2014

Neuer GSMA-Bericht zeigt, dass Subsahara-Afrika bezüglich Wachstum und Einfluss des Mobilfunks weltweit führend ist

-- Allerdings ist ein unterstützendes und kalkulierbares Politikumfeld der Schlüsselfaktor, um das langfristige Potential des mobilen Sektors in der Region zu verwirklichen

KAPSTADT, Südafrika, 11. November 2013 /PRNewswire/ -- Die GSMA hat heute ihre jüngste Studie zur sozioökonomischen Bedeutung der Mobilfunkbranche in den Ländern Afrikas südlich der Sahara veröffentlicht. Der von GSMA Intelligence erstellte Bericht „Sub-Saharan Africa Mobile Economy 2013" zeigt, dass der Mobilfunkbereich mehr als sechs Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Region beisteuert. Dieser Wert liegt höher als in jeder anderen vergleichbaren Region der Welt und es wird prognostiziert, dass er bis 2020 auf über acht Prozent ansteigen wird(1). Im letzten Jahr hat die Mobilfunkbranche 3,3 Millionen Arbeitsplätze direkt getragen und 21 Milliarden USD zur öffentlichen Hand in der Region beigesteuert, einschließlich Lizenzgebühren. Bis 2020 dürfte sich der wirtschaftliche Effekt verdoppeln und 6,6 Millionen Männer und Frauen in der Region beschäftigen sowie 42 Milliarden USD zur öffentlichen Hand beitragen.

Subsahara-Afrikas Basis von eindeutigen Mobilfunkteilnehmern ist in den letzten fünf Jahren um 18 Prozent jährlich gewachsen und ist somit zur am schnellsten wachsenden Region weltweit geworden. Bis Mitte 2013 gab es 253 Millionen eindeutige Mobilfunkteilnehmer und 502 Millionen Verbindungen(2). Da viele Länder in der Region Festnetz-Verbreitungsquoten von weniger als fünf Prozent aufweisen, ist Mobilfunk zum Hauptmedium für den Zugriff auf das Internet in der gesamten Region Subsahara-Afrika geworden. Während 2G-Verbindungen in der Region immer noch dominieren, werden zurzeit 3G- und 4G-Netzwerke weiter ausgebaut und die Zahl der Smartphone- Besitzer steigt an(3). Mit Versorgungsraten für eindeutige Teilnehmer, die zum Teil immer noch bei weniger als 33 Prozent liegen, bieten sich hier größte Wachstumsmöglichkeiten in den nächsten fünf Jahren.

„Trotz der signifikanten Entwicklung der Mobilfunkbranche in Subsahara-Afrika in den letzten Jahren, liegen sogar noch größere Chancen zukünftig vor uns", sagte Tom Phillips, Chief Regulatory Officer der GSMA. „Neben dem fortgesetzten Anstieg der Sprachtelefonie-Dienste kann man in der Region eine Explosion bei der Verwendung von mobilen Daten beobachten. Allerdings stellt die kurzfristige Fokussierung einiger Länder auf die Erzielung von hohen Frequenz-Nutzungsgebühren und maximalen Steuereinnahmen ein Risiko dar, das das Potential des mobilen Internets einschränken könnte."

Größere Unterstützung durch die Politik ist in der gesamten Region erforderlich

Die Verwirklichung des langfristigen Potentials des mobilen Sektors ist abhängig von einem transparenten und fördernden Politikumfeld für die Branche selbst und für die damit verbundenen vertikalen Märkte. Betreiber und Investoren brauchen Klarheit zur Finanzierung der Investitionen, die zum Ausbau der Netzabdeckung in entlegene Gebiete notwendig sind und den wachsenden Bedarf an schnelleren Verbindungen erfüllen. Der Bericht betonte, dass die Zukunft der Mobilfunkbranche von drei zentralen regulatorischen Politikbereichen abhängt:

