Buddhistischer Friedensbotschafter unterstreicht im Vorfeld der Rio+20-Konferenz die Bedeutung von Bildung und Eigenverantwortung

TOKIO, 7. Juni 2012 /PRNewswire/ -- Daisaku Ikeda, Präsident der buddhistischen Religionsgemeinschaft Soka Gakkai International (SGI), hat am 6. Juni einen Vorschlag veröffentlicht, in dem er beschreibt, wie wichtig die Eigenverantwortung von Individuen und Gemeinschaften ist, wenn eine nachhaltige globale Gesellschaft geschaffen werden soll. Sein Schreiben enthält Gedanken, die in Zusammenhang mit der Eröffnung der UN-Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung, Rio+20, am 20. Juni in Rio de Janeiro, Brasilien, stehen.

Ikeda erklärt: „Es ist inakzeptabel, Nachhaltigkeit als etwas zu betrachten, das lediglich durch eine Anpassung von Richtlinien erreicht werden kann, um so einen besseren Ausgleich zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Vorgaben zu schaffen. Nachhaltigkeit muss vielmehr als eine Herausforderung und als ein Vorhaben verstanden werden, das den Einsatz jedes Einzelnen erfordert, ... so dass eine Gesellschaft entstehen kann, die den höchsten Ansprüchen der Würde des Lebens gerecht wird."

Der Vorschlag mit dem Titel „For a Sustainable Global Society: Learning for Empowerment and Leadership" („Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft: Eigenverantwortung und Vorbildfunktion lernen") stellt die Bildung als Schlüsselfaktor in den Vordergrund.

Ikeda hat sich sehr für die UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eingesetzt, die 2014 zu Ende geht, und fordert jetzt einen Nachfolge-Rahmen in Form eines Bildungsprogramms für eine nachhaltige globale Gesellschaft ab 2015, der sich auf die Faktoren konzentrieren soll, die einen positiven Wandel herbeiführen. Ein solches Programm soll die Eigenverantwortung und darüber hinaus auch die Vorbildfunktion fördern, damit ein wirklicher Wandel erreicht werden kann.

Ikeda schlägt umfangreiche institutionelle Reformen der UN-Agenturen vor, die für Entwicklung und Umweltschutz verantwortlich sind. Er rät weiterhin zu einer Zusammenführung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der damit zusammenhängenden Agenturen, um daraus eine gemeinsame „Weltweite Organisation für nachhaltige Entwicklung" zu machen.

Er setzt sich für mehr Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft ein und regt die Gründung eines „Komitees der künftigen Generationen" als ein Forum an, in dem Jugendrepräsentanten beratend an den Jahresplänen und Strategien der neuen Organisation mitwirken können.

Ikeda weist auch auf die Notwendigkeit einer Reihe von Zielen für nachhaltige Entwicklung hin, wobei es hauptsächlich um die lokale Gemeinschaft als Ort für lebenslanges Lernen und Handeln geht.

Als Beispiele proaktiven Handelns nennt er das Pflanzen von Bäumen, Katastrophenschutz, die Stärkung der lokalen Produktion und des lokalen Verbrauchs, die Sensibilisierung für Recycling und die Förderung erneuerbarer Energien.

Ikeda zeichnet ein Bild der Hoffnung für die Rolle des Menschen auf der Erde. Er erklärt: „Physische Ressourcen mögen zwar endlich sein, das menschliche Potenzial aber ist unendlich, ebenso wie unsere Kapazität, Werte zu schaffen. Die wahre Bedeutung der Nachhaltigkeit besteht in einem dynamischen Konzept, in dem sich das Streben und der Wettbewerb auf das Schaffen positiver Werte konzentrieren, das dann mit der Welt und für die Zukunft geteilt werden kann."

Den Vorschlag finden Sie auf: www.sgi.org/sgi-president/proposals/environment-2012.html.

Im Rahmen der Rio+20-Konferenz wird vom 16. Juni bis zum 15. Juli im Planetarium von Rio de Janeiro die Ausstellung „Seeds of Hope: Visions of sustainability, steps toward change", die gemeinsam von der SGI, der Earth Charter International und der Stadt Rio de Janeiro organisiert wurde, auf Englisch und auf Portugiesisch gezeigt.

Ein 10-minütiger Film, „Nurturing Seeds of Hope in the Amazon", der die umweltpolitische Bildungsarbeit des Amazon Ecological Conservation Center, das 1992 von Ikeda gegründet wurde, vorstellt, wird am 15. Juni erstmals in dem Planetarium gezeigt werden. Besuchen Sie: www.sgi.org/resource-center/video-and-audio/educational-tools/nurturing-seeds-of-hope.html

Anlässlich der Rio+20-Konferenz wird am 20. Juni ab 19:00 Uhr in Raum T-10 im Riocentro eine Diskussionsrunde zum Thema „Empowerment lernen" stattfinden, bei der Erfahrungen aus der Bildungsarbeit in den Bereichen Nachhaltigkeit, Frieden und Abrüstung sowie Menschenrechte vermittelt werden. Die Veranstaltung wird von der SGI und anderen Organisationen durchgeführt.

Daisaku Ikeda (geb. 1928) ist ein buddhistischer Philosoph, Autor und Friedensbotschafter. Seit den 1970er Jahren engagiert er sich in Dialogen und veröffentlicht Vorschläge für Frieden und Umweltschutz.

Ansprechpartner:
Joan Anderson
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Soka Gakkai International
Tel.: +81-80-5957-4711
Fax: +81-3-5360-9885
E-Mail: janderson[bei]sgi.gr.jp

SOURCE Soka Gakkai International



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