2014

Janssen-Trainingsprogramm hilft jungen Menschen mit Schizophrenie beim Wiedereinstieg ins Berufsleben

BEERSE, Belgien, October 10, 2013 /PRNewswire/ --

Catalyst-Programm setzt auf Durchbruch in der Forschung, um Patienten praktische Vorteile zu bieten

Zum Welttag der psychischen Gesundheit (World Mental Health Day) rufen Janssen Pharmaceutica NV und das Insight Partnership* mit dem Catalyst-Programm gemeinsam ein neues europaweites Trainingsprogramm ins Leben, das Gesundheits- und andere Fachkräfte dabei unterstützen soll, bei der Behandlung von Menschen mit Schizophrenie bessere Ergebnisse zu erzielen.

Das Catalyst-Trainingsprogramm besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist ein Betreuungsservice für Fachkräfte, der ihnen das nötige Training bietet, um Menschen mit Schizophrenie bei ihrem Wiedereinstieg ins Berufsleben zu unterstützen. Der zweite Bestandteil des Programms ist ein Service zur Schulung der Fähigkeiten von Gesundheitsfachkräften im Bereich der psychosozialen Therapien, der neben der motivierenden Gesprächsführung auch die kognitive Verhaltenstherapie (Cognitive Behavioural Therapy, CBT) und Psychoedukation** betrifft.

Bei der Entwicklung von Catalyst standen die Bedürfnisse der Patienten im Vordergrund. Auch wenn bei der Behandlung von Schizophrenie bereits bedeutende Fortschritte erzielt worden sind, erhalten Gesundheitsfachkräfte durch Catalyst ab sofort Zugang zu allen erforderlichen Zusatzfähigkeiten, damit sie im Hinblick auf die Lebensqualität und Zukunftsaussichten der an dieser Erkrankung leidenden Menschen greifbare Veränderungen bewirken können.

Menschen mit Schizophrenie den Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglichen

Die im Rahmen des Catalyst-Programms angebotene Berufsförderung mit der Bezeichnung "Individual Placement and Support" beruht auf aktuellster evidenzbasierter Forschung und kehrt die traditionelle Train-then-Place-Strategie im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung ins Gegenteil um. Stattdessen wird ein Place-then-Train-Ansatz verfolgt, der sich auf den Grundsatz stützt, dass das Finden und Behalten eines Arbeitsplatzes wichtige Teile des persönlichen Genesungsprozesses sind.

Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Schizophrenie liegt im Vereinigten Königreich üblicherweise bei 75 bis 96 %.[1]-[3] Diese Situation bringt tief greifende Auswirkungen auf weitere Aspekte der Gesundheit und des Wohlbefindens von Patienten mit sich und geht mit einer erheblichen Kostenbelastung für die Gesellschaft einher.[4]

Kontrollierte Studien haben gezeigt, dass Menschen, die mittels der Individual Placement and Support-Methode unterstützt wurden, bei der Suche nach einem Arbeitsplatz doppelt so häufig erfolgreich waren und deutlich länger arbeiteten, als Menschen, die traditionelle Berufsförderungsmaßnahmen in Anspruch nahmen. Zudem wiesen Menschen, die bei der Arbeitssuche erfolgreich waren, neben einer niedrigeren Hospitalisierungsrate auch bessere Behandlungsergebnisse auf.[5] Individual Placement and Support gilt im internationalen Raum mittlerweile als bestes Beispiel für evidenzbasierte Praxis.[6],[7]

Catalyst Individual Placement and Support richtet sich insbesondere an junge Menschen mit Schizophrenie im Anfangsstadium der Behandlung, da die im späten Jugendalter und frühen Erwachsenenalter auftretende Psychose mit einem stark rückläufigen Beschäftigungs- und Bildungsstand einhergeht.[8],[9]

"Die Erwerbstätigkeit resultiert nicht nur in einem erhöhten persönlichen Einkommen, sie trägt auch zur Wiederherstellung der Lebensqualität und des Selbstwertgefühls von jungen Menschen mit Psychosen bei", so Professor Jo Smith, beratender klinischer Psychologe und Leiter der frühzeitigen Intervention am Worcestershire Health and Care NHS Trust im Vereinigten Königreich. "Durch Catalyst Individual Placement and Support verlagert sich der Schwerpunkt von der Krankheit auf das Wohlbefinden. Junge Menschen, die frühzeitig an Psychosen leiden, erhalten so Zugang zu einem integrierten Förderkonzept, das ihnen bei der Erreichung ihrer Bildungs- und Berufsziele hilft und ihnen ein erfüllteres Leben bietet."

