Weatherford gibt Ergebnisse vor Steuern des dritten Quartals bekannt

-- Unternehmen erzielt neuen Quartalsumsatzrekord

GENF, 16. Nov. 2012 /PRNewswire/ -- Weatherford International Ltd. (NYSE und SIX: WFT) meldete heute einen vorläufigen Gewinn vor Steuern in Höhe von 191 Mio. USD für das dritte Quartal 2012. Nach Abzug eines Nachsteuerverlustes in Höhe von 73 Mio. USD ergab sich ein Gewinn 264 Mio. USD. Folgende Posten wurden nicht berücksichtigt:

  • Anpassungen in Höhe von 29 Mio. USD am Buchwert unseres Inventars entsprechend des Niederstwertprinzips
  • Beratungsgebühren in Höhe von 27 Mio. USD im Zusammenhang mit unseren laufenden Bemühungen zur Korrektur unserer Ertragssteuerbilanzierung
  • Gebühren und Auslagen in Höhe von 11 Mio. USD im Zusammenhang mit der Einholung von Zustimmungserklärungen im August 2012, durch die sich die Veröffentlichungsfrist für Finanzberichte zu unseren Senior Notes bis zum 31. März 2013 verlängert
  • Abfindungen, Ausstiegskosten und sonstige Auslagen in Höhe von 6 Mio. USD

Außerdem meldet das Unternehmen einen korrigierten vorläufigen Verlust vor Steuern in Höhe von 753 Mio. USD für das zweite Quartal 2012. Nach Abzug eines Nachsteuerverlustes von 899 Mio. USD ergab sich ein Gewinn von 146 Mio. USD. Bei den zuvor gemeldeten Ergebnissen handelte es sich um vorläufige Werte. Folgende Posten wurden dabei nicht berücksichtigt:

  • eine Minderung des Firmenwerts um 589 Mio. USD in den Gebieten Nahost/Nordafrika und Subsahara-Afrika;
  • 204 Mio. USD hauptsächlich für nicht liquiditätswirksame Abschreibungen von Beteiligungen nach der Equitymethode;
  • Kosten in Höhe von 100 Mio. USD für einen potenziellen Vergleich mit US-Behörden, wobei es sich um eine möglichst genaue Schätzung der Geschäftsleitung handelt. Diese Kosten könnten im Zuge von Ermittlungen bezüglich mutmaßlich unzulässiger Geschäfte in bestimmten sanktionierten Ländern anfallen und waren bereits in unseren gemeldeten Ergebnissen des zweiten Quartals enthalten;
  • ein Gewinn von 28 Mio. USD aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen, wobei der zuvor gemeldete Wert um 25 Mio. USD korrigiert wurde;
  • Beratungsgebühren in Höhe von 11 Mio. USD im Zusammenhang mit unseren laufenden Bemühungen zur Korrektur unserer Ertragssteuerbilanzierung;
  • Abfindungs- und Ausstiegskosten sowie sonstige Anpassungen in Höhe von 23 Mio. USD

Zu den übrigen berücksichtigten Posten, die der Anpassung zuvor gemeldeter Ergebnisse dienen, zählt ein um 76 Mio. USD korrigiertes operatives Ergebnis aus Aufträgen, die zuvor entsprechend ihres jeweiligen Fertigstellungsgrades erfasst wurden. Hinzu kommen Aufwendungen in Höhe von 55 Mio. USD im Zusammenhang mit überschüssigem und veraltetem Inventar.

