2014

Die Netherlands Museums Association deckt die Ergebnisse der Untersuchung "Beutekunst" auf

AMSTERDAM, October 29, 2013 /PRNewswire/ --

Heute gab die Netherlands Museums Association ihre Schlussfolgerungen aus der Untersuchung über die Herkunft der Kunstwerke in den niederländischen Museen in Bezug auf die Museumsakquisitionen ab 1933 bekannt. Insgesamt wurden 139 Kunstobjekte in 162 teilnehmenden Museen identifiziert. Von diesen Objekten wurde entweder angenommen oder es war bekannt, dass es sich unter dem Nazi-Regime, im Zeitraum von 1933 bis 1945, um erbeutete, konfiszierte oder unter Zwang verkaufte Kunstwerke handelt. Viele dieser befanden sich im Besitz von jüdischen Personen.

Die Herkunft eines jeden Kunstwerks kann auf der Website http://www.musealeverwervingen.nl nachgesehen werden, welche heute um 16 Uhr freigeschaltet wird. Selbst nach gründlichen Untersuchungen bleibt die Herkunft vieler Kunstwerke unvollständig oder uneindeutig. Die Website zielt darauf ab, die vollständige Herkunft dieser Kunstwerke mit der Hilfe der Besucher der Website nachzuverfolgen. Wo möglich, wird das Museum alle Anstrengungen unternehmen, um die Familienmitglieder oder die Erben der ursprünglichen Besitzer zu kontaktieren.

Untersuchungsergebnisse

Insgesamt nahmen 162 niederländische Museen an der Untersuchung teil. Es wurden 139 Objekte mit einer (möglicherweise) problematischen Herkunft aus 41 verschiedenen Museen aufgetan. 61 dieser Objekte können zu ihren ursprünglichen Besitzern zurückverfolgt werden.

Für 78 dieser Objekte ist es unklar, zu wem sie gehören und ob sie erbeutet oder unfreiwillig abgetreten wurden. Zu diesen 139 Objekten gehören 69 Gemälde, 24 Zeichnungen, 2 Skulpturen, 31 Objekte angewandter Kunst und 13 jüdische Ritualgegenstände. Mehr als 400 Museen lehnten ihre Teilnahme aus rechtmäßigen Gründen ab: zum Beispiel weil sie über eine Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke verfügen, einen botanischen Fokus aufweisen oder weil sie über eine Sammlung verfügen, welche vor 1933 zusammengestellt wurde.

Gründliche Untersuchung

Siebe Weide, Leiterin der Netherlands Museums Association, erklärte: "Die Untersuchung der Museumsakquisitionen ab 1933 betrifft die Kernarbeit der Museen, nämlich die Untersuchung ihrer Sammlung und die Veröffentlichung ihrer Geschichte. Dies war keine leichte Aufgabe, doch die Museen verloren die Bedeutung dieser Untersuchung niemals aus den Augen. Die Tatsache, dass so viel Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen ist, sollte keinen Grund darstellen, um dieser Herkunftsforschung nicht durchzuführen. Dementsprechend haben die niederländischen Museen in den letzten Jahren alles in ihrer Macht stehende getan, um die Herkunft ihrer Sammlung nachzuvollziehen."

Die Niederländische Ministerin für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Frau Bussemaker

"Wir können uns glücklich schätzen, dass wir nun diese Website mit all den verfügbaren Informationen über die Kunstwerke in den Museen haben, die möglicherweise eine problematische Herkunft aufweisen. Dies ehrt all jene, welche diesbezüglich während des Zweiten Weltkriegs zu Opfern wurden und ist Teil der Verantwortung, welche wir übernehmen, um die Herkunft unserer öffentlichen Kunstsammlung auf transparente Weise nachzuvollziehen."  

Follow-Up

Um einen Anspruch zu erheben, sollten Familienmitglieder oder deren Erben zuerst mit dem entsprechenden Museum in Kontakt treten. Ansprüche werden immer an den aktuellen Sammlungsbesitzer gerichtet. Anschließend können Ansprüche gemeinsam vom aktuellen Besitzer, dem Museum und dem Familienmitglied oder dem Erben an das Wiedergutmachungskomitee für eine unabhängige bindende Empfehlung über die Zukunft des Objekts gerichtet werden. Falls sich das Objekt in Staatseigentum befindet, können Familienmitglieder oder die Erben des ursprünglichen Besitzers eine schriftliche Anfrage für Wiedergutmachung an die Ministerin für Bildung, Kultur und Wissenschaft richten.

SOURCE The Netherlands Museums Association




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