Menschen mit Schizophrenie helfen, ihre Krankheit besser zu verstehen

Der im Rahmen des Catalyst-Programms angebotene Service zur Schulung bestimmter Fähigkeiten mit der Bezeichnung "Learn and Implement" schult Gesundheitsfachkräfte im Einsatz psychologischer Therapien, damit sie Menschen mit Schizophrenie dabei helfen können, ihre Erkrankung und den Behandlungsplan besser zu verstehen, alltägliche Aktivitäten zu erledigen, sich Ziele zu setzen und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

Laut klinischen Richtlinien besteht die optimale Behandlung für Menschen mit Schizophrenie in einer Kombination aus Medikation, Psychotherapie, Psychoedukation und Selbsthilfe.[10] Aus den Ergebnissen der kürzlichen Befragung zum Thema Therapieadhärenz der Global Alliance of Mental Illness Advocacy Networks (GAMIAN) - Europe geht hervor, dass weniger als 40 % der Befragten neben ihrer Medikation eine zusätzliche psychosoziale Therapie erhalten.[11] Dies verdeutlicht, dass viele Menschen nicht optimal versorgt werden. Catalyst Learn and Implement bietet Gesundheitsfachkräften das erforderliche Training, um sicherstellen zu können, dass Patienten die bestmögliche Pflege und Unterstützung erhalten.

"Das Catalyst-Programm stützt sich auf den Grundsatz, dass Durchbrüche in der Forschung auch zu greifbaren Verbesserungen der Patientenpflege führen müssen", so Professor Douglas Turkington, medizinischer Direktor und Professor für psychosoziale Psychiatrie am Royal Victoria Infirmary in Newcastle im Vereinigten Königreich. "Durch die Anwendung der neuesten psychologischen Therapieverfahren bei ihren Patienten können Gesundheitsfachkräfte die Hoffnungen ihrer Patienten besser verstehen und ihnen bei der Ausschöpfung ihres Potenzials behilflich sein."

"Im Bereich der Psychiatrie erfüllt Janssen seit geraumer Zeit die größten unerfüllten Bedürfnisse von Patienten", so Jane Griffiths, die Vorsitzende des Konzernvorstands von Janssen. "Wir sind begeistert, das Catalyst-Programm ins Leben zu rufen und mit Gesundheitsfachkräften gemeinsam darauf hin zu arbeiten, positive Veränderungen für Menschen mit Schizophrenie zu bewirken."

Hinweise an Redakteure

Catalyst wurde im August 2013 im Vereinigten Königreich ins Leben gerufen, als im Rahmen von Catalyst Learn and Implement ein Workshop zum Thema kognitive Verhaltenstherapie stattfand. Darauf folgte im Oktober 2013 der Start des Programms in Dänemark. Der Teilbereich Individual Placement and Support wird im November 2013 im Vereinigten Königreich starten.

Besuchen Sie http://www.catalystprogramme.com für nähere Informationen zum Catalyst-Programm.

*Das Insight Partnership wurde von zwei erfahrenen Psychiatern gegründet, die im Bereich der CBT-Forschung Pionierarbeit geleistet haben: einem Pfleger und Therapeuten mit Tätigkeitsschwerpunkt Psychosen und einem erfahrenen Wirtschaftsführer aus dem Gesundheitswesen. Insight wurde im Jahr 2010 gegründet, um der immer größeren Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Schulungsangeboten im Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie zur Behandlung von Psychosen nachzukommen.

**Die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) bietet Menschen umfangreichere Kontrollmöglichkeiten bei Entscheidungen bezüglich ihrer Gesundheit und Behandlung. Zudem zielt sie auf ein besseres Verständnis der Selbstfürsorge und eine entsprechende Schärfung des Bewusstseins ab, um die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Einzelpersonen und Fachkräften zu verbessern, die in deren Pflege eingebunden sind.

Die motivierende Gesprächsführung (MI) bietet Gesundheitsfachkräften die nötigen Hilfsmittel, um den Prozess der Behandlungsplanung zu vereinfachen und zu optimieren. Bei der motivierenden Gesprächsführung, die auf interaktiver Kommunikation zwischen Gesundheitsfachkraft und Patient beruht, steht der Patient im Mittelpunkt. Die motivierende Gesprächsführung ermutigt Patienten dazu, sich die Frage zu stellen, wo sie augenblicklich stehen und wo sie in Zukunft gerne stehen würden. Dabei wird Wert auf die individuellen Gründe für eine Veränderung der gegenwärtigen Situation gelegt und die entsprechenden Vorteile werden der Person gegenüber ausführlich erläutert.

Psychoedukation hilft Gesundheitsfachkräften dabei, ihre Patienten und deren Angehörige über die Krankheit Schizophrenie aufzuklären. Dabei werden Themen wie Symptome, Diagnosen, Ursachen, Medikation, Rückfälle sowie Planung und Genesung behandelt. Psychoedukation ist eine Kombination aus Information ("Edukation") und Elementen der Psychotherapie ("Psycho"). Es bestehen Hinweise darauf, dass die Zahl der Krankenhausaufnahmen mithilfe von Psychoedukation gesenkt werden kann, da sie Patienten ein besseres Verständnis ihrer Erkrankung sowie der Notwendigkeit vermittelt, den Behandlungsplan einhalten zu müssen. Psychoedukation kann sowohl in Form einer Einzelveranstaltung als auch in einer Gruppensitzung erfolgen. Studien haben gezeigt, dass die Kombination aus medizinischer Behandlung und Psychoedukation für Patienten und Betreuer zu optimalen Behandlungsergebnissen führen kann.

