Wettbewerb um innovative Lösungen zu vordringlichen urbanen Herausforderungen: Bloomberg Philanthropies benennt 21 europäische Städte als Finalisten im Mayors Challenge

-- Die Finalisten aus einem Feld von insgesamt 155 Bewerbern sind nun im Rennen um Preisgelder von insgesamt 9 Millionen Euro und erhalten die Möglichkeit, an Bloombergs "Ideas Camp" teilzunehmen, um ihre Vorschläge weiter zu verfeinern und im Sommer dieses Jahres erneut einzureichen

NEW YORK, 23. April 2014 /PRNewswire/ -- Bloomberg Philanthropies gab heute die Liste der 21 europäischen Städte bekannt, die als Finalisten in die letzte Runde des 2013-2014 Mayors Challenge gehen werden. Der Wettbewerb soll Städte dazu inspirieren, innovative und kühne Ideen zu entwickeln, die bei der Lösung von wichtigen Problemen helfen und das Leben im urbanen Raum verbessern sollen. Im nächsten Schritt sollen diese Ideen auch auf andere Städte übertragbar sein. Der Hauptgewinner erhält 5 Millionen Euro und vier weitere Teilnehmer, die ebenfalls überzeugende und gut übertragbare Ideen bringen, erhalten jeweils 1 Million Euro. Die Bekanntgabe aller Preisträger wird im Herbst dieses Jahres erfolgen. Die von den Finalisten vorgeschlagenen Ideenkonzepte beschäftigen sich mit einigen der vordringlichsten Themen in Europa: Jugendarbeitslosigkeit, alternde Gesellschaft, Bürgerbeteiligung, Wirtschaftsentwicklung und -förderung, Umwelt und Energiefragen, Gesundheitswesen, öffentliche Sicherheit sowie Effizienzsteigerung bei Behörden.

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"Die diesjährigen Reaktionen aus ganz Europa auf die Mayors Challenge beinhalten wirklich neue und kühne Ansätze, die das Potenzial haben, das Leben von Menschen positiv zu verändern, nicht nur in Europa, sondern auf dem ganzen Erdball," so Michael R. Bloomberg, Philanthropist und 108. Bürgermeister von New York City. "Unsere Städte sind mit vielfältigen dringlichen Problemen konfrontiert, die von Klimawandel über gesellschaftliche Isolation bis hin zu Jugendarbeitslosigkeit reichen. Wir brauchen tatkräftige Führungskräfte, die ständig nach innovativen Möglichkeiten suchen, um die vordringlichsten städtischen Herausforderungen zu bewältigen. Diese neuen Wege umzusetzen und dann das, was funktioniert, mit dem Rest der Welt zu teilen - darum geht es, das ist der Sinn der Mayors Challenge."

Die erstmalig in Europa laufende Bloomberg Philanthropies 2013-2014 Mayors Challenge orientiert sich am zuvor erfolgreich in den USA durchgeführten ersten Wettbewerb. Teilnehmen konnten alle Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern. Die jetzigen Finalistenstädte haben Einwohnerzahlen von knapp unter 250 000 bis hin zu über einer Million und vertreten 11 Länder aus ganz Europa. Die Auswahl fand unter 155 Teilnehmerbeiträgen statt. Die untenstehende Auflistung zeigt die Bandbreite von komplexen und spezifischen Herausforderungen sowie allgemein gängigen Problemen im städtischen Lebensraum auf.

Die Finalisten erhalten die Möglichkeit, am Bloomberg Ideas Camp teilzunehmen, einer zweitägigen Veranstaltung, in deren Rahmen städtische Entscheidungsträger und Experten für Politik, Programme und Innovation die Städteteams bei der Entwicklung und Erweiterung ihrer Ideen unterstützen werden. Das Ideas Camp wird im Juni diesen Jahres in Berlin stattfinden.

James Anderson, Leiter des Bereichs Verwaltungsinnovation bei Bloomberg Philanthropies, erklärte: "Die Ideen selber sind sehr unterschiedlich, doch wir können Schlüsselbereiche erkennen. Die Ideen tendieren zu vernetzten und dezentralen Lösungen, im Gegensatz zu teuren zentralisierten Ansätzen. Das Thema Bürgerbeteiligung sowohl als Mittel als auch als Ziel hat sich als ein zentrales Anliegen herauskristallisiert. Auch das Thema Technologieeinsatz, ganz konkret und in positiver Weise für den Einzelnen, fand große Beachtung. Das reicht, hier in Beispielen, vom blinden Mitbürger in Warschau über den arbeitslosen Jugendlichen in Amsterdam bis zum Eigenheimbesitzer in Schaerbeek." 

