Das Institute for New Economic Thinking veröffentlicht Bericht des INET-Ökonomen-Rats zur Euro-Krise
NEW YORK, 25. Juli 2012 /PRNewswire/ -- Europa steht an der Schwelle zur Katastrophe. Die Streitpunkte des Euro liegen auf der Hand und die Interaktion zwischen den Märkten, unzulängliche Institutionen sowie nicht nachhaltige politische Rahmenbedingungen in vielen Ländern treiben die europäische Wirtschaft in Richtung Depression und die Eurozone in Richtung Desintegration.
Die Dringlichkeit der Situation und der Wunsch, diese Schwierigkeiten zu überwinden, motivierten das Institute for New Economic Thinking (INET), die Gründung des Ökonomen-Rats „INET Council on the Euro Zone Crisis (ICEC)" zu finanzieren, der aus 17 führenden europäischen Ökonomen besteht. Die Gruppe hielt ihr erstes Treffen vom 26. bis zum 27. Juni in Brüssel und ist seither virtuell in ständigem Kontakt.
Da die Gefahr des Zerfalls des Euro steigt und in Spanien, Italien und anderen Ländern soziale Unruhen herrschen, fühlte sich der INET-Rat der Mitglieder der Eurozone gezwungen, einen kurzen Bericht zu veröffentlichen, der eine Zukunftsbild dessen malt, wie die Euro-Zone in dieser schwierigen Zeit erneuert und neu gestaltet werden könnte.
Der Bericht macht deutlich, dass es wenige Überschneidungen zwischen dem gibt, was wirtschaftlich und finanziell notwendig wäre, um die Mängel im Eurozonen-System auszugleichen, und dem, was in einem politischen Umfeld, in dem Misstrauen zwischen den Völkern innerhalb des Systems herrscht, tatsächlich machbar ist. Vor diesem Hintergrund schlägt der ICEC Folgendes vor:
1. Diese dramatische Situation ist das Ergebnis eines Eurozonen-Systems, das stark angegriffen ist. Dieses systemische Versagen verschärfte den Boom der Kredit- und Kapitalströme und führte zu komplizierten Nachwirkungen, nachdem auch dieses System nicht mehr funktionierte.
2. Es liegt in der Verantwortung aller europäischen Nationen, die Teil der fehlerhaften Planung und Entwicklung des Euro und seiner Implementierung waren, nun zu einer Lösung beizutragen.
3. Ohne gemeinsame Bemühungen wird die Euro-Zone bald zerfallen. Die Spannungen haben sich über eine lange Zeit hin aufgebaut und die Bedingungen sind in mehreren Ländern sozial oder politisch nicht mehr tragbar.
4. Mittels der Formulierung von Empfehlungen unterschied der ICEC-Bericht klar zwischen den alten Problemen, die in den vergangenen 10 Jahren durch das schlecht funktionierende Design der Euro-Zone entstanden sind, und den Herausforderungen der Neugestaltung, das die Solidität des Eurozonen-Systems wiederherstellen würde.
5. Solange es kein klares Bekenntnis zur langfristigen Erneuerung gibt, kann das Problem der Schulden, die sich über lange Zeit angehäuft haben, nicht in Angriff genommen werden.
6. Gleichzeitig ist es unmöglich, langfristige Mechanismen wie Bankenunion aufzubauen, solange sich das Ungleichgewicht der Schulden, die Wettbewerbsfähigkeit und unzureichende Kapitalausstattung der Finanzinstitutionen einem gesunden Europa in den Weg stellen.
Lesen Sie den Bericht, um Näheres zu den Vorschlägen zu erfahren. Der ICEC tritt im Frühherbst wieder zusammen, um Maßnahmen hinsichtlich der Desintegration der Eurozone und ihrer Auswirkungen, einer Neuausrichtung der Eurozone in zwei Blöcken und der Rolle des Vereinigten Königreichs im zukünftigen Europa zu besprechen.
PRESSEKONTAKT
Eric J. Weiner
Leiter für Kommunikation und Chefredakteur
The Institute For New Economic Thinking
E-Mail: ejw@ineteconomics.org
Tel.: +1-212-493-3327
INFORMATIONEN ZUM INSTITUTE FOR NEW ECONOMIC THINKING
Das Institute for New Economic Thinking (INET) wurde 2009 aufgrund der weltweiten Finanzkrise gegründet und setzt sich für die Ausbildung einer globalen Gemeinschaft zukünftiger wirtschaftlicher Führungskräfte ein. So sollen neue wirtschaftliche Denkweisen die Ökonomen dazu inspirieren, den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen.
INETeconomics.org
SOURCE Institute For New Economic Thinking
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