Mit einem Quartalsumsatz in Höhe von 3.818 Mio. USD wurde ein weiterer Quartalsrekord erzielt. Im Vergleich zu den korrigierten Umsätzen des zweiten Quartals in Höhe von 3.747 Mio. USD ergab sich eine Steigerung von zwei Prozent. Die Umsätze des dritten Quartals stiegen im Vergleich zum identischen Berichtszeitraum des Jahres 2011 um 13 Prozent. In Nordamerika stiegen die Umsätze im Quartalsvergleich um vier Prozent. Nachteilig machte sich die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Zahl der Fördertürme in Kanada bemerkbar. Hinzu kamen der Preisverfall von Hochdruckpumpen in den Vereinigten Staaten und eine Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem identischen Quartal des Jahres 2011. Die internationalen Umsätze stiegen im Quartalsvergleich nicht, übertrafen den Wert aus dem identischen Berichtszeitraum des Jahres 2011 jedoch um 20 Prozent. In den Segmenten Fertigstellung und Produktion wurde im Quartalsvergleich das stärkste Wachstum verzeichnet, insbesondere bei Fördersystemen. Dem stand jedoch ein Abschwung in den Bereichen Stimulation und Chemikalien gegenüber. Auch in den Segmenten Formationsevaluierung und Schachtbau wurde im Quartalsvergleich eine starke Wachstumsentwicklung verzeichnet. Ausschlaggebend waren die Bereiche Havariebehebung und Rückführung sowie Bohrdienstleistungen und Schachtbau. Dem stand jedoch ein Abschwung bei Integrationsbohrungen gegenüber.

Auf GAAP-Basis wurde ein Betriebsgewinn nach Segment in Höhe von 448 Mio. USD erwirtschaftet. Der um nicht berücksichtigte Posten korrigierte Betriebsgewinn nach Segment in Höhe von 521 Mio. USD blieb im Jahresvergleich quasi unverändert, stieg im Quartalsvergleich jedoch um 30 Prozent. Auf bereinigter Basis sanken der Konzernaufwand, der Forschungs- und Entwicklungsaufwand sowie der sonstige Nettoaufwand im Quartalsvergleich um zwei Prozent.

Vorbehaltlich der Risiken im Zusammenhang mit vorausschauenden Aussagen, auf die das Unternehmen in dieser Pressemitteilung und seinen öffentlichen Berichten ausdrücklich hinweist, erwartet man für das vierte Quartal 2012 einen Gewinn je Aktie von etwa 0,20 USD. Hinsichtlich des Gesamtjahres 2013 hält das Unternehmen an seinem optimistischen Ausblick für das Nordamerikageschäft fest und rechnet entsprechend des gegenwärtigen Trends mit moderaten Zuwächsen bei Umsatz und Betriebsgewinn. Auf internationaler Bühne geht das Unternehmen von weiteren Zuwächsen und vergrößerten Margen in der Geschäftsregion Lateinamerika aus, die auf Verbesserungen in Mexiko, Kolumbien, Venezuela und Argentinien zurückzuführen sind und den E&P-Ausgabenschätzungen (Exploration und Förderung) entsprechen. Auch in der östlichen Hemisphäre werden im Jahr 2013 Verbesserungen erwartet, wobei sich der Aufschwung in Europa, Subsahara-Afrika und Russland und die sich weiter fortsetzende Erholung in Nahost, Nordafrika und dem Asien-Pazifik Raum im Verlauf des Jahres 2013 positiv bemerkbar machen werden. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet das Unternehmen derzeit mit einem effektiven Steuersatz von etwa 45 Prozent. Der tatsächliche Steuersatz (Cash Tax Rate) entspricht dem Vorjahr und sollte bei etwa 33 Prozent liegen. Für das Jahr 2013 rechnet das Unternehmen derzeit mit einem effektiven Steuersatz von etwa 34 Prozent.

Nordamerika

Der Quartalsumsatz belief sich hier auf 1.725 Mio. USD – ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem identischen Quartal des Vorjahres sowie von 62 Mio. USD bzw. vier Prozent im Quartalsvergleich. In Nordamerika wurde im Quartalsvergleich ein leichter Rückgang des US-Geschäfts verzeichnet. Neben der rückläufigen Zahl der Fördertürme in den USA waren der anhaltende Kapazitätsüberschuss im Bereich hydraulische Frac-Verfahren und die Konsequenzen des Hurrikans Isaac hierfür maßgeblich. Dieser Abschwung wurde jedoch durch das in Kanada verzeichnete Wachstum im Quartalsvergleich mehr als ausgeglichen. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Zahl der Fördertürme war die saisonbedingte Erholung ein entscheidender Antriebsfaktor.