Die Mitarbeiter von Bloomberg Philanthropies und ein unabhängiges Auswahlkomitee von 12 Experten aus ganz Europa haben jeden der Teilnehmerbeiträge über mehrere Durchgänge hinweg geprüft und selektiert. Die endgültige Auswahl fand Anfang April statt, und dies gibt nun 21 Städten die Möglichkeit, ihre Ideen weiterzuentwickeln und erneut einzureichen. Diese Beiträge werden nach folgenden vier Auswahlkriterien bewertet: Vision, Umsetzungspotenzial, Umsetzungsplanung und potenzielle Übertragbarkeit des Konzepts auf andere Städte. Hier ist die Liste der Finalisten und ihrer Ideen:

  1. AMSTERDAM, Niederlande – Jugendarbeitslosigkeit: Bekämpfung der weitverbreiteten Jugendarbeitslosigkeit durch Qualifizierung der Jugend mit 21st Century Skills und der Anbindung über ein Online Game, welches die jungen Leute quer durch Europa hindurch mit Jobs und Ausbildungsstellen vernetzt
  2. ATHEN, Griechenland – Aktive Bürgerschaft: Die Eigenverantwortung der Bürger über eine neue Online-Plattform stärken, in welcher die zahlreichen kleineren urbanen Herausforderungen angegangen werden können, die im Zuge der griechischen Wirtschaftskrise verstärkt aufgetreten sind
  3. BARCELONA, Spanien – Alternde Gesellschaft: Lebensqualität verbessern und soziale Isolation durch den Aufbau eines unterstützenden Netzwerks aus staatlichen und privaten Mitteln eindämmen. Das Ziel ist Familie, Freunde, Sozialarbeiter und freiwillige Helfer für jeden älteren Mitbürger
  4. BOLOGNA, Italien – Jugendarbeitslosigkeit: Stadtübergreifende informelle Bildungsstätten und eine aktive Bürgerschaft, um den jungen Menschen im Alter von 6 bis16 Jahren Unternehmergeist und 21st Century Skills zu vermitteln, und damit Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern
  5. BRISTOL, Vereinigtes Königreich – Gesundheit/Strategie gegen Übergewichtigkeit: Der Aufbau einer neuen Wirtschaftsweise, die verstärkt auf selbst und lokal erzeugte gesunde Lebensmittel setzt, soll Übergewichtigkeit und Arbeitslosigkeit bekämpfen
  6. BRNO, Tschechische Republik – Öffentliche Sicherheit/Aktive Bürgerschaft: Die Eigenverantwortung der Bürger stärken, um eine sichere Gemeinschaft zu bilden, gesellschaftliche Kohärenz zu erzeugen und die Kriminalitätsrate zu senken
  7. CARDIFF, Vereinigtes Königreich – Wirtschaftsförderung: Produktivitätsförderung in kleinen Schritten im beruflichen wie auch persönlichen Bereich der Einwohner, wodurch sich eine Serie kleiner Verbesserungen zu einer im Großen deutlich sichtbar verbesserten Allgemeinproduktivität der ganzen Stadt zusammenaddiert
  8. FLORENZ, Italien – Wirtschaftsförderung: Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch ein neues Wirtschaftsmodell, in dem Technologie und soziale Innovation sich mit der Gemeinschaft der traditionellen Florentiner Kunsthandwerker und Hersteller verbinden
  9. DANZIG, Polen – Aktive Bürgerschaft: Das Vertrauen in lokales Mitspracherecht und lokale Demokratie stärken durch ein Mandat, welches die Stadtverwaltung zur formalen Abhandlung der von Bürgern vorgebrachten Anliegen bindet
  10. KIRKLEES, Vereinigtes Königreich – Sozialkapital: Die nicht genutzten Werte von Stadt und Gemeinschaft (das geht von Fahrzeugen und ungenutzten Räumlichkeiten bis hin zu individueller, ungenutzte Expertise und überschüssiger freier Zeit) zusammenlegen, um das Beste aus der Stadt zu machen und zu beweisen, dass auch mit wenigen Mitteln viel erreicht werden
  11. KRAKAU, Polen – Verkehrswesen: Einsatz von sinnvollen, personalisierten Verkehrsmitteln und einem vereinheitlichten, reibungslosen Bezahlsystem für öffentliche Verkehrsmittel, um die Bürger zum Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu bewegen
  12. LISSABON, Portugal – Energie: Bisher ungenutzte kinetische Energie aus dem städtischen Pendlerverkehr in Elektrizität umwandeln, wodurch Klimabilanz und Umweltverträglichkeit verbessert werden   
  13. LONDON, Vereinigtes Königreich – Gesundheitswesen: Den Bürgern Mitverantwortung für das Aufrechterhalten und Verbessern ihrer eigenen Gesundheit zuweisen über eine koordinierte Plattform von Vertretern verschiedener Interessen und neuer Technologien, die eine deutliche Steigerung der Lebensqualität und Senkung der Krankenkosten ermöglicht
  14. MADRID, Spanien – Energie: Diversifizierung der erneuerbaren Energiequellen durch Erforschung und Finanzierung von Möglichkeiten, beispielsweise bisher ungenutzte Abwärme aus der unterirdischen städtischen Infrastruktur zu nutzen
  15. SCHAERBEEK, Belgien – Energie: Bereits bewährte Luftbildtechnik und dreidimensionale Geothermal-Kartierung soll Hausbesitzern und Mietern einen Überblick über ihre persönliche Energiebilanz geben, parallel dazu werden Investitionen in Energiesparpläne gefördert
  16. SOFIA, Bulgarien – Aktive Bürgerschaft: Öffentlichen Raum durch mobile Kunstwerkstätten bereichern, die aktiv mit der jeweils lokalen Bürgerschaft an der Neubelebung und Bereicherung von fehlgenutztem öffentlichen Raum arbeiten
  17. STARA ZAGORA, Bulgarien – Wirtschaftsförderung: Abwanderung von Fachkräftenachwuchs ins Gegenteil verkehren und Jungunternehmern Hilfestellung bei der Umsetzung von Erfolg versprechenden Ideen für den Aufbau lokaler Hightech-Unternehmen geben 
  18. STOCKHOLM, Schweden – Umwelt: Klimawandel durch lokale Produktion und lokalen Einsatz von Biochar angehen. Biochar ist eine organische Substanz, die das Baumwachstum fördert, Kohlenstoffe bindet und Regenabwasser filtert und nutzbarer macht
  19. DEN HAAG, Niederlande – Aktive Bürgerschaft: Bürgern die Möglichkeit geben, mit einem bestimmten Teil ihrer Steuergelder selbst gewählt jene lokalen Projekte zu unterstützen, an die sie am meisten glauben. 
  20. WARSCHAU, Polen – Verkehrswesen/Zugang: Blinden und sehbehinderten Mitbürgern durch den Einsatz von Hörsignalen aus der Hochtechnologie die Möglichkeit geben, die Stadt frei und ungehindert zu nutzen. Dies verkürzt Wegezeiten und steigert die persönliche Unabhängigkeit
  21. YORK, Vereinigtes Königreich – Verwaltungssysteme: Alle Privatpersonen sowie Wirtschaft und Handel sollen Lösungsvorschläge zu den vordringlichsten Stadtprobleme über neue Wege anbringen können, das Ziel ist ein intelligenterer Ablauf, um die besten Lösungen zu finden und weiterzuentwickeln. Die Reform des Dienstwegs soll die Bürgerschaft aktiv einbinden, was sowohl Zeit- als auch Geldersparnis bedeutet