  1. Frequenz-Verwaltung
    Die Vergabe neuer Frequenzen sollte mithilfe von wirtschaftlich effizienten Methoden erfolgen, die die sozioökonomischen Vorteile und den Kapitalaufwand, der für den Einsatz moderner Netzwerke nötig ist, vernünftig miteinander abwägen. Die Vergabe sollte ebenfalls vorrangig an jene Betreiber erteilt werden, die schon früher die Fähigkeit einer effektiven Nutzung der Frequenzen bewiesen haben. Angesichts der Tatsache, dass eine Reihe von Frequenz-Lizenzen in der Region zur Erneuerung anstehen, müssen Regulierungsbehörden ein transparentes und kalkulierbares Verfahren zur Frequenz-Lizenzvergabe bzw. Erneuerung von Frequenz-Nutzungsrechten festsetzen, damit Betreiber ihre Investitionen planen können. Die Erneuerung von Frequenz-Nutzungsrechten sollte außerdem darauf basieren, dass Verwaltungskosten abgedeckt werden und Investment gefördert wird, anstatt auf einer Maximierung der kurzfristigen Lizenzgebühren.
  2. Frequenz-Harmonisierung
    Obwohl einige Regierungen die Bedeutung der Frequenz-Harmonisierung in der gesamten Region erkannt haben, bleibt dennoch viel zu tun, um harmonisierte Frequenzen in vollem Umfang bereitzustellen, insbesondere die 700 MHz- und 800 MHz-Bänder (Digitale Dividende). Ein schnellerer Übergang vom analogen zum digitalen Fernsehen und die Freigabe von Frequenzbändern der digitalen Dividende für mobiles Breitband würden das wirtschaftliche Wachstum in der Region wesentlich ankurbeln. Ausführliche Wirtschaftsanalysen prognostizieren, dass die Verbreitung des mobilen Breitbands in Subsahara-Afrika bis zu 197 Milliarden USD zusätzliches BIP zwischen 2015 und 2020 erzeugen würde und außerdem die Schaffung von 16 Millionen neuen Arbeitsplätzen in einer Vielzahl von Marktsektoren unterstützen würde.
  3. Besteuerung
    Die Besteuerung als Teil der Gesamtkosten für den Besitz von Mobilgeräten liegt in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara höher als der weltweite Durchschnitt, was für den Endnutzer bedeutet, dass mobile Dienste weniger erschwinglich sind. Fast die Hälfte aller Länder in Subsahara-Afrika erheben Zollgebühren auf importierte mobile Endgeräte, die in manchen Fällen über 30 Prozent betragen. Eine Reduzierung der Besteuerung im mobilen Sektor würde den Verbrauchern, Unternehmen und Regierungen zugutekommen, da so die Kosten für den Betrieb sinken, was wiederum die Nutzung neuer mobiler Dienste fördert, langfristig die Produktivität verbessert und das BIP sowie die gesamten Steuereinnahmen ankurbelt.

Transformierende Wirkungen durch Mobilfunk
Transparente und stabile politische Rahmenbedingungen werden die weitere Entwicklung und Verbreitung der mobilen Lösungen fördern, um eine ganze Reihe von sozioökonomischen Herausforderungen in Subsahara-Afrika anzugehen. Beispielsweise sind in der Region gegenwärtig fast 250 mHealth-Dienste in Betrieb und unterstützen Patienten, die möglicherweise keinen Zugang zu örtlichen Gesundheitsdiensten haben. Mobile Lösungen für finanzielle Angelegenheiten binden auch die Bevölkerungsgruppen mit ein, die früher keine Bankdienstleistungen nutzen konnten - dazu gehören über 100 aktive Initiativen für mobile Geldgeschäfte und 56,9 Millionen registrierte Nutzer von mobilen Geldgeschäften in der Region. mAgriculture-Lösungen können eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion spielen, die ca. ein Drittel des BIPs der Region ausmacht und fast zwei Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt.

„Die Mobilfunkbranche hat bereits einen Wandel im sozialen und wirtschaftlichen Leben von Subsahara-Afrika bewirkt, aber es gibt noch enormen Spielraum für größeres Wachstum und Innovationen, vorausgesetzt, die richtigen Bedingungen werden geschaffen", führte Phillips fort. „Wenn die politischen Entscheidungsträger in der gesamten Region die zentralen regulatorischen Fragen angehen, haben sie die großartige Chance, das Potential eines dynamischen und miteinander verbundenen Afrikas zu verwirklichen."

Den vollständigen Bericht können Sie hier lesen: http://www.gsma.com/mobileeconomyssa

Hinweise an Redakteure
(1) Der Beitrag der Mobilfunkbranche zum BIP in Subsahara-Afrika lag im Jahr 2012 bei 60 Milliarden USD und wird bis zum Jahr 2020 voraussichtlich auf 119 Milliarden USD steigen.

(2) Mobilverbindungen beziehen sich auf die Gesamtzahl der eindeutigen SIM-Karten (oder Telefonnummern, wenn SIM-Karten nicht benutzt werden), die auf mobilen Netzwerken registriert sind. Eindeutige Mobilfunkteilnehmer beziehen sich auf die individuellen Mobilfunknutzer.

(3) Die Region wird von kostengünstigeren Mobiltechnologien dominiert, wobei Ende 2013 über 86 Prozent der Verbindungen 2G sein dürften. Bei dem verbleibenden Anteil handelt es sich fast ausschließlich um 3G-Verbindungen - 4G dürfte lediglich 0,1 Prozent der Gesamtverbindungen ausmachen (ein Prozentsatz, der im Jahr 2017 auf fast 2 % ansteigen wird).

Über die GSMA 
Die GSMA vertritt die Interessen von Mobilbetreibern weltweit und vereint über 220 Länder hinweg fast 800 Mobilbetreiber in aller Welt sowie 250 Unternehmen im weitläufigeren mobilen Geschäftsbereich, einschließlich Handy- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Equipment-Anbieter und Internet-Unternehmen sowie Organisationen aus den Branchen Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Verkehr und Versorgung. Die GSMA organisiert ebenfalls branchenführende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Weitere Informationen finden Sie auf der GSMA-Unternehmenswebseite auf www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

SOURCE GSMA



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