Der Betriebsgewinn lag im aktuellen Quartal bei 297 Mio. USD. Im Vergleich zum identischen Zeitraum des Vorjahres wurde ein Minus von 55 Mio. USD bzw. 16 % erwirtschaftet, wobei sich im Quartalsvergleich ein Plus von 65 Mio. USD bzw. 28 Prozent ergab.

Nahost/Nordafrika/Asien

Die Umsätze des dritten Quartals fielen mit einem Wert von 699 Mio. USD um 22 Prozent höher aus als im dritten Quartal 2011. Im Quartalsvergleich ergab sich eine Steigerung von 50 Mio. USD bzw. acht Prozent. Das im Quartals- und Jahresvergleich erzielte Umsatzplus betraf alle Bereiche und war auf das steigende Aktivitätsniveau der Länder Irak, Saudi-Arabien, Australien und Oman zurückzuführen.

Der im aktuellen Quartal erzielte Betriebsgewinn von 33 Mio. USD stieg im Vergleich zum identischen Quartal des Vorjahres um 16 Mio. USD. Im Vergleich zum Betriebsverlust des zweiten Quartals 2012 ergab sich eine Steigerung von 65 Mio. USD.

Europa/SSA/Russland

Der Umsatz des dritten Quartals lag mit 626 Mio. USD sieben Prozent über dem Ergebnis des dritten Quartals 2011 und vier Prozent unter dem Ergebnis des Vorquartals. Das im Jahresvergleich verzeichnete Umsatzwachstum war auf alle Regionen zurückzuführen, wobei sich Rumänien, Kasachstan, Kenia und der Kongo als besonders leistungsstark erwiesen. Der im Quartalsvergleich verzeichnete Rückgang von Umsatz und Betriebsgewinn entfiel auf Russland, Tansania, das Vereinigte Königreich und den kaspischen Raum.

Mit 94 Mio. USD fiel der Betriebsgewinn im aktuellen Quartal um 16 Prozent höher als im Vorjahresquartal aus. Im Vergleich zum vorherigen Quartal ergab sich ein Rückgang von 17 Mio. USD bzw. 15 Prozent. Die rückläufigen Betriebsaktivitäten in Aserbaidschan, dem Vereinigten Königreich und Russland – das sich im Vorquartal noch als besonders leistungsstark erwies – schlugen sich in den Ergebnissen des aktuellen Quartals nieder.

Lateinamerika

Mit einem Wert von 768 Mio. USD lag der Umsatz im dritten Quartal 30 Prozent bzw. 176 Mio. USD über dem Ergebnis des dritten Quartals 2011. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 ergab sich ein Rückgang von zwei Prozent. Der Betriebsgewinn des aktuellen Quartals fiel mit 97 Mio. USD um 39 Prozent bzw. 27 Mio. USD niedriger aus als im identischen Berichtszeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorquartal ergab sich eine Steigerung von sieben Prozent. Die rückläufige Zahl der Fördertürme in Mexiko und Kolumbien war hauptsächlich für den im Quartalsvergleich verzeichneten Rückgang von Umsatz und Betriebsgewinn verantwortlich.

Liquidität und Nettoverschuldung

Im Quartalsvergleich stieg die Nettoverschuldung im aktuellen Quartal um 347 Mio. USD. Ursächlich waren Investitionen in Höhe von etwa 540 Mio. USD abzüglich der Auslagen für Lost-in-Hole-Ereignisse sowie eine Aufstockung des Betriebskapitals in Höhe von 203 Mio. USD, was durch die positive Entwicklung des operativen Geschäfts jedoch ausgeglichen werden konnte. Im Quartalsvergleich stieg die Debitorenlaufzeit auf 92 Tage, während die Lagerreichweite auf 89 Tage sank.

