
Was passiert im Gehirn bei Angst, Stress und Depressionen?
LONDON und MAILAND, July 8, 2014 /PRNewswire/ --
FEDERATION OF EUROPEAN NEUROSCIENCE SOCIETIES
Das 9. FENS Forum für Neurowissenschaften
5. bis 9. Juli 2014 - Mailand, Italien
http://fens2014.neurosciences.asso.fr/
Deutsche Neurowissenschaftler/-innen präsentieren heute bei der größten europäischen Konferenz für Hirnforschung im italienischen Mailand ihre neuesten Forschungsergebnisse.
KÖNNEN SCHLAFSTÖRUNGEN DEPRESSIONEN ANKÜNDIGEN?
Schlafstörungen gelten als Kennzeichen einer Depression; dazu zählen unter anderem Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen, wenig erholsamer Schlaf und andere Abweichungen der Schlafgewohnheiten. Forscher/-innen des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München sind den molekularen Mechanismen affektiver Störungen auf den Grund gegangen und fanden klare Zusammenhänge zwischen Schlafstörungen, Angstzuständen und Stresshormonen. Dr. Mayumi Kimura, Core Unit Leiterin Schlaf und Telemetrie, berichtete heute über Forschungsergebnisse zu dieser Verbindung.
Dr. Mayumi Kimura, Max-Planck-Institut für Psychiatrie, Deutschland
BESSER GEGEN ANGST GEWAPPNET SEIN
Ein Medikament, das zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit eingesetzt wird, könnte auch Menschen mit Phobien oder posttraumatischen Stresszuständen Erleichterung bringen. Deutsche Forscher untersuchen die Auswirkungen von Psychotherapien zur Überwindung von Ängsten in Kombination mit L-Dopa, einem Arzneimittel, das nicht nur gegen Bewegungsstörungen hilft, sondern auch bei der Bewältigung negativer Erinnerungen Abhilfe schaffen könnte.
Professor Raffael Kalisch von der Universitätsmedizin Mainz, Deutschland
MACHT STRESS IN DER KINDHEIT UNS STÄRKER?
Stress, Not oder Traumata in der Kindheit gelten als anerkannte Risikofaktoren mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit im Erwachsenenalter. Forschungen in Deutschland haben jedoch gezeigt, dass unangenehme Erfahrungen in der frühen Kindheit einigen Menschen eventuell sogar dabei helfen könnten, sich anzupassen und als Erwachsener besser mit Schwierigkeiten umgehen zu können.
Dr. Mathias Schmidt, Max-Planck-Institut für Psychiatrie, Deutschland
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Das 9. FENS Forum für Neurowissenschaften, die größte Hauptversammlung für Hirnforschung in Europa, wird veranstaltet von der FENS und ausgerichtet von der Società Italiana di Neuroscienze (SINS, italienische Gesellschaft für Neurowissenschaften) und wird voraussichtlich von 5.500 Delegierten aus aller Welt besucht werden. Die Federation of European Neuroscience Societies (FENS, Verband der europäischen neurowissenschaftlichen Gesellschaften) wurde 1998 ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Forschung und Weiterbildung in den Neurowissenschaften zu fördern und die Hirnforschung gegenüber der Europäischen Kommission und anderen Gremien zu repräsentieren. Die FENS ist ein Dachverband von 42 nationalen fachspezifischen Gesellschaften mit knapp 23.000 angeschlossenen Forscherinnen und Forschern aus 32 europäischen Ländern. http://fens2014.neurosciences.asso.fr/
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