2014

INTERPOL startet globale Großinitiative im Kampf gegen die illegale Fischerei

- Pew und Norwegen unterstützen die Initiative, um Fischergemeinden, Fischerei und Meeresumwelt zu schützen

LYON, Frankreich, 26. Februar 2013 /PRNewswire/ -- INTERPOLs Programm gegen Umweltkriminalität gab heute den Start einer globalen Großinitiative zur Eindämmung der illegalen Fischerei und damit verbundener Folgestraftaten bekannt. Die Organisation wird dabei von The Pew Charitable Trusts, dem norwegischen Außenministerium und der norwegischen Behörde für Entwicklungszusammenarbeit unterstützt. Die Initiative mit dem Namen Projekt SCALE wurde im Rahmen von INTERPOLs erster internationaler Konferenz zur Durchsetzung von Fischereigesetzen im Generalsekretariat der Organisation im französischen Lyon ins Leben gerufen.

Die illegale, nicht regulierte und nicht gemeldete Fischerei kostet die Weltwirtschaft bis zu 23 Milliarden US-Dollar pro Jahr, so das Ergebnis einer bedeutenden Studie, die 2009 in der unter Fachleuten renommierten Zeitschrift PLoS One veröffentlicht wurde. Sie schadet den Küstengemeinden, den Interessen der legalen kommerziellen Fischerei und der Meeresumwelt. Illegale Fischer schlagen Kapital aus der unsicheren Gesetzeslage, dem unzureichenden Informationsaustausch zwischen den zuständigen Rechtsinstanzen und dem Mangel an Ressourcen für Kontrolle und Durchsetzung – insbesondere in Entwicklungsländern.

„Das Projekt SCALE ist wichtiger Bestandteil eines Entwurfs für ein globales System zur Eliminierung der illegalen Fischerei", sagte Joshua Reichert, Vorstandsmitglied von Pew und verantwortlich für die Umweltschutzarbeit der Organisation. „Illegales Fischen ist eine Bedrohung für die Interessen der legitimen Fischer in aller Welt, und es unterminiert die Möglichkeiten der globalen Gemeinschaft, die Fischerei auf eine Art und Weise zu steuern, die eine gesunde Zukunft dieser äußerst wichtigen Ressource gewährleistet. Zudem bringen die Bemühungen der Piratenfischer, ihre Gewinne zu verstecken, eine Reihe anderer illegaler Aktivitäten mit sich. Dazu gehören Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Betrug. Aufgrund von INTERPOLs globaler Reichweite und des Erfolgs der Organisation im Kampf gegen die Umweltkriminalität ist sie ideal positioniert, um diese Verbrecher ihrer gerechten Strafe zuzuführen."

„Das Projekt SCALE ist die natürliche Fortsetzung der Bemühungen von INTERPOL, Arten und Lebensräume durch effektive Durchsetzungsmechanismen zu schützen", sagte David Higgins, Manager des Programms gegen Umweltkriminalität bei INTERPOL. „Mithilfe von INTERPOLs Netzwerk, der Bildung von Kapazitäten und der informationsgesteuerten Unterstützung von Durchsetzungsmaßnahmen werden wir unseren Beitrag leisten zu einer besser ausgerichteten und koordinierten globalen Initiative im Kampf gegen die internationale und organisierte illegale Fischerei. Unser Ziel ist es, die globale Dynamik zu nutzen, um diesen Verbrechen entgegenzuwirken, und wir sind entschlossen, unsere Mitgliedstaaten und Partner in ihrem Kampf gegen kriminelle Netzwerke, die unsere Meeresressourcen ausbeuten, zu unterstützen."

Das Projekt SCALE von INTERPOL wird die illegale Fischerei und die damit verbundenen Folgeverbrechen direkt angehen mit dem Ziel:

  • die illegale Fischerei und die daraus entstehenden Konsequenzen ins Bewusstsein zu rücken
  • nationale Einsatzgruppen für den Umweltschutz einzurichten, um die Kooperation auf dem Gebiet der illegalen Fischerei auch grenzüberschreitend zu gewährleisten
  • die Bedürfnisse derjenigen Länder zu ermessen, die besonders gefährdet sind, Opfer der illegalen Fischerei zu werden
  • Operationen zur Zerschlagung krimineller Aktivitäten durchzuführen, illegale Handelsrouten zu durchbrechen und die Einhaltung nationaler Gesetze und Vorschriften zu gewährleisten
  • die Kontrolle zu erhöhen, um Fischereiverbrechen besser überwachen zu können
  • bessere Daten über Fischereiverbrechen zu sammeln, um Kontrolle und Durchsetzung zu verbessern

Mit der Unterstützung von Pew und der norwegischen Regierung wird INTERPOL gezielte Kontroll- und Durchsetzungsoperationen durchführen, bei denen besonders gefährdete Regionen, einschließlich West- und Südostafrika, in den Fokus gestellt werden. Über die nationalen Zentralen in den Mitgliedstaaten wird INTERPOL das Fachwissen im Bereich der marinen Polizeikontrolle ausbauen und letztendlich Regelkonformität und -durchsetzung in aller Welt verbessern. Die globale Polizeiorganisation hat zudem eine Arbeitsgruppe für Fischereiverbrechen entwickelt, die in dieser Woche in Lyon ihr erstes Treffen abhalten wird.

Pew arbeitet seit 2009 am Aufbau eines systematischeren Ansatzes zur Eliminierung der illegalen Fischerei in aller Welt. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, Identifizierung und Tracking von Fischereischiffen zu verbessern, Schiffe im Hafen zu inspizieren, Informationen zwischen den Ländern auszutauschen, fortschrittliche Technologien zu nutzen, Polizei einzusetzen und mutmaßliche Fischereiverbrechen zu untersuchen und strafrechtlich zu verfolgen.

Informationen zu INTERPOL
INTERPOL ist mit 190 Mitgliedstaaten die größte internationale Polizeiorganisation der Welt. INTERPOL ermöglicht die grenzüberschreitende Polizeizusammenarbeit und unterstützt alle Organisationen, deren Ziel es ist, das internationale Verbrechen zu unterbinden oder zu bekämpfen. Das Programm gegen Umweltkriminalität von INTERPOL unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Durchsetzung nationaler und internationaler Umweltschutzgesetze und -abkommen. INTERPOL will zum Umweltschutz beitragen und auf dem Gebiet der Fischerei eine nachhaltige Nutzung von Umwelt, Biodiversität und Naturressourcen sichern.

Weitere Informationen über das Projekt SCALE von INTERPOL finden Sie auf den Webseiten des Programms gegen Umweltkriminalität auf http://www.interpol.int/Crime-areas/Environmental-crime/Environmental-crime.

Informationen zu Pew
The Pew Charitable Trusts ist eine gemeinnützige Einrichtung, die mithilfe einer strikten, analytischen Methodik die öffentliche Politik verbessern, die Öffentlichkeit informieren und das zivile Leben stimulieren will. Weitere Informationen finden Sie auf www.pewenvironment.org.

KONTAKT: John Briley
Beauftragter für Unternehmenskommunikation
Pew Charitable Trusts
+1-202-527-8288
Jbriley@Pewtrusts.org

 

SOURCE The Pew Charitable Trusts



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