Minderung des Firmenwerts und der nach der Equitymethode bilanzierten Investitionen

Während des dreimonatigen Zeitraums zum 30. Juni 2012 veranlasste der anhaltende Kursverfall der Namensaktien des Unternehmens die Geschäftsleitung zu einer Prüfung der Frage, ob bestimmte Ereignisse oder Veränderungen mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu geführt haben, dass der beizulegende Zeitwert von Berichtseinheiten des Unternehmens unter deren Buchwert gesunken ist. Nach Prüfung aller relevanten Faktoren bereitete die Geschäftsleitung die erforderliche Analyse zur Bestimmung potenzieller Wertminderungen vor, bei der es die Zeitwerte von Berichtseinheiten mit deren Buchwerten verglich. Wie bereits im Zuge der Veröffentlichung unserer vorläufigen Ergebnisse des zweiten Quartals im Juli 2012 gemeldet wurde, ging aus dieser Analyse hervor, dass die Berichtseinheiten Nahost/Nordafrika, Russland und Subsahara-Afrika möglicherweise von Wertminderungen betroffen sind. Im Laufe des dritten Quartals 2012 schloss das Unternehmen seine Analyse bezüglich der Minderung des Firmenwerts ab. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass der Buchwert des Firmenwerts in den Berichtseinheiten Nahost/Nordafrika und Subsahara-Afrika den beizulegenden Zeitwert des entsprechenden Firmenwerts übersteigt. Daher verbuchte das Unternehmen im zweiten Quartal einen nicht zahlungswirksamen Aufwand in Höhe von 589 Mio. USD, um den gesamten Firmenwert dieser Berichtseinheiten abzuschreiben. In der Berichtseinheit Russland wurde keinerlei Minderung des Firmenwerts festgestellt. Im Zuge der Wertminderungsprüfung bezüglich des Firmenwerts stießen wir auch auf einen Wertminderungsaufwand im Zusammenhang mit Investitionen, die nach der Equitymethode bilanziert wurden. Daher haben wir im zweiten Quartal im Zusammenhang mit diesen Investitionen einen nicht zahlungswirksamen Aufwand in Höhe von 204 Mio. USD verbucht.

Bedeutende Mängel bei POC-Auftrag im Irak

Das Unternehmen hat die zuvor gemeldeten Ergebnisse für das erste Quartal 2012 neu ausgewiesen und seine vorläufigen Ergebnisse des zweiten Quartals 2012 überarbeitet, um Fehler bei der Ermittlung von Umsatz und Betriebsgewinn zu korrigieren, die auf die Erfassung eines Auftrags nach der POC-Methode zurückzuführen sind. Im Zusammenhang mit diesen Korrekturen stießen wir auf einen erheblichen Mangel unserer internen Kontrollmechanismen zur Finanzbuchhaltung, der sich auf die buchhalterische Erfassung des Fertigstellungsgrades eines Auftrags im Irak bezieht. Die nachteilige Anpassung des Betriebsgewinns beläuft sich im ersten und zweiten Quartal auf jeweils 24 Mio. USD bzw. 55 Mio. USD. Im Laufe des dritten Quartals 2012 hat das Unternehmen zusätzliche Kontrollmechanismen und Verfahren bezüglich der buchhalterischen Erfassung des Fertigstellungsgrades eingeführt, um die bestehenden Unstimmigkeiten bezüglich des Irak-Auftrags zu beseitigen. Diese Verfahren werden auch Gegenstand der am Jahresende 2012 stattfindenden internen Bewertung unserer Kontrollverfahren sein.

Ertragssteuerangelegenheiten und Beseitigung eines erheblichen steuerlichen Mangels

Aufgrund folgender Faktoren weist das Unternehmen seine Ergebnisse auf Vorsteuerbasis aus:

