GSMA und CEOs von Mobilfunkbetreibern legen wichtigste Erfolgsfaktoren für effektiven EU-Telekommunikationsbinnenmarkt dar

BRÜSSEL, 7. März 2014 /PRNewswire/ -- Anne Bouverot, Generaldirektorin der GSMA, versendete gestern einen offenen Brief an EU-Kommissarin Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, in dem die wichtigsten Faktoren dargelegt werden, um einen Telekommunikationsbinnenmarkt zu erreichen, der das Wachstum und die Beschäftigungssituation in der Region verbessern soll.

Der Brief wurde durch die folgenden CEOs führender europäischer Mobilfunkbetreiber unterzeichnet:

  • Timotheus Hottges, CEO, Deutsche Telekom AG
  • Christian Salbaing, Deputy Chairman, Hutchison Whampoa Europe
  • Stephane Richard, Chairman und CEO, Orange
  • Marco Patuano, CEO, Telecom Italia
  • Cesar Alierta, Executive Chairman und CEO, Telefonica
  • Hannes Ametsreiter, CEO, Telekom Austria Group
  • Jon Fredrik Baksaas, President und CEO, Telenor Group und Chairman, GSMA Board
  • Johan Dennelind, President und CEO, TeliaSonera
  • Jo Lunder, CEO, VimpelCom
  • Vittorio Colao, CEO, Vodafone Group

Europa galt lange Zeit als Vorreiter im Bereich Mobilfunk, ist inzwischen jedoch hinsichtlich der Verbreitung von mobilem Breitband, insbesondere von 4G, weit hinter andere Regionen zurückgefallen. Obwohl Europa über den weltweit höchsten Anteil der Bevölkerung mit mindestens einem Mobilfunkvertrag (80 Prozent) verfügt, ist es die einzige Region, in der die Einnahme sinken: von 162 Mrd. Euro in 2010 auf 142 Mrd. Euro in 2013(1). Doch kann die Mobilfunkbranche eine Schlüsselrolle bei der europäischen Genesung spielen, wenn sie durch umfassendere politische Reformen begleitet wird, um einen echten Telekommunikationsbinnenmarkt zu schaffen, der Investitionen in mobile Breitbandverbindungen fördert, Innovation ermöglicht und den Aufbau des Verbrauchervertrauens in mobile Dienste unterstützt.

Im Folgenden finden Sie den Wortlaut des Briefes:

Die Telekommunikationsnetzbetreiber Europas sind mit sinkenden Einnahmen und Marktwerten konfrontiert. Netzbetreiber in den USA und Asien und andere Akteure im Ökosystem sind davon nicht betroffen. Dies schränkt unsere Möglichkeiten ein, in eine Kommunikationsinfrastruktur zu investieren, die Europa wieder auf einen Wachstumskurs und auf den Pfad zu einer besseren Beschäftigungssituation führt sowie ihre globale Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellt.

Wir teilen die Ansicht der Europäischen Kommission, dass ein wettbewerbsfähiger Telekommunikationsbinnenmarkt die Bewältigung dieser Herausforderung unterstützen kann und das Wachstum, die Beschäftigung und das Wohlergehen der Bevölkerung der Europäischen Union fördert.

Wir sind überzeugt, dass die folgenden Faktoren für dessen Erfolg zentral sind:

  1. Regulierung modernisieren
    Ein essentielles Element für den Telekommunikationsbinnenmarkt ist die Eliminierung veralteter und unnötiger Regulierungsschichten, mehr Harmonisierung auf europäischer Ebene und die konsistente Anwendungen von Regeln unabhängig von der eingesetzten Technologie, dem Anbieter des Dienstes oder dem Standort der Teilnehmer.
  2. Konsolidierung für Investitionen
    Eine Entwicklung des EU-Kartellrechts zur Unterstützung marktgesteuerter Restrukturierung und Konsolidierung ist für die Verbesserung des Investitionsklimas und der Wettbewerbsfähigkeit Europas unumgänglich.
  3. Frequenzen für Wachstum
    Eine umfassende Reform im Management der Frequenzbänder Europas ist erforderlich. Es sollte auf die zeitige Freigabe neuer Kapazitäten mit Harmonisierung für den gesamten Binnenmarkt ausgerichtet sein. Die Zuteilung sollte mit dem Ziel erfolgen, langfristiges Wachstum und Investitionen zu stimulieren.
  4. Gleiche Bedingungen für alle
    Eine gerechte Regulierung in der gesamten Wertschöpfungskette ist erforderlich, um allen Akteure die Möglichkeit zu bieten, neue Konkurrenz-Internetdienstleistungen sowie innovative, kompatible und sichere Telekommunikationsdienstleistungen anzubieten. Netzbetreiber müssen die wirtschaftliche Freiheit haben, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, auf Netzwerk- und Dienstleistungsebene Innovationen einzuführen und maßgeschneiderte Dienste anzubieten, um das Investitionsklima wiederherzustellen und Innovationen und Wettbewerb auf dem globalen Markt zu fördern.
  5. Vertrauen in Verbreitung und Benutzung
    Privatsphäre und Sicherheit sind fundamental für den Aufbau des Vertrauens in die Verbreitung und Benutzung neuer digitaler Dienste durch EU-Bürger. Wir müssen für die aktuelle Uneinheitlichkeit der Regulierungen, die den effektiven und konsistenten Schutz der Verbraucher in der digitalen Wertschöpfungskette beeinträchtigt, eine Lösung finden.

Anmerkungen an die Redaktion

(1)Quelle: GSMA Intelligence: www.gsmaintelligence.com

Informationen zur GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen von Mobilfunkanbietern weltweit. Aus mehr als 220 Ländern vereint die GSMA nahezu 800 der weltweit führenden Mobilfunkbetreiber mit über 250 Unternehmen aus vor- und nachgelagerten Branchen im mobilen Ökosystem, darunter Mobiltelefonhersteller, Softwareunternehmen, Zubehöranbieter und Internetunternehmen sowie Organisationen in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Transport und Versorgungsunternehmen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte die Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

SOURCE GSMA



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