Weitere Informationen und Details zum diesjährigen Mayors Challenge erhalten Sie unter: http://mayorschallenge.bloomberg.org/ 

Informationen zum Wettbewerb Mayors Challenge erhalten Sie unter http://www.bloomberg.org/initiative/mayors_challenge

Informationen zu Bloomberg Philanthropies

Bloomberg Philanthropies hat es sich zum Zeil gesetzt, so vielen Menschen wie möglich ein besseres und längeres Leben zu ermöglichen. Die Organisation legt ihren Schwerpunkt auf fünf Hauptbereiche, um dauerhafte Veränderungen zu bewirken: Gesundheitswesen, Umwelt, Bildung, Innovation bei Behörden (hierzu zählt die Mayors Challenge) sowie die Künste. Bloomberg Philanthropies umfasst alle gemeinnützigen Aktivitäten von Michael R. Bloomberg, darunter seine Stiftung und seine persönlichen Spenden. Im Jahr 2013 vergaben Bloomberg Philanthropies 452 Millionen US Dollar. Weitere Informationen finden Sie unter bloomberg.org.

Weitere Informationen zu Bloomberg Philanthropies sind für die Presse bei Meghan Womack, meghan@bloomberg.org erhältlich. 

SOURCE Bloomberg Philanthropies



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