  • Wie bereits im Quartalsbericht des Unternehmens auf Formular 10-Q für das Quartal zum 31. März 2012, in den Jahresberichten des Unternehmens auf Formular 10-K für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2011 und 2010 sowie in allen Quartalsberichten des Unternehmens auf Formular 10-Q während des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2011 gemeldet wurde, hat das Unternehmen einen erheblichen Mangel bei seinen internen Kontrollen der Finanzbuchhaltung festgestellt. Dieser Mangel betrifft die laufende Steuerschuld, bestimmte latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, Rückstellungen für unsichere Steuern sowie den laufenden und latenten Ertragssteueraufwand. Im Zusammenhang mit diesem erheblichen Mangel aufgetretene Fehler haben zu einer Neufassung der konsolidierten Finanzberichte des Unternehmens geführt, die Teil der Geschäftsberichte auf Formular 10-K für die Jahre 2011 und 2010 sind. Bislang konnte der erhebliche Mangel bei der Bilanzierung von Ertragssteuern nicht beseitigt werden. Überdies hat die Geschäftsleitung weitere Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit der Ertragssteuer entdeckt, auf die weiter unten eingegangen wird.
  • Wie bereits gemeldet wurde, hat das Unternehmen im Laufe des zweiten Quartals 2012 sowie im Zusammenhang mit Tätigkeiten während des Abschlusses des ersten und zweiten Quartals herausgefunden, dass ein zusätzlicher Ertragssteueraufwand in Höhe von 92 Mio. USD für frühere Berichtszeiträume anzusetzen ist. Ein erheblicher Teil davon ist auf Schätzungen der Geschäftsleitung bezüglich nicht erfasster Steuervorteile zurückzuführen. Hinzu kommen bestimmte Anpassungen bezüglich der Differenz zwischen tatsächlich gezahlten Steuern und zurückgestellten Steuerverpflichtungen aus dem Vorquartal, die auf über 200 eingereichte Steuererklärungen im zweiten Quartal zurückzuführen sind.
  • Aufgrund der oben genannten Anpassungen kam der Prüfungsausschuss unseres Vorstandes am 24. Juli 2012 zu dem Schluss, dass sich Anleger nicht länger auf unsere bereits veröffentlichten Geschäftsberichte verlassen sollten. Wie bereits bei der Veröffentlichung unserer vorläufigen Ergebnisse für das zweite Quartal angekündigt wurde, beabsichtigt das Unternehmen, seine Geschäftsberichte der Jahre 2011, 2010 und 2009 schnellstmöglich neu aufzusetzen und auf Formular 10-K/A für das Gesamtjahr zum 31. Dezember 2011 zu publizieren. Der Geschäftsbericht für das erste Quartal 2012 soll ebenfalls neu aufgesetzt und auf Formular 10-Q/A publiziert werden. Dies wird der Fall sein, sobald das Unternehmen weitere Verfahren und Prüfungen bezüglich der Bilanzierung von Ertragssteuern erfolgreich abgeschlossen hat. Darüber hinaus wird das Unternehmen bestimmte Finanzdaten der Geschäftsjahre 2007 bis 2011 auf Formular 10-K/A neu ausweisen. Ferner beabsichtigt das Unternehmen, neu ausgewiesene Finanzdaten für alle Quartale der Geschäftsjahre 2011 und 2010 auf Formular 10-K/A zu erfassen. Angesichts der Informationen zu früheren Jahren, die das Unternehmen auf Formular 10-K/A erfassen möchte, beabsichtigt es keine Änderung seiner bereits eingereichten Formulare 10-Q für Jahre vor 2012. Das Unternehmen plant, sein Formular 10-Q für das zweite und dritte Quartal 2012 gemeinsam mit den neu aufgesetzten Finanzinformationen vorzulegen.
  • Im Laufe des Quartals haben wir unsere Verfahren und Prüfungen zur Bilanzierung von Ertragssteuern ausgedehnt, um zu gewährleisten, dass unser neu aufgesetzter Konzernabschluss entsprechend den allgemein anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung zusammengestellt wird. Die erweiterten Verfahren waren außerordentlich umfangreich und umfassten eine ausführliche Prüfung aller Ertragssteuerkonten. Hauptsächlich ging es dabei um einen Abgleich unserer Konten für latente Steuern mit den Basissteuerforderungen und -verbindlichkeiten aus allen Rechtsgebieten, um eine umfassende Prüfung aller nicht erfassten Steuervorteile aus allen Rechtsgebieten mit besonderem Schwerpunkt auf Preisverrechnungen sowie um die fortgesetzte Prüfung unserer Bilanzierung der Quellensteuer. Im Rahmen dieser zusätzlichen Verfahren wurden erhebliche Datenbestände geprüft und unsere Ertragssteuerkonten umfassend analysiert. Das Unternehmen ist davon überzeugt, hinsichtlich der Fertigstellung dieser Verfahren erhebliche Fortschritte erzielt zu haben. Auf Basis der bisher erzielten Fortschritte hat das Unternehmen daher den geschätzten zeitlichen Rahmen zur Fertigstellung all seiner Geschäftsberichte auf Ende November 2012 korrigiert.
  • Bis zum Veröffentlichungszeitpunkt dieser Mitteilung sind wir im Rahmen dieser zusätzlichen Verfahren auch auf Fehler bei der Bilanzierung von Ertragssteuern in vorherigen Berichtszeiträumen gestoßen. Diese belaufen sich auf einen Gesamtwert von 150 Mio. USD. Die festgestellten Fehler sind größtenteils auf Nettoerhöhungen des Ertragssteueraufwands für Rückstellungen im Zusammenhang mit nicht erfassten Steuervorteilen zurückzuführen. Die Analyse der Geschäftsleitung ist unvollständig, Beträge können sich daher ändern. Man geht davon aus, dass die Anpassungen keinerlei Auswirkungen auf die in der Vergangenheit ausgewiesene Nettoverschuldung des Unternehmens mit sich bringen.
  • Das Unternehmen wird seine Steuerbilanz für die neun Monate zum 30. September 2012 nicht abschließen, solange die oben genannten Anpassungen nicht vollständig abgeschlossen sind. 
  • Das Unternehmen hat ein Dokument bei der SEC eingereicht und in den Rubriken „Investor Relations" und „Einzelheiten zur Telefonkonferenz" auf seiner Website (www.weatherford.com) veröffentlicht, das die im Laufe des Jahres 2012 getroffenen Abhilfemaßnahmen sowie weitere Schritte zur Einführung zusätzlicher Kontrollmethoden und Verfahren des Unternehmens erläutern soll, die zur Beseitigung des erheblichen Mangels bei der Bilanzierung von Ertragssteuern gedacht sind.

