg der postoperativen Komplikationen bei Patienten, die sich im Ausland operieren lassen haben, feststellt. Statistiken, die vor drei Jahren vom ISAPS-Mitglied Professor James Frame (Vereinigtes Königreich) während der Medical Tourism Association-Konferenz in San Francisco vorgestellt wurden, zeigten eine Komplikationsrate von 20 % bei Patienten, die nach einer Operation im Ausland in das Vereinigte Königreich zurückkamen. In etlichen Fällen waren die Komplikationen so ernst, dass die Patienten nach ihrer Rückkehr direkt zur Behandlung ins Krankenhaus gehen mussten.

Beim Patient Safety Diamond, der vom ISAPS-Präsidenten Dr. Foad Nahai (USA) entwickelt und beim ISAPS-Kongress 2010 vorgestellt wurde, stützt sich das Konzept der sicheren Chirurgie auf vier Faktoren: den Patienten, den Chirurgen, das Verfahren und die Einrichtung. Der Patient sollte für die geforderte Operation eignen. Der Chirurg muss über die angemessene Ausbildung und über die nötigen Qualifikationen verfügen. Das Verfahren sollte für den Patienten angemessen sein. Bei der Einrichtung sollte es sich um einen zugelassenen und geprüfter Ort mit ausgebildetem Personal handeln, der auf Notfälle vorbereitet ist.

Als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Safe Surgery Saves Lives-Initiative ins Leben rief, die ihre Surgical Safety Checklist http://www.who.int/patientsafety/safesurgery/en/ unterstützte, war die ISAPS eine der ersten Organisationen, die bei der Einführung dieses Programms im Juni 2008 in Washington, D.C. ihre Unterstützung anbot. Eine kürzlich durchgeführte und im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass der Einsatz der Checkliste mit 19 Fragen in den Testkrankenhäusern im Vergleich zu den kontrollierten Krankenhäuser eine Verringerung der operativen Komplikationen um mehr als ein Drittel und der Todesfälle aufgrund von Operationen um fast die Hälfte zur Folge hatte. Dieses einfache Formblatt wird verwendet, wie ein Pilot eine Checkliste verwendet bevor er ein Flugzeug zum Abheben auf die Startbahn lenkt. Patienten müssen fragen, ob ihr Chirurg und ihr Krankenhaus dieses Hilfsmittel benutzen.

Im Jahr 2006 entwickelte der derzeitige ISAPS-Präsident Dr. Joao C. Sampaio Goes (Brasilien) "wichtige Richtlinien", die auf der Website http://www.isaps.org angegeben sind und die für die Patienten bestimmt sind, die den Beschluss gefasst haben, sich im Ausland operieren zu lassen. Seitdem haben viele andere Organisationen diese Richtlinien für Ihre Websites angepasst. Dr. Jan Poell (Schweiz), der aktuelle Präsident von ISAPS, erklärt das Bedürfnis nach diesen Informationen folgendermaßen: "Seit 40 Jahren sehen Verbraucher auf der ganzen Welt bei ISAPS nach, wenn sie genaue und verlässliche Informationen über qualifizierte plastische Chirurgen und Beratung zu verschiedenen Verfahren benötigen. ISAPS liefert eine weltweite Bezugsnorm für Verbraucher, wenn diese für eine Schönheitsoperation verreisen."

Dass jeder Arzt jedes chirurgische Verfahren sicher anwenden und durchführen kann, ist ein häufiger Irrtum. Die Gesetzgebung auf der ganzen Welt verändert sich momentan, um die wachsende Sorge widerzuspiegeln, dass Patienten von inkompetenten und nicht ausgebildeten Personen - in manchen Fällen sind es nicht einmal Ärzte - operiert werden. In der neuen Ausgabe der ISAPS News wird beschrieben, dass verschiedene Länder, einschließlich Italien, Russland, Mexiko, Kolumbien und Canada, neue Regelungen einführen, in deren Rahmen kontrolliert wird, wer welches spezifische Verfahren bei welchen Patienten und in welcher Einrichtung durchführen kann. Das ist auch in Dänemark, einem Vorreiter der strengen Regelungen im Bezug auf alle privaten medizinischen Kliniken und chirurgischen Einrichtungen, der Fall. Dort wurden tatsächlich Kliniken und Einrichtungen geschlossen, die dem Standard nicht entsprachen. Auch Deutschlad und Frankreich haben vor mehreren Jahren strikte Regelungen eingeführt. Unter der Schirmherrschaft des Comite Europeen de Normalisation (CEN) werden momentan europaweite Bemühungen für die Festlegung von Standards zum Schutz von Patienten, die sich Schönheitsoperationen unterziehen, angestellt.

