2014

Ukrainische Interimsregierung wird eindringlich aufgefordert, ihre Verbindung zu den Maidan-Schützen zu erklären

KIEW, Ukraine, March 7, 2014 /PRNewswire/ --

Die ukrainische Interimsregierung steht unter Zugzwang: Der in einem abgehörten diplomatischen Telefongespräch gemachten Behauptung, dass es zur Opposition gehörende Scharfschützen gewesen sind, die während der kürzlichen Maidan-Proteste das Feuer auf Demonstranten eröffneten und mehrere Menschen töteten, soll im Rahmen einer unabhängigen Untersuchung nachgegangen werden.

Die Enthüllungen stammen aus einem elfminütigen Telefonat zwischen der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem estnischen Außenminister Urmas Paet vom 25. Februar.

"Alle Beweise deuten darauf hin, dass die Menschen, die von Scharfschützen auf beiden Seiten getötet wurden, darunter Polizisten und auch die Menschen auf der Straße, dass sie von denselben Scharfschützen getötet wurden", erklärt Paet in dem mitgeschnittenen Telefonat, das Youtube zugespielt worden ist.

"Ja also ... das, das ist schrecklich", antwortete Ashton.

Paet berief sich dabei auf Dr. Olga Bogomolets, die auch Ashton bekannt ist. Die Ärztin hat in einer behelfsmäßigen Klinik inmitten von Kiew zahlreiche Opfer mit Schussverletzungen behandelt.

"Sie erklärte, als Medizinerin könne sie sagen, dass es sich um die gleiche Handschrift handelt, um die gleiche Art von Patronen. Es ist wirklich beunruhigend, dass die neue Koalition jetzt keine Untersuchung einleiten möchte, um zu erfahren, was genau passiert ist", so Paet.

"Es gibt immer stärkere Erkenntnisse darüber, dass hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch steckt, sondern jemand aus der neuen Koalition", ergänzte er.

Berichten zufolge habe Dr. Bogomolets im Anschluss an die blutige Auseinandersetzung einen Posten in der Interimsregierung abgelehnt, der ihr vom stellvertretenden ukrainischen Ministerpräsidenten für Humanitäre Angelegenheiten in Aussicht gestellt worden war.

In den vergangenen 24 Stunden hat Paet die Echtheit des Telefonats bestätigt. Zudem ergänzte er, dass nun eine Untersuchung folgen müsse - öffentlich und unabhängig von der aktuellen Interimsregierung. Obwohl der Druck auf Catherine Ashton zunimmt, lehnte ihr Amtssitz eine Stellungnahme bisher ab.

"Viele Menschen verlangen, dass in der Ukraine eine unabhängige Untersuchung durchgeführt wird. Die für die Verbrechen auf dem Kiewer Maidan verantwortlichen Personen müssen strafrechtlich verfolgt werden", so Paet.

Dabei stellte er auch klar, dass die ukrainische Öffentlichkeit seiner Meinung nach kein Vertrauen in Teile der ehemaligen Opposition habe, die in der Ukraine nun an der Macht ist: Die Menschen glauben, sie hätten "eine schmutzige Vergangenheit", ergänzte er.

Schätzungen zufolge fielen den Übergriffen auf dem Maidan über 100 Menschen zum Opfer. Der geschasste Präsident Wiktor Janukowitsch hatte bei einem öffentlichen Auftritt in der vergangenen Woche abgestritten, seinen Truppen befohlen zu haben, das Feuer auf ihre Landsleute zu eröffnen.

 

SOURCE Ukraine Monitor



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