Bis die Neufassung erfolgreich abgeschlossen ist, können sich die Schätzungen des Unternehmens bezüglich der erwarteten Anpassungen an der Bilanzierung von Ertragssteuern für die Jahre 2011 bis 2008 sowie für vorhergehende Jahre und die neun Monate zum 30. September 2012 ändern. Es besteht keine Garantie, dass im Laufe der Betriebs- und Bilanzprüfung keine weiteren Unstimmigkeiten bezüglich der Bilanzierung von Ertragssteuern zutage treten. Deshalb sind die vorliegenden Ergebnisse als vorläufig zu betrachten, bis das Unternehmen sein Formular 10-K/A für das Jahr zum 31. Dezember 2011, sein Formular 10-Q/A für das Quartal zum 31. März 2012 und sein Formular 10-Q für die beiden Quartale zum 30. Juni und 30. September 2012 eingereicht hat. Alle Änderungen der vorläufigen, ungeprüften und geschätzten Ergebnisse in dieser Pressemitteilung sowie weiterer Posten, die möglicherweise im Zuge der Betriebs- und Bilanzprüfung zutage treten, können die finanzielle Lage des Unternehmens sowie dessen Betriebsergebnisse aus vorherigen Berichtszeiträumen maßgeblich beeinflussen.

Die Geschäftsleitung wird die Konsequenzen dieser Neufassung der internen Kontrollverfahren zur Bilanzierung von Ertragssteuern und die diesbezüglichen Offenlegungskontrollen und Verfahren des Unternehmens weiterhin genau überprüfen. Den Abschlussbericht über seine internen Kontrollverfahren zur Bilanzierung von Ertragssteuern und diesbezügliche Offenlegungskontrollen und Verfahren wird die Geschäftsleitung veröffentlichen, sobald die Neufassung vollständig abgeschlossen ist.