Ein neues Versicherungsprogramm, das im Vereinigten Königreich entwickelt wurde, von der ISAPS unterstützt wird und von Lloyd's of London unterschrieben wurde, ist das erste seiner Art und bietet eine weltweite Versicherung für Schönheitschirurgen bei Komplikationen, um dabei zu helfen, ihre Patienten zu schützen. Diese Versicherung greift nur, wenn der Chirurg Mitglied der ISAPS ist. Ein Verzeichnis mit den Chirurgen, die an diesem Programm teilnehmen, steht nun unter http://www.surgeryshield.com zur Verfügung. Ein zweites Versicherungsprodukt für Patienten, das im Vereinigten Königreich kurz vor der Einführung steht, wird später um weitere Länder erweitert. Der Versicherungsschutz umfasst die Reiseversicherung und wird im Falle von Komplikationen nach Schönheitsoperationen die Betreuung entweder im Wohnsitzland oder im Ausland gewährleisten. Dieses neue Versicherungsprogramm fordert, dass Patienten im Wohnsitzland durchgecheckt werden bevor sie für eine Schönheitsoperation ins Ausland fahren, um sicherzugehen, dass sie die richtigen Kandidaten für das von ihnen ausgesuchte Verfahren sind. Die Absicht besteht darin, dass bei einer Beratung mit einem Chirurgen im Wohnsitzland von Reisen für komplizierte chirurgische Verfahren abgeraten wird. Die Versicherung greift nur, wenn operative Komplikationen aufgrund einer von einem ISAPS-Mitglied durchgeführten Operation entweder vom gleichen Chirurgen oder einem anderen Chirurgen, der Mitglied der ISAPS ist, behandelt werden. Ein Patient, der, wenn er wieder in seinem Wohnsitzland ist, eine abhelfende oder korrektive Behandlung fordert, wird an einen ISAPS-Chirurgen verwiesen, der für die Durchführung der notwendigen spezifischen Behandlung zugelassen wurde.

Es ist wichtig zu unterstreichen, dass Komplikationen keine Kunstfehler sind. Bei Komplikationen durch Schönheitsoperationen kann es sich um Hämatome, postoperative Infektionen, eine langsame Wunddrainage oder Probleme beim Verheilen sowie um Gewebstod oder ein Aufplatzen der Naht handeln. Für manche Komplikationen gibt es nur geringe oder keine Lösungschancen und diese Ergebnisse können niemals korrigiert werden.

Frau Foss berichtet darüber, dass die Zahl der Patienten, die ihr Büro kontaktieren, um die Zulassung von Chirurgen zu prüfen, eine wachsende Sensibilität unter den Patienten aufweist, die sichergehen wollen, dass ihr Chirurg über die richtige Ausbildung verfügt und kompetent ist. "Die internationale medizinische Gemeinschaft hat noch viel Arbeit vor sich, um Patienten darüber aufzuklären, dass sie das Recht haben danach zu fragen, ob ihr Chirurg ein Mitglied der National Society und Facharzt ist (oder ein Äquivalent) und ob er über eine Ausbildung für das spezifische Verfahren, das der Patient sich ausgesucht hat, verfügt." Die Zahl der Fälle, bei denen Patienten in die Hände inkompetenter Ärzte oder in die Hände von Ärzten, die Verfahren anwenden, für die sie nicht ausgebildet wurden, gelangen und leiden, verdeutlicht dieses wachsende Bedürfnis nach Aufklärung der Öffentlichkeit über deren eigene Sicherheit bei Operationen. Operationen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Eine Reise ins Ausland für billigere Schönheitsoperationen kann zu schlechten Ergebnissen führen, wobei Komplikationen oftmals vermeidbar sind, und kann fatale Folgen haben. Zudem bestehen nur geringe oder keinerlei Chancen, für eine zusätzliche Behandlung zurückzukehren.

Die seit einundvierzig Jahren bestehende International Society of Aesthetic Plastic Surgery ist mit 2.003 aktuellen Mitgliedern in 92 Ländern und einem jährlichen Zuwachs von mehr als 200 Mitgliedern die größte internationale Vereinigung von individuellen plastischen Chirurgen. Die Chirurgen werden für eine Mitgliedschaft strengen Bewerbungsverfahren unterzogen, bei dem deren Qualifikationen geprüft werden. Die ISAPS verfolgt ein doppeltes Ziel: die fortlaufende Ausbildung von plastischen Chirurgen was die neuesten Techniken auf dem Gebiet der ästhetischen (kosmetischen) Chirurgie und Medizin anbelangt - und die Förderung der Patientensicherheit.

 

SOURCE International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS)




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