Informationen zur Schizophrenie

Schizophrenie ist eine relativ häufige Erkrankung, die Menschen aus allen Ländern, sozioökonomischen Schichten und Kulturkreisen treffen kann. Die Prävalenz der Krankheit fällt in aller Welt ähnlich aus - fast eine von 100 Personen wird an Schizophrenie erkranken, bevor sie 60 Jahre alt ist. Männer und Frauen sind gleichermaßen gefährdet.[12]

Es gibt keine alleinige Ursache für Schizophrenie. Man geht davon aus, dass eine Kombination aus verschiedenen Faktoren zur Entwicklung der Erkrankung beiträgt. Scheinbar sind sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren von Bedeutung.[13]

Wissenschaftler vertreten die Auffassung, dass die Symptome der Schizophrenie, wie beispielsweise Halluzinationen, Wahnvorstellungen, ein Mangel an emotionalem Reaktionsvermögen, sozialer Rückzug/Depression, Apathie sowie Antriebs- und Initiativlosigkeit, in erster Linie durch Unregelmäßigkeiten im Gehirn verursacht werden.

Die Behandlung der Schizophrenie erfolgt im Allgemeinen durch den Einsatz von Medikamenten in Kombination mit psychosozialer Behandlung, um Menschen den tagtäglichen Umgang mit ihrer Erkrankung zu erleichtern.

Nähere Informationen zur Schizophrenie sowie hilfreiche Ressourcen und interaktive Hilfsmittel für erkrankte Menschen sind auf http://www.schizophrenia24x7.com verfügbar. Die Website wird von Janssen Pharmaceutica NV gesponsert.

Informationen zu Janssen

Die Janssen Pharmaceutical Companies haben sich dem Ziel verschrieben, die wichtigsten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit anzunehmen und zu lösen. Dies betrifft die Bereiche Onkologie (z. B. multiple Myelome und Prostatakrebs), Immunologie (z. B. Schuppenflechte), Neurowissenschaften (z. B. Schizophrenie, Demenz und Schmerzerkrankungen), Infektionskrankheiten (z. B. HIV/AIDS, Hepatitis C und Tuberkulose) sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes). Angetrieben von unserem Engagement für Patienten entwickeln wir integrierte und nachhaltige Lösungen für die Gesundheitspflege, indem wir auf Basis von vertrauensvollen und transparenten Partnerschaften Seite an Seite mit verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens zusammenarbeiten. Nähere Informationen sind auf http://www.janssen-emea.com verfügbar.

Referenzen

  1. Killackey E et al. Exciting career opportunity beckons! Early intervention and vocational rehabilitation in first-episode psychosis: employing cautious optimism. Australian and New Zealand Journal of Psychiatry. 2006; 40: 951-962
  2. Marwaha S, Johnson S. Schizophrenia and employment: A review. Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology. 2004; 39, 337-349
  3. Perkins R, Rinaldi M. Unemployment rates among patients with long-term mental health problems: A decade of rising unemployment. Psychiatric Bulletin. 2002;26(8): 295-298
  4. Wu EQ et al. The economic burden of schizophrenia in the United States in 2002. J Clin Psychiatry. 2005; 66(9): 1122-1129
  5. Burns T et al. The effectiveness of supported employment for people with severe mental illness: a randomised controlled trial in six European countries. Lancet. 2007; 370: 1146-1152
  6. Bond G. Supported employment: evidence for an evidence-based practice. Psychiatric Rehabilitation Journal. 2004; 27: 345-359
  7. Bond G et al. An update on randomised controlled trials of evidence based supported employment. Psychiatric Rehabilitation Journal. 2008; 31(4): 280-290
  8. Mueser KT et al. A prospective analysis of work in schizophrenia. Schizophrenia Bulletin. 2001; 27: 281-296
  9. Kessler RC et al. Social consequences of psychiatric disorders. I. Educational attainment. American Journal of Psychiatry. 1995; 152:1026-1031
  10. National Institute for Clinical Excellence: Schizophrenia: The NICE guideline on core interventions in the treatment and management of schizophrenia in primary and secondary care; National Clinical Practice Guidelines Number CG82, abrufbar unter http://www.nice.org.uk/nicemedia/live/11786/43607/43607.pdf. Letzter Zugriff: September 2012
  11. Gauci et al. The Global Alliance of Mental Illness Advocacy Networks-Europe (GAMIAN-Europe) pan-European adherence to treatment survey. Posterpräsentation im Zuge des 25. Europäischen Kongresses für Neuropsychopharmakologie (ECNP) im österreichischen Wien, 2012.
  12. American Psychiatric Association (APA). Practice guideline for the treatment of patients with schizophrenia. Zweite Auflage 2004;42
  13. Lang et al. Molecular mechanisms of schizophrenia. Cellular Physiology and Biochemistry 2007;20:687

SOURCE Janssen NV




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