Nicht GAAP-konforme Leistungskennzahlen

Nicht GAAP-konforme Leistungskennzahlen und entsprechende Überleitungen auf GAAP-konforme Finanzkennzahlen wurden bereitgestellt, um sinnvolle Vergleiche zwischen den aktuellen Ergebnissen und den Ergebnissen früherer Betriebszeiträume zu ermöglichen.

Telefonkonferenz

Am 13. November 2012 wird das Unternehmen um 7:00 Uhr (CST) eine Telefonkonferenz mit Finanzanalysten veranstalten, um die vorläufigen Ergebnisse des zweiten Quartals zu erläutern. Das Unternehmen lädt Investoren herzlich dazu ein, die Telefonkonferenz in der Rubrik „Investor Relations" auf der Website des Unternehmens www.weatherford.com live mitzuverfolgen. Eine Aufzeichnung und ein Protokoll der Telekonferenz werden kurz nach deren Abschluss auf der Website abrufbar sein.

Weatherford ist ein multinationaler Ölfeld-Dienstleister mit Sitz in der Schweiz. Das Unternehmen zählt zu den weltgrößten Anbietern von innovativen mechanischen Lösungen, Technologien und Dienstleistungen für die Bohr- und Produktionssektoren der Erdöl- und Erdgasindustrie. Weatherford ist in über 100 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 60.000 Mitarbeiter weltweit.




Ansprechpartner:

John H. Briscoe

+1.713.836.4610



Senior Vice President und Chief Financial Officer




Karen David-Green 

+1.713.836.7430



Vice President – Anlegerpflege












Vorausschauende Aussagen

Diese Pressemitteilung sowie die Dokumente, auf die an dieser Stelle verwiesen wird, enthalten vorausschauende Aussagen im Sinne des US-amerikanischen Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Auch die in dieser Pressemitteilung angekündigte Telefonkonferenz könnte vorausschauende Aussagen beinhalten. Hierzu zählen Aussagen über den Umfang zukünftiger Erträge, Umsätze, Ausgaben, Margen, Investitionen, Veränderungen des Umlaufvermögens, Cashflows, Steueraufwendungen, effektiver Steuersätze und Nettogewinne. Hinzu kommen die allgemeinen Aussichten von Geschäften mit Ölfeld-Dienstleistungen, insbesondere im Hinblick auf unser eigenes Geschäft, sowie Aussagen über die zeitliche Verfügbarkeit bzw. den Inhalt von Finanzinformationen, die das Unternehmen für den laufenden Berichtszeitraum bei der SEC hinterlegen wird. Darüber hinaus sind Aussagen jeglicher Art über den Ausgang oder den potenziellen zukünftigen Ausgang unserer laufenden Bemühungen zur Beseitigung des erheblichen Mangels unserer internen Kontrollen zur Bilanzierung von Ertragssteuern vorausschauender Natur. Dies gilt auch bezüglich unserer Einschätzung des bisherigen Erfolges vergangener Bemühungen. Angesichts der gegenwärtigen makroökonomischen Unsicherheit fällt es in einer zyklischen Branche naturgemäß schwer, Prognosen oder sonstige vorausschauende Aussagen zu treffen. Derartige Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsleitung von Weatherford und unterliegen bedeutenden Risiken, Annahmen und Unwägbarkeiten. Zu diesen zählen die Fähigkeit des Unternehmens, alle erforderlichen Prozesse zur Veröffentlichung überarbeiteter Geschäftsberichte erfolgreich abzuschließen, darunter auch der Erhalt eines Bestätigungsvermerks von unabhängigen Wirtschaftsprüfern; das Unvermögen des Unternehmens, interne Kontrollverfahren auszuarbeiten oder zu verbessern, um den festgestellten Unstimmigkeiten Rechnung zu tragen; die betrieblichen Folgen der Einhaltung von Rechts- und internen Kontrollvorschriften sowie der Ausbesserung und Beseitigung von Mängeln einschließlich der Aufdeckung von Fehlverhalten, Missbrauch oder der Umgehung interner Kontrollen; Schwierigkeiten bei der Kostenkontrolle, darunter auch bezüglich der anfallenden Kosten zur Einhaltung von Rechts- und internen Kontrollvorschriften sowie der Ausbesserung und Beseitigung von Mängeln; die Folgen von Veränderungen in der Geschäftsleitung bzw. des Personalbestands; die Konsequenzen der allgemeinen politischen, ökonomischen und marktwirtschaftlichen Bedingungen auf die Ergebnisprognosen des Unternehmens; die Möglichkeit, dass das Unternehmen nicht dazu in der Lage ist, die erwarteten Umsätze aus bestehenden und zukünftigen Aufträgen zu erwirtschaften; die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Geschäfte des Unternehmens; die Fähigkeit des Unternehmens, sein Personal effektiv einzusetzen, um Kosten einzusparen; die Kosten und Verfügbarkeit von Rohstoffen; die Fähigkeit des Unternehmens, seine Lieferkette und Geschäftsprozesse wirksam zu steuern; die Fähigkeit des Unternehmens, neue Technologien zu verwerten; die Frage, ob das Unternehmen die erwarteten Vorteile aus dem Umzug seiner zuvor in Bermuda ansässigen Muttergesellschaft realisieren kann; die Fähigkeit des Unternehmens, die erwarteten Vorteile aus Übernahmen und Veräußerungen zu realisieren; die Folgen einer Konjunkturschwäche innerhalb der Branche für den Buchwert des Firmenwerts; die Auswirkungen von Witterungsbedingungen auf das operative Geschäft des Unternehmens; die Auswirkungen der Öl- und Erdgaspreise sowie der vorherrschenden weltweiten Wirtschaftsbedingungen auf die Bohraktivität; die Folgen der Turbulenzen an den Kreditmärkten für die Fähigkeit des Unternehmens, sich mithilfe von Zins- und Devisenswaps gegen Risiken abzusichern; das Ergebnis laufender behördlicher Ermittlungen, darunter auch die Untersuchung der Umstände im Zusammenhang mit dem erheblichen Mangel des Unternehmens bezüglich seiner internen Kontrollen zur Bilanzierung von Ertragssteuern durch die US-Börsenaufsicht; das Ergebnis schwebender Verfahren, darunter Aktionärsklagen im Zusammenhang mit dem erheblichen Mangel des Unternehmens bezüglich seiner internen Kontrollen zur Bilanzierung von Ertragssteuern und der rückwirkenden Neufassung früherer Geschäftsberichte; das zukünftige Preisniveau von Rohöl und Erdgas; die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen; das Preisniveau unserer Produkte und Dienstleistungen; der Nutzungsgrad unserer Anlagen; die Effektivität unserer Lieferkette; witterungsbedingte Störungen und sonstige betriebliche und außerbetriebliche Risiken, die in unserem jüngsten Bericht auf Formular 10-K und weiteren Eingaben bei der US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission) näher erläutert werden. Sollten diese Risiken oder Unwägbarkeiten sich in einem oder in mehreren Fällen bemerkbar machen oder sich die ihnen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen, könnten tatsächliche Ergebnisse in erheblichem Umfang von Angaben in vorausschauenden Aussagen abweichen. Insbesondere beruhen unsere Aussagen bezüglich des laufenden Berichtszeitraums auf der Annahme, dass keinerlei Folgeereignisse oder sonstige nachteilige Entwicklungen nach der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung eintreten, aufgrund derer unsere Geschäftsberichte für den laufenden Berichtszeitraum nach ihrer Übermittlung an die SEC maßgeblich von den an dieser Stelle genannten Beträgen abweichen. Wir lehnen jede Verpflichtung zur Korrektur oder Aktualisierung vorausschauender Aussagen ab – sei es aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder sonstiger Umstände – sofern dies laut Bundeswertpapiergesetz nicht zwingend erforderlich ist.